Mit Abstand Überholen - 1,5 m für mehr Sicherheit von Radfahrenden

03.04.20

Gemeinsame Pressemitteilung des ADFC Aachen und der ASEAG

Immer wieder kommt es in Aachen zu gefährlichen Situationen, wenn Radfahrende von Kraftfahrzeugen auf der Fahrbahn eng überholt werden. Das Fahrrad ist ein balancegesteuertes Fahrzeug, welches aufgrund von Straßenunebenheiten, Windeinwirkungen, Fahrgeschwindigkeit, Steigungen und der unterschiedlichen körperlichen Fitness der Radfahrenden unterschiedlich stark Schlangenlinien fährt. Um die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, ist ein ausreichender Abstand beim Überholen durch schneller fahrende Kraftfahrzeuge sehr wichtig, um schwerwiegende Unfälle zu vermeiden.

Aufgrund zahlreicher Unfälle mit Toten und Schwerverletzten in Deutschland wird der Gesetzgeber im Frühjahr 2020 im Rahmen der geplanten Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorbeugend den Überholabstand erstmalig gesetzlich vorschreiben. In der Vergangenheit wurde der Überholabstand nur durch die Rechtsprechung nach Unfällen definiert (mindestens 1,5 m). Zukünftig gilt innerorts generell ein Überholabstand von mindestens 1,5 m und außerorts ein Abstand von mindestens 2,0 m. Diese Abstände sind übrigens auch dann einzuhalten, wenn Radfahrende auf markierten Schutzstreifen oder Radfahrstreifen im Straßenraum fahren.

Um die erforderlichen Überholabstände von Kraftfahrzeugen gegenüber Radfahrenden der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, hat der ADFC Aachen mit Unterstützung der ASEAG einen Linienbus auf der Heckseite mit einer symbolhaften Darstellung eines Überholvorganges gestaltet. Der Bus soll für einen Zeitraum von 5 Monaten durch das Aachener Stadtgebiet fahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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