Radwanderung Bergisches und Sauerland

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Beschreibung

Ein großer Teil der Strecke führt über ehemalige Bahnstrecken und den Ruhrtal-Radweg. Bei einer Streckenlänge von ca. 350 Kilometern ist die Tourdauer von fünf Tagen bei vorhandener Affinität zum Radfahren gut machbar. Wer gern Sehenswürdigkeiten besucht und öfter längere Pausen machen möchte - der Weg ist das Ziel, die fünf Tage sind ja kein Muss. Tagesziele können Hattingen, Schloss Burg, Drolshagen und Wenholthausen sein. Bei der Verpflegung sollte man die sich bietenden Möglichkeiten nutzen, sogar kleinere Umwege in Kauf nehmen, es gibt sie nämlich nicht überall. Bei der Planung der Tour ist es ratsam, den Ruhrtalradweg nicht unbedingt am Wochenende - besonders sonntags - oder an Feiertagen zu befahren, dort ist es dann sehr voll.

Weitere Informationen

Zu Beginn und zum Ende nutzen wir den beliebten Ruhrtal-Radweg. Dorthin und von dort ist der Haarstrang zu überqueren, was aber viele von Ihnen sicher schon mehrfach ge­macht haben. Dem Ruhrtal folgen wir über Schwerte, dem Hengstey- und Harkortsee, Wetter, Witten und dem Kemnader See bis Hattingen (69 km). Hier beginnt das Bahntras­senradeln (Bergischer-Panorama-Radweg) über die Kohlebahn bis Wuppertal, dort über die Nordbahntrasse, dann über die Korkenziehertrasse bis Solingen (50 km). Ab Hattingen geht es fast nur über ehemalige Bahngleise – in Wuppertal-Vohwinkel müssen wir beim Wechsel von der Nordbahn- auf die Korkenziehertrasse mit etwas Straße vorlieb nehmen.

Die Strecke führt zwar durch das Bergische und das Sauerland aber die Steigungen auf ehemaligen Bahnlinien sind gut zu fahren, da Lokomotiven - wegen der Anhängerlast - nur eine geringe Steigfähigkeit besitzen. Deshalb gibt es auf Bahnstrecken im Bergland auch so viele Tunnel, wie auch auf unserer Route.

Längere Tunnel, die wir durchfahren, sind zwar oft beleuchtet, aber auch wir sollten unsere Lichtanlage einschalten, sonst gefährden wir uns und Andere. Einige Tunnel werden im Spätherbst und Winter gesperrt, um die Fledermäuse nicht im Winterschlaf zu stören. Im Internet sind diese Zeiten vermerkt.

Ab Hattingen sind ca. 15 km auf wassergebundener Oberfläche zurückzulegen, der Rest bis Solingen ist asphaltiert, es beginnt die Nordbahntrasse. Auf ihr geht es direkt durch den „Schee-Tunnel“ (722m). nach Wuppertal. Die Trasse kann man nur als „Premium“ be­zeichnen, dementsprechend ist sie auch frequentiert. Auf der Nordbahn gibt es jede Men­ge Einkehr- und Servicemöglichkeiten, auf der Gesamtstrecke sollten sich bietende Mög­lichkeiten gegebenenfalls genutzt werden.

In Solingen angekommen können wir den Namen „Korkenzieher“ für den letzten Teil der gut zu fahrenden Strecke nachvollziehen. Hier wenden wir uns über öffentliche Wege in Richtung „Müngsten“. Die gut sechs Kilometer bis zur „Müngstener Brücke“ sind zum Teil hügelig und nur wassergebunden, vor allem bei der Abfahrt ins Tal der Wupper sollte nie­mand übermütig werden!

Schließlich stehen wir im Brückenpark Müngsten unter derselbigen Brücke. Sie wurde 1897 fertiggestellt, ist 465 Meter lang und mit 107 Metern die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Hier müssen wir mit einer „Schwebefähre“ - eigene Muskelkraft ist gefragt - die Uferseite wechseln. Bitte Fähröffnungszeiten beachten! Nun folgen ca. drei Kilometer bis „Burg“ am Ufer der Wupper.

Hier erwartet uns die einzig wirkliche Herausforderung der gesamten Strecke: Hinauf nach „Schloss Burg“! Im „Burg“ selbst ist alles locker, dann zweigen wir rechts ab – direkt den Radweg neben der Straße nutzen! - und es beginnt die ca. ein Kilometer lange, zehn pro­zentige Steigung. Vom Tal aus gibt es auch einen Lift zum Schloss: Lassen Sie es, denn an der Bergstation müsste das Rad über mehrere Treppenbereiche getragen werden!

Am Schloss – das Sie nach Möglichkeit besichtigen sollten – haben wir es bis auf ein paar Höhenmeter geschafft. Dann noch sieben Kilometer bis Wermelskirchen und die alten Bahntrassen haben uns wieder. Zur Belohnung folgen nun fast dreißig genussvolle Kilo­meter - sehen wir mal von der Ortsdurchfahrt Wipperfürth ab.- auf stillgelegten Bahnlinien bis Marienheide.

Ab hier geht es häufig auf öffentlichen Wegen – zuerst entlang der Brucher Talsperre - wellig zwölf Kilometer zur Aggertalsperre, zum Schluss gut zwei Kilometer teils heftig berg­ab. Fast drei Kilometer folgen wir nun der Uferstraße – Achtung, je nach Wochentag kann es drubbelig sein – und wenden uns nach Überquerung des Staudamms nach rechts, nicht nach Bergneustadt. Wir fahren zwei Kilometer in stetigen Gefälle entlang der Agger nach Dümmlinghausen und erreichen schließlich nach weiteren drei Kilometern in Der­schlag endlich wieder eine Bahntrasse.

Sie gehört zum neuesten Teil des „Bergischen-Panorama-Radwegs“ und endet erst nach zwölf Kilometern in Drolshagen. In Bergneustadt müssen wir etwas Straße fahren – die Bahnstrecke wurde leider überbaut – der Rest ist wieder prima zu fahren, als Höhepunkt erwartet uns der „Wegeringhauser Tunnel“ (724 m).

Nach Drolshagen führt die Bahntrasse in acht Kilometern zum Biggestausee und nach Olpe. Hier ist erst einmal Schluss mit Bahntrasse. Dafür fahren wir siebzehn Kilometer am Ostufer des Stausees entlang, meistens ruhig mit vielen schönen Rastmöglichkeiten. Am Staudamm wenden wir uns bergab ins Tal der Bigge, das wir nach einigen Serpentinen er­reichen und dem wir auf ruhigen Wegen zehn Kilometer folgen. Für die nächsten fast zwei Kilometer müssen wir mit der Straße – teils Radweg – vorlieb nehmen, dann biegen wir rechts ab, queren die Bigge und haben bald wieder eine Bahntrasse unter den Rädern.

Nach gut eineinhalb Kilometern ist in Finnentrop der „Sauerlandring“ erreicht, der uns gute vierzig Kilometer tragen wird. Erst etwa viereinhalb Kilometer durch das Lennetal bis Len­hausen, dann drei Kilometer teils bergauf zur alten Bahntrasse, weiter auf sehr schöner Strecke – u. a. durch den sogenannten „Fledermaustunnel“ („Kückelheimer Tunnel“) (689 m) - bis kurz vor Eslohe (21 km). Hier gilt es aufzupassen: Wir müssen links abbiegen und folgen ca. elf Kilometer der Wenne vorbei an Wenholthausen und Berge nach Wennemen, fast immer auf alter Bahntrasse.

Nun ist der Ruhrradweg erreicht, dem wir bis Fröndenberg gute 55 Kilometer treu bleiben. Von hier kann man nach eigenem Gusto in heimatliche Gefilde aufbrechen.


Toureigenschaften

Routenlänge:
350 km
Höhenmeter:
2250 m auf, 2250 m ab.
Richtungsempfehlung:

Es wird empfohlen die Strecke entgegen dem Uhrzeigersinn zu fahren. So sind auch die GPS-Daten aufgebaut.

Tourart:
Mehrtagestour

An- und Abreise

Start- und Endpunkt ist das Rathaus in Unna, es liegt direkt am Bahnhof Unna.

Weitere Einstiegspunkte

Wer sich den Ruhrtalradweg sparen will, kann auch am Bahnhof Hattingen starten und die Route an der Bahnstrecke im Ruhrtal enden lassen. Die Bahnhöfe von Meschede und Freienohl bieten sich hierfür an.

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 16.02.2018, 11:58 Uhr

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