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Pressemitteilung - "Radwegenetz muss sicher sein!"

30.09.19

Der ADFC Aachen begrüßt die Ankündigungen der Stadt Würselen den Knotenpunkt 78 sicherer zu gestalten...

Der ADFC Aachen begrüßt die Ankündigungen der Stadt Würselen den Knotenpunkt 78 sicherer zu gestalten, siehe www.aachener-nachrichten.de/-46147125.


Dabei kann es nicht bleiben, denn im Gebiet der Stadt Würselen wie auch an vielen weiteren  in der Städteregion Aachen für den Radverkehr wichtige Straßenabschnitte außerhalb der Ortslagen gibt, welche derzeit keine baulich getrennten Radverkehrsanlagen oder Fußwege aufweisen und mit keinerlei Begrenzung der zulässigen Geschwindigkeit belegt sind. Es müssen nicht erst schwere Unfälle passieren, bevor die zuständigen Straßenverkehrsbehörden reagieren, sondern man sollte Meldungen von Bürgern zu Gefahrenpunkten endlich ernst nehmen und Missstände kurzfristig beseitigen.


Daher fordert der ADFC Aachen die Kommunen, die Städteregion Aachen und den Landesbetrieb Straßenbau NRW auf, bei Straßen außerhalb der geschlossenen Ortslage ohne Radverkehrsanlage und Gehwegen sofort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h einzuführen um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dies deckt sich mit einer Forderung des ADFC Bundesverbandes im Rahmen der geplanten Novellierung der StVO, siehe www.bundestag.de/resource/blob/658746/5cca8a2016b4d18340b02065faa159c1/050_sitzung_268E-adfc-data.pdf

Für den "besseren Feldweg" zwischen Linden-Neusen und Sankt Jöris fordern wir Tempo 30, da sich dort zwei Wege des Radverkehrsnetzes NRW kreuzen und die Straße baulich in einem extrem schlechten Zustand ist. Weiterhin stellt die Straße eine wichtige Verbindung zum Pendlerbahnhof Eschweiler-St. Jöris auch für Fußgänger dar und die Geschwindigkeitsreduzierung kommt auch diesen Verkehrsteilnehmern zugute.

Gleichzeitig muss der Schleichverkehr auf den umliegenden Wirtschaftswegen unterbunden werden. Gerade dort liegen u.a. die Schulwege von radfahrenden Kindern. Sollten die Wege dennoch weiter befahren werden, müssen fahrrad- und fußgängerfreundliche, bauliche Hindernisse für Sicherheit sorgen und gleichzeitig den landwirtschaftlichen Verkehr ermöglichen. Eine Intensivierung der Verkehrsüberwachung durch die Kommunen und die Polizei Aachen ist in jedem Falle dringend notwendig.


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