Erhard Kristen unternimmt gerne Touren mit seinem Fahrrad-Navigationsgerät. Auf dem Display wird eine Karte von Enger angezeigt. Kristen fährt nicht nur mit Navi, sondern natürlich auch immer mit Helm.

Mit High-Tech und Beinarbeit (Quelle: NW vom 26.3.2011)

Radtouren mit Navigationsgerät immer beliebter / Auch für Enger und Spenge gibt’s viele Strecken

VON SAMUEL ACKER

 

Enger/Spenge. Behände schwingt sich Erhard Kristen auf sein Fahrrad. Dann tippt er kurz auf den Bildschirm des kleinen Navigationsgeräts, das an seinem Lenker befestigt ist. Auf dem Bildschirm erscheint eine Karte von Enger, mit Grün ist eine Strecke eingezeichnet. Radtouren mit Navigationssystemen (GPS) werden immer beliebter - auch für Enger und Spenge gibt es frühlingshaft schöne Touren.


"Es radeln immer mehr Leute mit Navi", sagt Wolfgang Brune, Inhaber des gleichnamigen Spenger Fahrradgeschäfts. Die Geräte seien einfach weniger umständlich als Fahrradkarten. "Ich kann meine Route verfolgen, ohne die ganze Zeit abzusteigen." Ältere Personen könnten dazu das Display der Navis besser ablesen. Das Radler vom bunten Geblinke abgelenkt werden könnten, glaubt Brune nicht. "Die meisten Geräte sind sehr übersichtlich und machen wenig Geräusche."

Das Navi von Erhard Kristen, Mitglied im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), wirkt für den Laien hingegen etwas verwirrend. Der Radfahrer wird mit einem Pfeil dargestellt, die zu fahrende Strecke wird grün angezeigt. Der zurückgelegte Weg erscheint blau. "Das Gerät ist ein Methusalem", sagt Kristen, der sein Navi 2006 gekauft hat.

"Ich muss meine Route zuerst selbst am PC speichern", erklärt Kristen. Hierfür markiert er am Computer in einer digitalen Landkarte Punkte, die er auf der Wegstrecke passiert. "Wenn ich zum Beispiel die Spenger Straße abfahren will, muss ich Anfang und Ende markieren", sagt er. Punkt für Punkt bastelt er sich die Route zusammen. Die fertige Tour lädt er dann auf sein Gerät.

"Wenn ich von der Route abkomme, will mich mein Navi auch mal über eine Schnellstraße führen", sagt Kristen. Die Neuberechnung von Routen oder das gezielte Suchen von Adressen wie bei einem Auto-Navi ist nur mit neueren Modellen möglich. Kristen kann aber eine Route abfahren und diese dabei mit dem Navi aufnehmen. So kann er diese Strecke später aufrufen und sich an der grünen Linie orientieren.

Wenn er sich nicht selbst eine Tour vorzeichnet, kann er sich auch Radel-Karten aus dem Internet herunterladen. Zum Beispiel eine Tour von der Engeraner Mathildenstraße über hügeliges Gelände nach Werther. Zurück geht es am Hücker Moor in Spenge vorbei. "Im Frühling besonders schön", sagt er.

"Auch bei uns im Verein haben immer mehr Leute ein Navi", sagt Erhard Kristen. Der ADFC stellt teilweise auch die GPS-Daten seiner Radtouren ins Internet.

Der Verein will am Sonntag, 27. März, den Frühling mit einer großen Tour von Enger nach Bünde einläuten. Wer an der Fahrt an der Else teilnehmen möchte, muss jedoch kein GPS-Gerät besitzen. Wichtiger ist gute Kondition. "Wir legen schon ein gutes Tempo vor", sagt der 70-jährige Kristen schmunzelnd. Neben Satelliten-Ortung braucht der moderne Radfahrer also immer noch traditionelle Beinkraft.

Routen fürs Fahrrad-Navi gibt es unter www.gps-tour.info/de/touren.html oder auf der Seite des ADFC Enger unter
www.adfc-nrw.de/enger

Dokumenten Information
Copyright © Neue Westfälische 2011
Dokument erstellt am 25.03.2011 um 18:17:44 Uhr
Letzte Änderung am 25.03.2011 um 20:49:46 Uhr

 


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