An den neuen Fahrradbügeln sind die Räder am Rahmen angeschlossen und damit gut gesichert. Das begrüßen Uwe Diekmann (v.l.), Hans-Hermann Göhner, Sigrid Diekmann und Wilhelm Freese vor dem Rathaus.

30 neue Fahrradständer für die Stadt. ADFC und Stadt freuen sich auf diebstahlsichere Ständer noch im Herbst.

VON ANDREAS SUNDERMEIER   (Quelle NW vom 6.9.2014)

Offene Türen rannten die Mitglieder des Engeraner ADFC gestern im Rathaus ein. Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club hatten sie 339 Unterschriften gesammelt, mit denen sie die Platzierung von modernen Fahrradbügeln in der Stadt forderten. "Das haben wir eh’ schon so vorgesehen," erklärte der zuständige Fachbereichsleiter, Wilhelm Freese. Die Stadt plane, noch in diesem Herbst 30 dieser modernen Fahrradständer in der Stadt zu installieren.Das geschehe im Rahmen des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungs - Konzeptes (ISEK). Damit das Land Zuschüsse gibt, musste die Stadt ihrerseits einen Sponsor für die Fahrradständer finden. Und genau den hat die Stadt Enger mit der Sparkasse gefunden. Freese kalkulierte die durchschnittlichen Kosten je Fahrradbügel mit 100 Euro inklusive Einbau. Die Sparkasse übernimmt davon 50 Prozent. Und das Land von den restlichen 50 Euro 70 Prozent. Bleiben je Bügel 15 Euro an Kosten für die Stadt.

Über die Standorte hätten sich die Mitglieder der Lenkungsgruppe Stadtentwicklung vor den Sommerferien bereits Gedanken gemacht. Und es stellten sich viele Parallelen zu den Vorstellungen der Radfahrer heraus: Am Widukindmuseum sollen die Ständer einbetoniert werden, am Heckewerth-Platz, vor dem Rathaus, auf dem Königin-Mathilde-Platz, in der Maiwiese nahe der Fitnessgeräte und sicherlich auch auf dem Barmeier-Platz. Dort jedoch gelte es, zunächst die exakten Planungen der Umgestaltung abzuwarten.

Auch weitere Standorte dachten die Radler bereits an. Einige lägen dabei auf privatem Grund. "Aber es wäre doch sicherlich auch für die Kauleute in der Stadt interessant, diese Fahrradbügel vor dem Laden anzubringen" sagte Sigrid Diekmann vom ADFC, die bei der Aktion "Mobil ohne Auto" eifrig Unterschriften gesammelt hatte und sie gestern übergab. Und wenn sich Kauf- oder Privatleute dieser Aktion anschließen wollen, können sie sich im Rathaus unter Tel.: (0 52 24) 98 00 31 bei Gisela Weber melden."Wir vermitteln dann die Adresse des Lieferanten. Denn es ist doch klasse, wenn die Bügel in der Stadt gleich aussehen", sagte Freese. Ob es Zuschüsse gebe, könne individuell abgesprochen werden.  Die Bügel, sind aus recheckigem Edelstahlprofil gefertigt. "Super, dann fangen die nicht an zu rosten", erkannte Sigrid Diekmann. "Und wenn jemand einen Bügel spendet, dann kann man dort dessen Namen auf dem Rahmen anbringen." Der ADFC werde auf jeden Fall spenden und ADFC Pressesprecher Hans-Hermann Göhner auch. Notwendig sind die Bügel aus Radfahrersicht, weil die alten Fahrradständer zu Felgenkiller geworden seien. "Und auch sind heutzutage die Felgen breiter geworden" fügte Freese bei. An den neuen Bügeln könnten zudem je zwei Fahrräder am Rahmen diebstahlsicher angeschlossen werden. "Bei den alten Ständern bleibt dann – gerade bei den Schnellverschlüssen vorn – im Fall eines Diebstahls nur das Vorderrad über", erklärte Uwe Diekmann vom ADFC.

http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/enger/enger/11238101_30_neue_Fahrradstaender_fuer_die_Stadt.html

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