12 Radbegeisterte haben die Umgebung von Meppen in vier Tagen auf TIMs Routen intensiv erkundet.

Unsere Unterkunft - Hotel Schmidt

 

 

 

 

Nach der Anreise am Sonntag machten wir uns nachmittags auf die erste Erkundungstour - die Genießertour über 41km.

Die vom Fremdenverkehrsamt der Stadt Meppen (TIMTouristische Information Meppen) als GPX-Datei vorgeschlagene Route führte uns zunächst an der Hase und dann am Dortmund-Ems-Kanal entlang zum Speichersee, der ein ideales Wassersport-Gewässer darstellt. Hier genossen wir bei ausgezeichneten Speisen und dem lauten Gebell eines zugelaufenen Hundes das herrliche Wetter und die Aussicht auf den See.

Der Ausklang des Tages bildete ein Besuch des Bootshauses, wo wir 

bestens verpflegt wurden.  

Einkehr am Speichersee
Abendlicher Blick vom Bootshaus

Am 2. Tag ging es auf die Kul-Tour Route

 

Die erste Sehenswürdigkeit war die 1000 Jahre alte St-Vitus Kirche mit dem 150 Jahre alten Backstein-Schulhaus am Steilhang der Hase. Dieses  malerische Örtchen muss man einfach besuchen.

Ein Abstecher von der Route führte zur Lohe Schule. Dies war nicht so spektakulär, aber doch sehenswert.

Der Aussichtsturm auf der Strecke ermöglichte uns einen herrlichen Weitblick über die unberührte Moorlandschaft.

In Haselünne erfuhren wir in einem Vortrag Wissenswertes über die  Kornbrennerei. Mir war nicht bekannt, dass der Brand in mehreren Stufen erfolgt und der mittlere Brand, der zeitlich genau bestimmt werden kann, am bekömmlichsten ist. 

Die Moorlandschaft
Auf dem Aussichtsturm
Gruppenbild vor dem Aussichtsturm
Vortrag in der Kornbrennerei

Moortour

Auf dem deutsch-holländischen Grenzstreifen
Gigantische Maschine im Moormuseum
Führung durch das Moormuseum
 

 

 

 

 

Die Wettervorhersage: „Regen und Blitz“ hielt uns zunächst vom Start unserer Moortour ab. Nachdem der Mitarbeiter des Fremdenverkehrsamtes jedoch versichert hatte, dass das angesagte Regengebiet erfahrungsgemäß  in Lingen stehenbleiben würde, machten wir uns auf den Weg.

Wunderschöne Landschaften entlohnten uns, obwohl es manchmal etwas tröpfelte - aber das war nicht der Rede wert.

Ein kurzer Abstecher nach Holland, dann an der Grenze entlang auf einem schnurgeraden gut asphaltierten Radweg durch das Moorgebiet - ein einmaliges Erlebnis.

Einsam, aber beeindruckend!

An einem errichteten Aussichtspunkt konnten wir die endlose Weite, die unberührte Natur und die einmalige Vogelwelt bestaunen.

Auf der weiteren Fahrt fuhren wir an Ölförderanlagen vorbei, die in diese Landschaft eigentlich nicht passten. 

Der Besuch des  Moormuseums kann als weiterer Höhepunkt unserer Fahrt angesehen werden.

In dem zu Beginn der Führung gezeigten Film wird die Geschichte der Moorkolonisten erlebbar gemacht. Ihr mühevolles Leben hat uns nachdenklich und zugleich dankbar gestimmt, dass wir in Frieden und Wohlstand aufwachsen konnten. 

Der Herr, der unsere Führung gestaltete, kann als Glücksgriff bezeichnet werden.

Er konnte uns anschaulich über die Moorkolonialisierung informieren und zu allen Fragen detaillierte Erklärungen geben. 

 



Moor und mehr

Auf der letzten Fahrt im Emsland  hatten wir uns die nördliche Region vorgenommen.

Der Weg führte an einer alten Wassermühle vorbei nach Apeldorn.

Das Großsteingrab, das zwischen 2300 und 1800 v. Chr. aus Findlingsblöcken errichtet wurde, war die erste Anlaufstelle. Es folgte die Besichtigung der Kirche in Apeldorn, die meiner Ansicht nach einen Besuch wert ist. Die Apeldorner hatten ein Problem mit Ihrer alten baufälligen Kirche, die im Laufe der Zeit zu klein geworden war. Abriss oder Neubau? Sie entschieden sich für eine Kombination und verbanden den alten restaurierten Kirchturm mit einem verglasten Gang an die neue Kirche.

Auf dem Weg nach Haslünne erwartete uns eine letzte Sehenswürdigkeit - ein alter Pflasterweg. Für Radfahrer war dies jedoch eine Tortur. Wir waren froh, als wir die Marterstrecke überwunden hatten. 

Nach einer kurzen Rast in einer Bäckerei in Haselünne traten wir den Heimweg nach Meppen an.

 

Zusammenfassend kann man sagen: Es waren freudvoll erfüllende Tage im Emsland!

 

Rolf Bökenfeld

Das Großsteingrab
Kirche in Apeldorn

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