Attraktive Radverbindung zwischen den Campusgeländen Mitte, West und Melaten

18.03.20

Im Oktober 2019 wurde die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Bebauungsplan Nr. 923 Campus West durchgeführt. In den damals veröffentlichten Unterlagen ist optional eine Radbrücke zwischen dem Campus West und dem Campus Melaten enthalten. Die Baukosten wurden von der Stadtverwaltung mit ca. 8 Mio. € geschätzt.

Die Brücke ist aus unserer Sicht das Herzstück für eine attraktive Radverbindung, die die drei Campusgelände Mitte, West und Melaten miteinander verbindet. Die derzeit geplante Radvorrangroute über den Seffenter Weg erfüllt diese Funktion nicht.

Im Oktober 2019 wurde die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Bebauungsplan Nr. 923 Campus West durchgeführt. In den damals veröffentlichten Unterlagen ist optional eine Radbrücke zwischen dem Campus West und dem Campus Melaten enthalten. Die Baukosten wurden von der Stadtverwaltung mit ca. 8 Mio. € geschätzt.

Die Brücke ist aus unserer Sicht das Herzstück für eine attraktive Radverbindung, die die drei Campusgelände Mitte, West und Melaten miteinander verbindet. Die derzeit geplante Radvorrangroute über den Seffenter Weg erfüllt diese Funktion nicht.

Die Brücke ist bisher an einer Stelle vorgesehen, die topographisch ungünstig ist und dazu führen würde, dass Radfahrende stärkere Steigungen als nötig überwinden müssten. Die Attraktivität würde darunter stark leiden und die Realisierung der Brücke aus wirtschaftlichen Gründen voraussichtlich gefährden. Weiterhin bedingt die Lage eine besonders lange Brücke, was zu den hohen Baukosten führt.

In der Stellungnahme im Anhang haben wir uns mit der optimalen Lage der Radbrücke näher auseinander gesetzt. Wir kommen vorläufig zu dem Ergebnis, dass mit einer Verschiebung um ca. 150 m nach Norden für Radfahrende wesentlich geringere Steigungen erzielt und die Baukosten gesenkt werden können. Eine fundierte Beurteilung müsste durch eine genauere Untersuchung erfolgen.

Die Verschiebung erfordert eine Anpassung des geplanten Baufelds südlich des Ringlokschuppens. Die Lage würde sich zwar etwas ändern, das realisierbare Bauvolumen würde aber voraussichtlich nicht verringert.

Uns ist bewusst, dass es vorrangiges Ziel ist, zeitnah Baurecht für den Campus West zu schaffen. Andererseits würde mit Rechtskraft des Bebauungsplans in seiner jetzigen Form eine attraktive Lage der Radbrücke unwiederbringlich verhindert. Um diesem Dilemma zu entgehen, könnte das Baufeld des Ringlokschuppens zunächst aus dem Bebauungsplan herausgelöst werden, um Zeit für eine detailliertere Untersuchung des Brückenstandorts zu gewinnen. Eine Verzögerung des Campus West in seiner Gesamtheit würde dadurch vermieden.

Eine genauere Darstellung unserer Überlegungen entnehmen Sie bitte der Stellungnahme. Eine Kurzfassung finden Sie unter folgendem Link: uum-ac.de/ankündigung/2020/03/09/radbruecke-campus-west/

Wir bitten Sie, sich als ersten Schritt für eine detailliertere Untersuchung des Brückenstandorts gemäß unseren Vorschlägen einzusetzen.

Wir würden uns freuen, Ihnen unsere Überlegungen auch in einem persönlichen Gespräch oder in einer Videokonferenz vorstellen zu können, wenn in den nächsten Wochen die allgemeine Lage dies wieder zulässt.

Mit freundlichen Grüßen,

gez. Jasper Nalbach
(Uni.Urban.Mobil.)

gez. Marvin Krings
ADFC Aachen

gez. Ralf Oswald
(VCD Aachen-Düren) 


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