Teuto - Senne - Radweg

Die Sonne lacht. Endlich. Nichts tut so gut wie eine Radtour, bei der man weiß, dass es keinen Regen, keine Kälte oder starken Gegenwind  geben wird. So sind wir, die 9 Teilnehmer dieser Tour, natürlich glücklich über den Wetterzustand und starten - nach der Bahnfahrt in Osnabrück angekommen - am Samstag um 11.00 Uhr die erste Etappe des Teuto-Senne-Radweges von Osnabrück nach Paderborn.

75 Kilometer liegen vor uns bis zum Ziel in Bielefeld-Quelle. Die Übernachtungszimmer im Hotel Büscher sind gebucht. Es geht los. Die ersten sechs Kilometer bis Sutthausen liegen schnell hinter uns. Eine erste Kräftigung und weiter geht es Richtung Teuto, den wir jetzt vor uns sehen und daher wissen oder zumindest ahnen, dass es bald Steigungen zu bewältigen gibt. Vorbei an der Gedenkstätte „Augustaschacht" und dann geht’s auch schon rauf und runter Richtung Hagen a.T.W. Das geht in die Beine.

Unsere Pedelec-Fahrer haben’s etwas einfacher: Unterstützung zuschalten, natürlich müssen auch sie mittreten. Pausen helfen uns, wieder zu Kräften zu kommen. Der erste „Badort“ ist nach einem Waldstück erreicht - Bad Iburg mit dem Charlottensee und natürlich dem Schloss. Wir fahren unterhalb des Schlosses weiter und biegen ein auf dem Radweg über Glane nach Bad Laer. Immer wieder Anstiege und Abfahrten. Das Stöhnen hat aber bald ein Ende. Denn ab Bad Laer wird es keine Steigungen mehr geben.

Bis zum endgültigen Ziel in Paderborn bleibt es flach. Pause in Bad Laer und Mittagessen. Die Stimmung ist gut, jetzt kann man es lockerer angehen lassen. Unser nächster „Badort“ ist Bad Rothenfelde mit seinen mächtigen Gradierwerken. Wir fahren um sie herum und schauen dem Treiben der Ausflügler zu. Weiter mit Blick auf den Teutoburger Wald nach Bockhorst und Hörste in den Tatenhauser Wald. Das Tatenhauser Schloss liegt links vor uns. Nach kurzer Besichtigung weiter über Bokel nach Steinhagen, bekannt durch den „Steinhäger“. Unser Ziel ist fast erreicht: Der Bielefelder Stadtteil Quelle. Im Hotel angekommen, sind wir doch froh, es geschafft zu haben und so fällt die Anstrengung bald von uns ab. Das Essen ist lecker und gut, alles im grünen Bereich.

Am Sonntagmorgen Start um 09.10 Uhr. Über die Bielefelder Stadtteile Brackwede, Senne, Eckhardtsheim und Sennestadt fahren wir in das Gütersloher Land Richtung Verl und Friedrichsdorf. Wir aber biegen vorher ab und gelangen über Sende nach Riege. Die Senne erreichen wir über Schloß Holte und Stukenbrock. Wir machen dort unsere Mittagspause. 35 km sind schon gefahren. An dem Truppenübungsplatz befindet sich die Emsquelle.

Die schauen wir uns an und fahren weiter über Hövelhof und Klausheide nach Schloß Neuhaus-Sande zum Lippesee. Wir genießen die Sonne und schauen am Badestrand auf die Boote. Es gibt leckeres Eis und kühle Getränke.

Nach der Pause kommt bald das Schloss, das wir umrunden. Drumherum gibt es ein Fest. Nach Paderborn ist es nicht mehr weit. Schon befinden wir uns am Padersee und an den Paderauen. Der Paderborner Dom ist in Sicht.

Wir nehmen den Weg direkt zum Bahnhof. Um 17.21 Uhr fährt der Zug mit uns und den Rädern ab nach Herford. Leider haben wir in Herford die Anschlusszüge verpasst und so radeln wir alle den Rest der Strecke gen Heimat.

Dann geschieht es doch noch: 1000 – 2000 Meter lang begleitete uns der einsetzende Regen. Na gut, das sollte den Gesamteindruck nicht trüben: Schöne Strecke, schöne Landschaft, schöne Tage und keine Pannen.    

Text u. Foto: T. Eggert

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