Bemerkungen zu den vorgeschlagenen Touren

Die hier von der Ortsgruppe Löhne vorgeschlagenen Touren waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nach unserer Einschätzung befahrbar. Wir können verständlicherweise keine Gewähr dafür übernehmen, dass das auch so bleibt und dass das für jeden Radfahrer zutrifft. Jeder, der eine solche Tour nachfährt, ist selbst für die Durchführung verantwortlich. Etwaige Ansprüche gegen den ADFC können aus dem Tourenvorschlag nicht abgeleitet werden. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns nach einer Tour eine kurze Mitteilung zukommen lassen könnten, wo es nach Ihrer Auffassung Probleme oder Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Nur so können wir die Vorschläge aktuell halten und verbessern. Besten Dank für Ihre Mitarbeit.

Tourenvorschläge

Gohfelder Bäche und Mühlen

Große Karte

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Beschreibung

Eine Bemerkung vorab: Dies ist keine reine Wegebeschreibung - wer die möchte, druckt sich besser die Karte aus oder vertraut sich seinem Navi mit geladenem GPS-Track an. Meine Beschreibung wendet sich an diejenigen, die auch etwas über die Landschaft neben dem Radweg erfahren möchten.

Wir starten unsere Tour am Löhner Freibad in unmittelbarer Nähe zur Werre. Der Fluss begleitet uns auch auf dem ersten Teil unserer Fahrt. Unterwegs werden wir sehen, an welchen Stellen die Gohfelder Bäche in die Werre münden und später dann, wo sie entspringen und ihren Verlauf nehmen.

Wir fahren Werre-abwärts und queren den Fluss mithilfe der Fußgängerbrücke zwischen Gymnasium und Tennisanlage. Nach der Brücke geht's auf dem Deich weiter flussabwärts. Unmittelbar vor der Unterquerung der Albert-Schweizer-Str. mündet hier von rechts kommend der Mahner Mühlenbach in die Werre. Wir fahren unter der Albert-Schweizer-Str und der A30 hindurch.

Die erste Mühle unserer kleinen Tour, die Schockenmühle auf dem gleichnamigen Gutshof, ist vor Jahren schon abgebrochen worden. Der Hof stand auf der Nordseite der Werre östlich der Einmündung des Rehmerloh-Mennighüffer Mühlenbaches, also auf dem Gebiet der ehem. Gemeinde Mennighüffen. Den alten Standort kann man von unserer Seite aus unmittelbar nach Unterquerung der A30 am gegenüberliegenden Ufer noch erahnen.

Wir verlassen hinter der Autobahnunterführung den Werredeich, folgen ca 600 m dem Weidengrund und treffen beim Übungsplatz des Hundevereins wieder auf den Deich. Weiter gehts flussabwärts und ca 160m hinter der Heinrich-Schneider-Brücke nach rechts. Hier müssen wir die Baustelle der neuen Autobahnbrücke umfahren. Kurz nachdem wir den Deich verlassen haben, queren wir den Haubach, der seinen Ursprung am Oberen Hellweg und am Katzenbusch hat. Unsere Fahrt verläuft jetzt an der A30 entlang bis wir kurz vor der Brückenstraße wieder auf den Deich stoßen. Unmittelbar hinter der Unterführung führt von rechts der Sudbach sein Wasser der Werre zu. Bis zum Bau der A30 lag hier auch der Sportplatz der Gemeinde Gohfeld.

Weiter geht's auf dem Werredeich flussabwärts. Nach ca. 1,5 km treffen wir auf die Einmündung eines Baches, der aus dem Zusammenfluss von Mittelbach und Osterbach entstanden ist. Kurz danach entnimmt der Kokturkanal Wasser aus der Werre. Er wurde im 18. Jh. gebaut, um die Solepumpen des Gradierwerkes mit Wasserkraft anzutreiben.

Wir verlassen hier die Werre und fahren über die Straße "Am Kokturkanal" zur A30, überqueren sie an der Ampelkreuzung und fahren gegenüber die Ringstraße ca 200 m entlang. Hier trifft von rechts (Westen) ein schmaler Fußweg auf die Ringstraße. Östlich der Ringstraße standen hier "Kochs Mühlenwerke", bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts einer der großen Getreideverarbeiter der Region. Wir nehmen den Fußweg und überqueren nach ca. 50m den Osterbach, der streckenweise die Grenze zwischen Bad Oeynhausen u. Löhne bildet. Nach weiteren 50m überqueren wir den Mittelbach, dem wir heute bis in sein Quellgebiet folgen wollen. Nach weiteren 50 m treffen wir auf die Mühlenstraße und sehen rechts "Hahne Mühlenwerke", deren Haferflocken und Müsli in vielen unterschiedlichen Verpackungen stecken.

Wir biegen nach links in die Mühlenstraße ein und finden (hoffentlich noch) gleich links die Überreste einer alten Sägemühle, die vom Mittelbach angetrieben wurde. Über die Mühlenstraße geht's am Mittelbach entlang bis zur Löhner Straße. Wir müssen jetzt einen Umweg über Löhner Straße, Kreisverkehr, Nordbahnstraße zur Straße Am Mittelbach machen, um unseren Bach wiederzufinden. Der verläuft rechts der Straße und grenzt an die Sportanlagen am Mittelbach. Wir folgen Straße und Bach bis zur Goethestraße. Hier gibt's den nächsten Umweg über Goethestraße (nach links) und Koblenzer Straße (nach rechts). Etwa 150 nach der Kreuzung Goethestraße / Koblenzer Straße zweigt ein Privatweg von der Koblenzer Straße ab. Er führt auf das Gelände von "Kemenas Mühle". Vielleicht haben wir Glück, und der freundliche Eigentümer zeigt uns etwas von seinem liebevoll gepflegten Privatmuseum. Wenn nicht, müssen wir zum nächsten Mühlentag wiederkommen.

Bis zur Rürupsmühle folgt unsere Wegstrecke dem Verlauf des Mittelbaches. Gegenüber der Einfahrt zu Kemenas Mühle fahren wir den Maiweg entlang bis zur Krezung mit der Hahnenstraße. Auf der gegenüberliegenden Seite dieser Straße folgen wir dem Weg In den Eichen bis zum Großensiekerweg, biegen dort links ab und ca 130 m weiter rechts ab in einen schmalen Weg, der sich am Gemeindezentrum Haupensiek entlangzieht. Wir folgen diesem Weg bis zum Ostenweg, in den wir nach links einbiegen und bis zur Kreuzung mit der Straße In den Tannen folgen. Hier biegen wir links ab und folgen der Straße, die hinter dem Naturfreundehaus zum Waldweg wird, ca 1,5 km bis zur Kreuzung mit der Loher Straße. Hier geht's links ab und nach 160 m nach rechts zur "Rürupsmühle". Der Verein Vom Korn zum Brot hat diese Anlage in den letzten Jahrzehnten restauriert und sie mit zusätzlichen Gebäuden angereichert. Hier zeigt der Verein an mehreren Tagen im Jahr den vollständigen Arbeitsablauf von der Ernte über das Dreschen und Mahlen bis zum Backen.

Leider können wir bachaufwärts nicht mehr dem Mittelbach folgen und müssen einen Umweg machen, um ihn unterhalb seiner Quelle noch einmal zu sehen. Von der Rürupsmühle geht es nach rechts auf der Loher Straße ca 1,64 km entlang bis zur Alten Loher Straße. Dieser Straße folgen wir ein kurzes Stück bis zu Wendener Straße. Dort biegen wir rechts ab und folgen dieser Straße ca 1,4 km. Hier treffen wir wieder auf den Mittelbach. Wir sind hier im "Dreiländereck" zwischen Bad Oeynhausen (Lohe), Vlotho (Exter) und Löhne (Wittel). Nach den Erkenntnissen von Heinrich Ottensmeier* lag hier - schon auf Exterschem Gebiet - die "Taackenmühle". Wer mag, kann der Mittelbachquelle noch etwas näher kommen. Dazu biegt man von der Wendener Straße in den Mittelbachweg ein, der auf der Exterschen Seite Auf den Wenden heißt, und folgt diesem ca. 1,5 km. Rechter Hand liegt das Quellgebiet des Baches. Man kann dann der Detmolder Straße nach rechts folgen und über den Alten Postweg und die Straße Heideholz wieder zur Taackenmühle zurückfinden. Am Alten Postweg findet man die die restaurierte "Lindemannsche Windmühle".

Wir nehmen unseren Weg wieder auf und folgen der Wendener Straße, die auf Exterschem Gebiet Mittelbachstraße heißt, bis zur Witteler Straße. Wir überqueren die Witteler Straße, die auf Löhner Gebiet Knickstraße heißt, und folgen dem Schäferweg. Hier oben ist die Wasserscheide zwischen den Bachsystemen von Mittelbach, Sudbach und Brahmschebach.

Wir wollen erst einmal ins Sudbachtal und müssen dafür dem Schäferweg folgen. Ca 280 m nach der Kreuzung mit der Witteler Straße knickt er rechts ab und nach weiteren 590 m überquert er die Dornberger Heide. Etwa 270 m nach dieser Kreuzung biegen wir rechts ab in die Rühnstraße. Nach ca 370 m wird die Rühnstraße zur Flachsreude. Die Flachsreude überquert hier einen Seitenarm des Bramschebaches - aber das ist noch eine andere Geschichte. Wir folgen dieser Straße ca 1 km bis zur Einmündung in die Knickstraße. Nun geht's rechts auf der Knickstraße ca. 410 m entlang bis links der Kabökenweg abzweigt. An diesem Weg - etwa auf halber Strecke - lag früher die Freilichtbühne in Beckmanns Busch. Wir folgen dem Kabökenweg ca. 970 m bis zu seiner Einmündung in die Loher Straße. Hier biegen wir links ab und fahren bis zur Koblenzer Straße. Nun geht's links ab und nach 190 m nach rechts in die Häger Straße. Nach 250 m biegen wir rechts ab in den Büksweg und haben damit die Witteler Kirche umfahren.

Der Büksweg trifft auf seinem verschlungenen Verlauf nach ca 370 m auf den Sudbach. 130 m nach dessen Überquerung biegen wir links ab in den Jostweg. Unter der Brücke, mit der die B61 das Sudbachtal überspannt, treffen wir auf die gleichnamige Straße und folgen ihr nach rechts. Hier hat nach der Erinnerung von Heinrich Ottensmeier* der Bauer Hartmann eine Mühle betrieben, die aber schon zu Ottensmeiers Jugendzeit Anfang des 20. Jh. nicht mehr betrieben wurde. Wir folgen der Straße immer am renaturierten Bach entlang bis zum Alten Postweg. Hier nun für ca 50 m nach rechts und dann nach links in einen schmalen Fußweg, der uns zur Straße Zum Flachsland führt. Hier sind wir wieder unmittelbar links vom Sudbach und sehen auf der anderen Bachseite die Wohnhäuser des Wittekindshofes und ein restauriertes Fachwerkhaus. Auf diesem Gelände stand bis 1994 die Landfrauenschule - besser bekannt als Puddingschule. Die Straße Zum Flachsland stößt auf den Alten Landweg - wir biegen rechts ab und folgen dem Alten Landweg zur Weihestraße. Hier geht's links ab bis zur Nordbahnstraße - auf der linken Straßenseite liegt die Gohfelder Simeonkirche. Hier rechts ab und sofort wieder nach links in die Straße Am Gohfelder Bahnhof. Diese Straße führt uns über einen schmalen Fußweg zurück zur Weihestraße. Wir biegen rechts ab, unterqueren die Bahnlinie und fahren sofort wieder rechts. Hier haben wir einen "schönen" Blick auf das Gelände eines SB-Marktes. Genau dort stand bis in die 90er Jahre die "Gohfelder Lüttke Mühle" mit einem Mühlenteich.

Wir folgen dem Sudbach nicht mehr auf dem letzten Stück bis zur Werre - für Fahrradfahrer ist das wirklich nicht mehr attraktiv - und wenden uns dem Haubach zu. Dafür müssen wir wieder zurück unter der Bahnlinie hindurch und nach rechts in die Flagenstraße. Wir folgen dem Straßenzug über den Helmsberg, überqueren die B61, unterqueren die Südbahnlinie und sehen rechts den Haubach, der hier durch ein Regenrückhaltebecken fließt, bevor er auf seinem Weg zur Werre beide Bahnlinien unterquert.  Wir folgen dem Unteren Hellweg ca 160 m am Haubach entlang - rechts liegt das Verwaltungsgebäude von Nieburg-Küchen - bis zur Rechtskurve. Der Haubach unterquert hier die Straße. Etwa 170 m bachaufwärts - für uns heute nicht mehr erreichbar - drehte sich das Wasserrad, das der Bauer Richter als Antrieb für seine Maschinen nutzte. In den 50er Jahren war die Anlage nach meiner Erinnerung schon verfallen - ich glaube aber, mich noch an Vorrichtungen für lange Transmissionsriemen zu erinnern. Auf dem Gelände des abgerissenen Hofes stehen seit Jahren Übergangswohnheime.

Wir wollen den Quellen des Haubaches noch etwas näher kommen und folgen dem Verlauf des Unteren Hellwegs indem wir uns an der nächsten Abzweigung (nach 200 m) rechts und an der übernächsten (nach weiteren 300 m) links halten. Der Untere Hellweg wird zum Oberen Hellweg, dem wir bis zur Kreuzung mit dem Meinertsweg folgen. Vom Haubach konnten wir auf diesem Weg nichts mehr sehen. Das lässt sich ändern, wenn wir jetzt einen kurzen Abstecher nach links hinunter in den Katzenbusch machen - da fließt das Bächlein, dem man über den Oberen Hellweg noch ein Stückchen folgen könnte.

Wir wollen hier aber ins Einzugsgebiet des Mahner Mühlenbaches wechseln und fahren dazu den Meinertsweg bis zur Kreuzung mit der Schierholzstraße, biegen links ab und nach 80 m rechts in den Lehmstich. Dem folgen wir ca. 200 m und sind im Quellgebiet des Mühlenbaches. Nach weiteren 180 m biegen wir dann nach rechts in den Buchenhain. Dem folgen wir bis zu seiner Einmündung in den Birkenweg und biegen dort rechts ab. Hinter der Bebauung auf der rechten Seite von Buchenhain und Birkenweg verläuft der Mühlenbach. Der Birkenweg führt uns bis zur Straße Im Zuschlag. Wir biegen links ab und fahren ca 120 m bis zur Königstraße, biegen rechts ab und fahren ca. 150 m bis zur Straße Auf der Bülte. Dieser Straße folgen wir ca. 900 m bis zur Von-Humboldt-Straße, dort geht's rechts ab und nach ca 40 m links ab in die Obere Wilhelmstraße. Hier wieder nach ca. 80 m nach links in die Schierholzstraße, der wir ca 170 m folgen. Dort zweigt nach rechts der Mühlengrund ab und da, wo der Mühlengrund auf die Straße Am Mühlenbach trifft, stand rechts die "Mahner Mühle" (nach dem letzten Besitzer auch Siegmannsche Mühle). Nach Heinrich Ottensmeier* stand hier mindestens seit 1732 eine Mühle. Die jetzige, deren Überreste noch zu erkennen sind, wurde vor dem 2. Weltkrieg auf Elektrizität umgestellt und 1960 stillgelegt.

Jetzt bleibt uns nur noch, dem Mahner Mühlenbach - soweit es die Bebauung zulässt - auf seinem Weg zur Werre zu folgen. Wir fahren Am Mühlenbach weiter unter der Bahnlinie hindurch bis zur Oeynhauser Straße. Hier verschwindet der Bach in der Verrohrung und tritt erst wieder nördlich der Rathausstraße zu Tage. Wir kreuzen die Oeynhauser Straße, fahren unter dem Rathausanbau hindurch, dann über den Parkplatz auf die Rathausstraße. Dort geht's links ab und ca 150 m bis zur Kreuzung mit der Werrestraße. Die Werrestraße führt uns an den Tennisplätzen vorbei zurück zum Werredeich. Der Rest ist bekannt: über die Fußgängerbrücke zum Gymnasium und zum Freibadparkplatz.

*)Heinrich Ottensmeier: "Die Mühlen in der Gemeinde Gohfeld" aus Band 6/7 der Beiträge zur Heimatkunde der Städte Löhne u. Bad Oeynhausen - http://www.heinrich-ottensmeier.de/heimatkundler/heimat23.htm

 

Weitere Informationen

Weiterführende Links:

Geo-Portal Kreis Herford

Freizeitrouten im Kreis Herford

Gewässerentwicklungsprojekt

Kemenas Mühle

Rürupsmühle

Heinrich Ottensmeier

Deutscher Mühlentag

Toureigenschaften

Routenlänge:
32 km
Höhenmeter:
422 m auf, 422 m ab.
Richtungsempfehlung:

Die Stecke kann ohne Probleme in beiden Richtungen befahren werden.

Oberfläche:
Asphalt
Feld- und Waldwege
Schwierigkeitsgrad:
mittel
Steigung:
bergig
Tourart:
Halbtagestour
Umfeld:
Flussradweg
Wiesen & Felder
Verkehrsbelastung:
Geringer Autoverkehr

An- und Abreise

Das Löhner Freibad ist vom Bahnhof Löhne über die Bünder Straße und die Lübbecker Straße erreichbar. Unmittelbar nach der Überquerung der Werre im Verlauf der Lübbecker Straße geht's rechts ab zum Frei- und Hallenbad.

Weitere Einstiegspunkte

Weitere Einstiegspunkte sind z.B. der Parkplatz am Sielwehr in Bad Oeynhausen, Der Parkplatz am Stadion am Mittelbach in Löhne, der Parkplatz in den Gohfelder Tannen, der Parksplatz an der Rürupsmühle in Löhne usw. (s. Karte)

Ansprechpartner

Zuständiger Verein

Stand: 08.04.2019, 21:51 Uhr

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