Sie scheuen keine ungemütlichen Wetterverhältnisse: Die ADFC-Ortsgruppenmitglieder Enger Marlis Mesker (von links), André Schauperl, Hans-Hermann Göhner, Kurt Holzapfel, Gisela Heidsiek und Wolfgang Hinnendahl wählen einfach die passende Kleidung und schon kann's losgehen. Foto: Jan Herrmann
Quelle - Wstfalenblatt v.13.1.12

Bei Wind und Wetter aufs Rad

ADFC-Mitglieder sind auch im Winter unterwegs – Tour bis zu 75 Kilometer lang (Quelle : Westfalenblatt v.13.1.12)

Enger (WB). Winterliche Temperaturen, nasskaltes Nieselwetter oder böiger Wind – all das hält die Mitglieder vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Enger nicht von ihrer Passion ab. Sie steigen trotzdem auf den Sattel und treten munter in die Pedalen.

»Ein paar Verwegene sind eigentlich immer dabei«, sagt Ortsgruppensprecher Hans-Hermann Göhner. Es ist die Freude an der Bewegung, die frische Luft und das gesellige Miteinander, das die Radfahrer immer wieder antreibt. »Nur Eis und Schnee schrecken uns ab«, sagt Göhner.

Auch wenn sie das Rad dann aus Sicherheitsgründen stehen lassen, wollen sie auf ihre sportliche Einheit aber nicht verzichten. Als Ersatz wird eben gewandert. Bewegung ist also garantiert. »Das ist unser Erfolgsrezept«, sagt Göhner.

2007 wurde die Ortsgruppe Enger gegründet. Die Tourenradler fahren zügig, aber ohne Stress. Zeit für Pausen oder einen Schnack während der Fahrt bleibt immer. Getrödelt wird aber auch nicht. 2012 bieten die Tourenleiter wieder mehrere Ganztagstouren sowie eine mehrtägige Fahrt nach Berlin und in die Lüneburger Heide an.

Die Radler haben das ganze Jahr über Saison und treffen sich jeden Samstag und jeden Donnerstag jeweils um 13 Uhr an der Sparkasse Enger. Dann wird zu einer zügigen Tour aufgebrochen, die zwischen 45 und 75 Kilometern lang ist. Eine Einkehr ist meistens auch geplant. Während donnerstags in der Regel zwischen fünf und zehn Teilnehmer mitradeln, ist die Gruppe samstags bedeutend größer. Manchmal sind sogar bis zu 25 Teilnehmer mit von der Partie.

Hans-Hermann Göhner erzählt, dass Neueinsteiger oft Hemmungen hätten, sich anzuschließen, weil sie das Tempo als besonders hoch einschätzen. »Wir lassen niemanden während einer Tour zurück«, sagt Göhner. Außerdem werden ab dem 27. April Aufbaukurse für Einsteiger angeboten. Wer seiner Kondition also noch etwas misstraut, kann dann auch erst mit Ausfahrten bis zu zehn Kilometern beginnen.

Der ADFC lässt sich aber nicht bloß auf eine Sportgruppe reduzieren. Es ist auch eine Interessenvertretung für Radfahrer. »Wir vertreten die Interessen der Radler auf kommunaler Ebene«, sagt Göhner. So setzt sich die Gruppe beispielsweise für eine angemessene Beschilderung der Radwege ein. »Eine übersichtliche Auszeichnung wäre schön«, sagt Göhner.

Fahrradabstellanlagen zu haben, sind ein Anliegen. »Die klassischen Fahrradständer sind oft Felgenkiller«, sagt Göhner. Besonders dann, wenn das Rad umkippt. Deshalb werden Bügel favorisiert, an die das Rad angelehnt und abgeschlossen werden kann. »Diese Bügel wären an der Stiftskirche, dem Barmeierplatz und dem Widukind-Museum sinnvolle Anschaffungen«, findet Göhner. Auch im Hinblick auf die Fahrradtouristen. Bis dahin wird es aber wohl noch den einen oder anderen Briefwechsel mit der Verwaltung geben.



 

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