Radfahren macht auch im Herbst und Winter Spaß

31.10.13

Die dunkle Jahreszeit lädt nicht gerade zum Radfahren ein. Doch mit einigen Tricks sollte eine ganzjährige Fahrradnutzung für jedermann neben Spaß auch gesundheitlichen, ökologischen und finanziellen Gewinn bringen.

 

Der tägliche Weg zur Arbeitstelle findet in den Herbst- und Wintermonaten morgens und abends oft im Dunkeln statt. Selbst genug sehen und von den anderen Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden, ist in diesen Zeiten besonders wichtig.

 

Änderung der StVZO

Seit dem 1. August erlaubt die StVZO die Nutzung von Scheinwerfern und Rückleuchten nicht nur wie bisher mit einem Dynamo, sondern nun auch mit Akkus. Trotz aller Kritik im Detail begrüßt der ADFC Unna die Neufassung des § 67, da hierdurch die Nachrüstung von vielen Fahrrädern vornehmlich MTBs mit Lampen legalisiert wird. An einem Wellensymbol, dem Buch-staben K und einer Zulassungsnummer kann man schnell erkennen, ob eine Akku-Beleuchtung von dem Kraftfahrt-Bundesamt zugelassen sind. Der ADFC hält eine Dynamobeleuchtung weiterhin für die sinnvollste Art, ein Fahrrad mit Licht auszustatten. Sie ist fest installiert, langlebig, wartungsarm und erfordert kaum Aufmerksamkeit.

 

Fahren auf Laub und Schnee

Das Fahren auf Laub und auf Eis erfordert eine Anpassung der Fahrweise. Die Bremswege werden länger, daher sollte man seine Geschwindigkeit reduzieren. Feuchte Felgen verringern die Bremswirkung. Lässt man die Bremsen an unkritischen Wegstellen schleifen, erhitzen sich die Felgen und die Feuchtigkeit verdunstet. Hastige Lenkbewegungen oder Bremsen in einer Kurve sollten möglichst vermieden werden. Es wird empfohlen, möglichst mit der Hinterradbremse zu verzögern. Beim Benutzen der Vorderbremse kommt es öfter zum Blockieren und Wegrutschen des Rades und die Lenkfähigkeit geht verloren.

 

Schmerzhafte Unfälle passieren auch durch anhaftendes Laub unter den Schuhsohlen, wenn man hierdurch von den Pedalen abrutscht. Käfig- oder Klickpedale und grobstollige Schuhsohlen sind bei diesen Verhältnissen anzuraten.

 

Bei Eis, Laub und Schnee bringt es Vorteile, den Luftdruck auf das Mindestmaß abzusenken. Hierdurch wird die Auflagefläche vergrößert. Der minimale und maximale Luftdruck ist auf jeder Reifenflanke angegeben. Eine Luftpumpe mit einem Manometer ist hierzu allerdings notwendig. Wenn man die Wahl hat, sollte man aus den gleichen Gründen auf schmale Rennreifen verzichten.

 

Rillen, Wurzelaufbrüche, Schlaglöcher und abgesenkte Gullis sind bei Dunkelheit und Bedeckung durch Laub oder Schnee nicht oder erst sehr spät sichtbar und führen zu schlimmen Stürzen. Alle Verkehrsteilnehmer sollten solche Fahrbahnunebenheiten möglichst rasch der Verwaltung melden.

 

Dem ADFC ist bewußt, dass sich in den letzten Jahren der Reinigungsdienst auf Radwegen in Unna stark gebessert hat. Dennoch gibt es wichtige Radverkehrsverbindungen, die zu selten gereinigt werden (Bild Kessebürener Weg). Der Kessebürener Weg ist die einzige direkte Verbindung zum Unnaer Zentrum und er ist im Radverkehrsnetz NRW ausgeschildert. Oft liegt es daran, dass die Stadt Unna nicht der Baulastträger ist. Der ADFC bittet die Mitbürger unzureichende Reinigungen dem ADFC zu melden, damit er sich für eine Verbesserung des Reinigungsplanes einsetzen kann (Werner Wülfing, Tel.: 02303 12981).

 

Einen kostenlosen Beleuchtungscheck und weitere Tipps zur richtigen Beleuchtung, Kleidung und Radpflege und - ausstattung bietet der ADFC Unna an. Zu den Fahrradberatungszeiten  ist der ADFC jeden Dienstag in der Zeit von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr im Umweltberatungszentrum Unna erreichbar. Kleinere Reparaturen können gleich vor Ort vorgenommen werden. 

 

 


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