Mehr Raum für Unnas Radler

09.02.12

Der Radverkehrsanteil steigt - auch in Unna. Mehr Radler benötigen mehr Verkehrsraum. Unna trägt diesem Umstand Rechnung.

Han­sastra­ße glänzt mit neu­em Schutz­strei­fen
Nach­dem die Han­sastra­ße in Unna eine neue Fahr­bahn­de­cke er­hal­ten hat­te, wur­de nach an­fäng­li­chen Strei­tig­kei­ten in­ner­halb der Ver­wal­tung und ge­gen­sätz­li­chen Aus­schuss­vor­la­gen ein Kom­pro­miss zu­guns­ten des Rad­ver­kehrs ge­fun­den und die Hansastraße mit einem Schutzstreifen für den Radverkehr versehen. Die ur­sprüng­li­chen Vor­stel­lun­gen des Bei­rats Fahr­Rad waren auf Be­den­ken im Ord­nungs­amt gestoßen, weil ei­ni­ge Stell­flä­chen für Au­tos ent­fal­len wä­ren.

Letz­te Ein­bahn­stra­ße in Un­nas City für Rad­ver­kehr nach fünf Jah­ren frei­ge­ge­ben
Auf einen Antrag des ADFC be­schloss der Aus­schuss für Feu­er­schutz, Si­cher­heit und Ord­nung (FSO) am 22. November 2012 für den Radverkehr die Frei­ga­be der Her­tin­ger Stra­ße in Gegenrichtung zwi­schen Flü­gel­stra­ße und Gür­tel­stra­ße. Vor fünf Jah­ren wur­de dersel­be An­trag, der da­mals von der GAL ge­stellt wor­den war, auf­grund er­heb­li­cher Si­cher­heits­be­den­ken der Ver­wal­tung ab­ge­lehnt.

Die Kehrt­wen­de wur­de be­wirkt durch die 2010 neu he­raus­ge­ge­be­nen Emp­feh­lun­gen für Rad­ver­kehr­san­la­gen (ERA 2010), die die Po­si­ti­on des ADFC stütz­ten. Auch ein Orts­ter­min mit der Kreis­po­li­zei­be­hör­de kam nun zu diesem po­si­ti­ven Er­geb­nis.

Unfall­träch­ti­ger Pöm­pel am Kö­nigs­bor­ger Tor ent­fernt
Das täg­li­che Är­ger­nis für vie­le Rad­fah­rer über ei­nen Sperr­pfos­ten auf der Rad­spur zum Kö­nigs­bor­ner Tor hat end­lich ein Ende. Nach ei­nem An­trag des ADFC Unna auf Ver­bes­se­rung der Si­tu­a­ti­on für die Fahr­rad­nut­zer und nach ei­ner Glos­se in der letz­ten Aus­ga­be in un­se­rer Zei­tung "Fahr­Rad" wur­de das Hin­der­nis nun ab­ge­baut. Nach gut un­ter­rich­te­ten Krei­sen wur­de die Sper­re er­rich­tet, nach­dem Kri­mi­nel­le ei­nen Ju­we­lier­la­den über­fal­len hat­ten und mit ih­rem Klein­wa­gen über die Rad­spur ent­kom­men konn­ten.

Be­nut­zungs­pflicht auf­ge­ho­ben
Die Rad­we­ge­be­nut­zungs­pflicht ei­nes links­sei­ti­gen Rad­we­ges auf der Mas­se­ner Stra­ße in Höhe des Park­plat­zes von Zu­rbrüg­gen wur­de auf­ge­ho­ben. Hier­mit war ein An­trag des ADFC er­folg­reich, der da­rauf hin­wies, das Un­fäl­le mit Rad­fah­rern häu­fig an Aus­fahr­ten ent­ste­hen, an de­nen Rad­fah­rer für Au­to­fah­rer un­ver­mu­tet von rechts kom­men, der Au­to­fah­rer aber ge­wohn­heits­mä­ßig nach links schaut.

Hell­weg-Rou­te mit neu­er Aus­schil­de­rung
Die Rad­we­ge­ver­bin­dung zwi­schen der Mor­gen­stra­ße und Unna-Hemm­er­de wird nach Pla­nun­gen der Un­na­er Ver­wal­tung ein­heit­lich als kom­bi­nier­ter Geh-/Rad­weg aus­ge­schil­dert. Der Weg soll je­doch für An­lie­ger und land­wirt­schaft­li­chen Ver­kehr be­nutz­bar blei­ben. Die­ser Rou­te ge­hört zum Rad­ver­kehrs­netz NRW. Aktive des ADFC Unna hat­ten sich in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der be­schwert, dass die­ser Weg als Schleich­weg von Au­to­fah­rern ge­nutzt wur­de, wenn die Au­to­bahn 44 und Bun­des­stra­ße 1 über­las­tet wa­ren.

Werner Wülfing

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