Antworten der Heinsberger Parteien in der Reihenfolge des Rücklaufes

1. Sichere Rad- & Gehwege vs. Parkplätze im öffentlichen Raum, wie lösen Sie diesen häufig empfundenen Widerspruch?

CDU

Der CDU liegt viel an einer zukunftsfähigen Stadt- und Verkehrsentwicklung, in der die Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen – Anwohner, Gewerbetreibende, Besucher, Touristen – in Einklang gebracht werden. In einer historisch gewachsenen Stadt ist dies eine ebenso komplexe wie komplizierte verkehrstechnische Herausforderung. Auf Initiative der CDU-Fraktion wurde daher bereits in der laufenden Legislaturperiode durch die Verwaltung ein Ingenieurbüro für Verkehrsplanung beauftragt, welches auf solche Aufgaben spezialisiert ist. Die Aufgabenstellung lautet, ein Konzept für ein Radwegenetz zu entwickeln, bei dem die Radfahrer sicher und komfortabel von Ort zu Ort und in die Kreisstadt fahren können. Dabei stehen alle Radfahrergruppen gleichermaßen im Blickpunkt. Ein besonderes Augenmerk soll aber auf die Sicherheit der Schulwege gelegt werden, da die Kinder und Jugendlichen in manchen Monaten schon im Dunklen zu den Schulen fahren müssen (s. auch Frage 5). Grundsätzliches Ziel für die Innenstadt ist es, mehr Bürgerinnen und Bürger zu bewegen, mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren. Dazu bedarf es eines klaren Wegenetzes mit entsprechender Beschilderung und geeigneter Abstellplätze für die Räder.

Grüne

Diese Frage sollte zunächst einmal konkret erläutert werden, da vordergründig und pauschal kein Widerspruch zwischen sicheren Rad- bzw. Gehwegen und Parkplätzen im öffentlichen Raum erkennbar ist. Es mag durchaus einzelne Gefahrenpunkte an Rad- und Gehwegen in Parkplatzbereichen geben, allerdings müssen diese im Einzelfall identifiziert, begutachtet, bewertet und dann behoben werden. Eine pauschale Lösung wird es für bestehende Gefahrenstellen nicht geben. Von daher ist eine pauschale Beantwortung dieser Frage nicht möglich.

FW

"„vs.“ heißt ja im „Gegensatz“ oder „gegenüber“.

Die Frage bezieht sich somit auf alle Parkplätze im öffentlichen Raum. Hier differenzieren wir zwischen Parkplätze im Innenstadtbereich und außerhalb dieses Bereiches. Wir beleuchten daher die Situation im Innenstadtbereich, da dies in der Hauptsache das Handlungsfeld eines Stadtrates betrifft. Grundsätzlich brauchen wir bei den aktuellen Lebensumständen solche Parkplätze. In Heinsberg (und auch anderen Orten) müssen die Parkplätze im öffentlichen Raum reduziert werden. Dazu gehört aber auch, dass ausreichende Parkplätze im Stadtrandbereich zur Verfügung gestellt werden. Von hier muss ein entsprechender Buspendelverkehr zur Innenstadt vorhanden sein. An diesen Parkplätzen muss auch ein entsprechender Fahrradverleih vorhanden sein. Auch Lastenfahrräder. Busse sollten elektrifiziert sein oder auf Wasserstoffbasis fahren. Die Fahrrad- und Fußwege in die Innenstadt müssen entsprechend ausgebaut sein. Dies muss begegnungsfrei zum motorisierten Individualverkehr sein. Ähnlich wie in den Niederlanden oder Kopenhagen. Die Unfallgefahr wird dadurch reduziert. Gut ausgebaute Fuß- und Radwege erhöhen deutlich die Attraktivität und Lebensqualität in der Innenstadt und reduzieren signifikant Abgas- und Geräuschemissionen. Dies alles ist durch eine Stadtplanung zu erarbeiten, die den Namen verdient. In Heinsberg gibt es keine Generalstadtplanung, die langfristig und zukunftsorientiert ist. Sichere Rad- & Gehwege vs. Parkplätze im öffentlichen Raum in Heinsberg sind nur zu schaffen, wenn man endlich eine Stadtplanung durchführt, in der alle Beteiligten berücksichtigt werden. Das, was wir bisher haben, ist Flickwerk und verwaltungsbetont, ohne allen Nutzern gerecht zu werden.

Bürgermeister CDU: Kai Louis

Der CDU liegt viel an einer zukunftsfähigen Stadt- und Verkehrsentwicklung, in der die Anforderungen der verschiedenen Interessengruppen – Anwohner, Gewerbetreibende, Besucher, Touristen – in Einklang gebracht werden. In einer historisch gewachsenen Stadt ist dies eine ebenso komplexe wie komplizierte verkehrstechnische Herausforderung. Auf Initiative der CDU-Fraktion wurde daher bereits in der laufenden Legislaturperiode durch die Verwaltung ein Ingenieurbüro für Verkehrsplanung beauftragt, welches auf solche Aufgaben spezialisiert ist. Die Aufgabenstellung lautet, ein Konzept für ein Radwegenetz zu entwickeln, bei dem die Radfahrer sicher und komfortabel von Ort zu Ort und in die Kreisstadt fahren können. Dabei stehen alle Radfahrergruppen gleichermaßen im Blickpunkt. Ein besonderes Augenmerk soll aber auf die Sicherheit der Schulwege gelegt werden, da die Kinder und Jugendlichen in manchen Monaten schon im Dunklen zu den Schulen fahren müssen (s. auch Frage 5). Grundsätzliches Ziel für die Innenstadt ist es, mehr Bürgerinnen und Bürger zu bewegen, mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren. Dazu bedarf es eines klaren Wegenetzes mit entsprechender Beschilderung und geeigneter Abstellplätze für die Räder.

Bürgermeister SPD: Jochen Lintzen

Sichere Rad und Gehwege und Parkplätze anderseits empfinde ich nicht zwangsläufig als Widerspruch. Ich glaube nicht dass es hierzu nur eine Lösung geben wird und geben kann. Zu unterscheiden ist zwischen Parkbuchten oder größeren Parkplätzen. Bei Parkbuchten ist darauf zu achten, dass diese seitlich zum Rad und Gehweg angelegt sind und zu öffnende Türen nicht in diesen Bereich ragen können. Bei größeren Parkplätzen ist die Ein- und Ausfahrt oft der Bereich der Gefahrenpotential in sich birgt. Hier sollte man, sofern dies noch nicht geschehen ist, diesen farblich gestalten. Die Ein-und Ausfahrt muss sowohl für Fußgänger und Radfahrer als auch für Autofahrer gut einsehbar und nicht von Bäumen, Sträuchern oder Beschilderungen verdeckt sein.

 

2. Der Unterschied zwischen Tempo 30 und Tempo 50 kann im Unfall den entscheidenden Unterschied zwischen Unversehrtheit und schwersten Verletzung ausmachen. Wie stehen Sie dazu, zur Sicherung der Nahmobilität (Fußgänger und Fahrradfahrer) innerorts Tempo 30 einzuführen?

CDU

Die CDU sieht den Zusammenhang zwischen einer Temporeduzierung und der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Außerdem senkt eine geringere Fahrgeschwindigkeit der PKW die Geräuschemissionen.  Aus diesen Gründen haben sich verschiedene CDU- Ortsvorsteher in den vergangenen Jahren an vielen Stellen des Stadtgebietes (z.B. Randerath, Oberbruch, Heinsberg) bereits für die Einführung von Tempobegrenzungen erfolgreich eingesetzt. Diese Maßnahmen müssen aber individuell und differenziert geprüft werden, da es ja durchaus auch innerörtliche Straßen gibt, für die ein Tempolimit 30 eine unangemessene Beschränkung des Autoverkehrs darstellen würde. Die CDU beabsichtigt hingegen nicht die Einführung einer autofreien Stadt. Ein ausgewogenes und zukunftsfähiges Mobilitätskonzept erfordert einen ausgeglichenen Mix der verschiedenen Verkehrsmittel.

Grüne

Zunächst einmal kann ich mich nur zu den Gegebenheiten in Heinsberg positionieren. Ihre Frage zeigt mir, dass Sie sich offensichtlich mit den Gegebenheiten in Heinsberg nicht auseinandergesetzt haben. In der Heinsberger Innenstadt besteht ""Schritttempo"", was eine Diskussion über eine Tempo 30-Regelung an diesen Stellen überflüssig macht. Weiter ist vor allen Schulen und Kitas im gesamten Stadtgebiet Tempo 30 vorgeschrieben. Damit ist auch die innerstädtische Westpromenade überwiegend zur 30er-Zone deklariert. Wir würden uns auch einer Tempo 30-Regelung an potenziellen Gefahrenpunkten, zusätzlich vor Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern oder in reinen Wohngebieten nicht verweigern und diese sogar forcieren, allerdings halte ich eine generelle innerörtliche Regelgeschwindigkeit von 30 weder aus Sicherheits- noch aus Umweltgründen für zielführend. Im Gegenteil: Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen führt zu erhöhtem Ausweichverkehr und scheint auch nach diversen verkehrstechnischen Untersuchungen ökologisch nicht sinnvoll zu sein, auch wenn es dazu unterschiedliche Auslegungen gibt. In Heinsberg besteht übrigens auch die Regelung, dass Radfahrer entgegen den Einbahnstraßen fahren dürfen. Grundsätzlich ist dies zu begrüssen, allerdings birgt diese Regelung an manchen Stellen auch ein gewisses Gefahrenpotenzial in sich. Hier müssen diese Gefahrenstellen ""entschärft"" werden. Dies halte ich persönlich für wichtiger, als über ein generelles Tempolimit von 30 zu diskutieren.

FW

Wenn die Vorschläge aus der Antwort zu Frage 1 umgesetzt würden, würde eine direkte Begegnung von Fahrradfahrern/Fußgänger mit dem motorisierten Individualverkehr auf ein geringes Maß reduziert.  Diesegeringen Begegnungsorte sind sicherlich temporär auf geringe Geschwindigkeiten einzurichten. Leider existiert bei Tempo 30 ein ungünstiger Lastbereich bei Verbrennungsmotoren, der die Abgase deutlich gegenüber Tempo 50 ansteigen lässt. Der Begegnungsverkehr zwischen Fahrrädern und Fußgängern ist also ddrastisch zu reduzieren. In kritischen Bereichen soll eine temporäre Reduzierung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 erfolgen.

Bürgermeister CDU: Kai Louis

Die CDU sieht den Zusammenhang zwischen einer Temporeduzierung und der Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern. Außerdem senkt eine geringere Fahrgeschwindigkeit der PKW die Geräuschemissionen.  Aus diesen Gründen haben sich verschiedene CDU- Ortsvorsteher in den vergangenen Jahren an vielen Stellen des Stadtgebietes (z.B. Randerath, Oberbruch, Heinsberg) bereits für die Einführung von Tempobegrenzungen erfolgreich eingesetzt. Diese Maßnahmen müssen aber individuell und differenziert geprüft werden, da es ja durchaus auch innerörtliche Straßen gibt, für die ein Tempolimit 30 eine unangemessene Beschränkung des Autoverkehrs darstellen würde. Die CDU beabsichtigt hingegen nicht die Einführung einer autofreien Stadt. Ein ausgewogenes und zukunftsfähiges Mobilitätskonzept erfordert einen ausgeglichenen Mix der verschiedenen Verkehrsmittel.

Bürgermeister SPD: Jochen Lintzen

Dort wo Tempo 30 wichtig ist wie an Schulen oder Kindergärten ist dies schon eingeführt. Ein generelles einführen von Tempo 30 Zonen sehe ich nicht als zielführend, es muss vielmehr ein Umdenken der Verkehrsteilnehmer stattfinden. Sollten aber neuralgische Gefahrenstellen bekannt werden, so kann die Einführung von Tempo 30 sicherlich ein Lösungsansatz sein."

 

3. Ein Radwegenetz muss geplant, gebaut, beschildert und gepflegt werden ? wie jede andere Verkehrsachse auch. Das kostet Geld und Personal. Welchen Betrag pro Bürger werden Sie im Haushalt für den Radverkehr ansetzen?

CDU

Mit der Erstellung einer Kostenschätzung wurde das Ingenieurbüro (s. Frage 1) beauftragt, da dieses über entsprechende Vergleichszahlen verfügt. Eine Bezifferung der Prokopfausgaben ist derzeit nicht möglich.  Die CDU ist aber selbstverständlich bereit, Haushaltsmittel für diesen Bereich der Stadt- und Verkehrsentwicklung bereitzustellen. Außerdem streben wir hierzu den Einbezug von Förderprogrammen an.

Grüne

Es dürfte Ihnen bekannt sein, dass wir als kleine Fraktion nicht die Hoheit haben gewisse Budgetierungen im Haushalt anzusetzen. Dazu zählt auch der Radverkehr. Dies kann ggf. fraktionsübergreifend in Zusammenarbeit mit der Verwaltung im bereits bestehenden Arbeitskreis Radverkehr diskutiert werden. Im Übrigen macht es keinen Sinn, einen ""Pro-Kopf-Betrag"" für jeden Bürger anzusetzen. Welchen Zweck soll dies haben? Aus den vorstehenden Gründen erübrigt sich eine Antwort auf diese Frage.

FW

Die Frage kann nur unseriös beantwortet werden. Unsere Antwort bezieht sich daher auf die Gesamtfinanzierung. Aktuelle Zahlen über die Mittel, die für den Radwegeausbau und Radwegebetrieb zur Verfügung stehen, sind uns nicht bekannt. Dies werden wir bei der Verwaltung der Stadt Heinsberg anfragen.Grundsätzlich sollen so viele Mittel zur Verfügung gestellt werden, dass unsere Forderungen aus der Beantwortung der ersten beiden Fragen umgesetzt werden können. Klar zu trennen sind hier die unterschiedlichen Zuständigkeitsbereiche. Innerörtliche Verkehrswege und der notwendige Ausbau mit Fahrrad- und Fußwege, wird überwiegend Aufgabe der Städte und Gemeinden sein. Der Ausbau mit Fahrrad- und Fußwege außerhalb von Ortschaften wird Aufgabe der Straßenbaulastträger mit Kreis, Land und Bund sein. Der Ausbau dieser Netze kann daher nicht im Budget einer Kommune angesiedelt sein.

Bürgermeister CDU: Kai Louis

Mit der Erstellung einer Kostenschätzung wurde das Ingenieurbüro (s. Frage 1) beauftragt, da dieses über entsprechende Vergleichszahlen verfügt. Eine Bezifferung der Prokopfausgaben ist derzeit nicht möglich.  Die CDU ist aber selbstverständlich bereit, Haushaltsmittel für diesen Bereich der Stadt- und Verkehrsentwicklung bereitzustellen. Außerdem streben wir hierzu den Einbezug von Förderprogrammen an.

Bürgermeister SPD: Jochen Lintzen

Dies ist nicht an einen Betrag pro Bürger fest zu machen. Im Rat der Stadt Heinsberg ist ein Arbeitskreis Radwegenetz gegründet worden dem alle Fraktionen angehören. Die Ergebnisse dieses Arbeitskreises sind abzuwarten. Der Ansatz muss sein die erarbeiteten Vorschläge zeitnah auf den Weg zu bringen. Das Land  NRW fördert zudem „Radvorrangrouten“. Inwiefern die Stadt Heinsberg aus diesem Fördertopf etwas beantragen kann wird sicherlich auch ein Ergebnis des Arbeitskreises sein."

 

4. In der öffentlichen Meinung wird das Fahrrad noch häufig eher als ein Freizeitsportgerät angesehen und als Verkehrsmittel unterschätzt. Mit welchen Maßnahmen werden Sie in der Öffentlichkeit für das Fahrrad werben?

CDU

Die CDU beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Thema „Radwegenetz“. Regelmäßig führen wir Besichtigungen der Radwege etc. durch. Auf unseren Informationskanälen berichten wir auch über unsere Aktivitäten in diesem Bereich. Gerne würden wir künftig zudem auf der Homepage der Stadt Heinsberg entsprechende Hinweise auf das Radwegenetz, seinen Ausbau und aktuelle Baumaßnahmen veröffentlichen.

Grüne

Natürlich wird das Fahrrad oftmals als Freizeitsportgerät angesehen, allerdings scheint sich dies aus meiner Sicht so langsam mehr und mehr zu wandeln und das Fahrrad als Verkehrsmittel immer beliebter und attraktiver zu werden. Aus diesem Grund erschliesst es sich mir nicht, warum in der Öffentlichkeit Werbemaßnahmen für das Fahrrad nötig wären. Statt Werbung sehe ich mehr die Notwendigkeit, in infrastrukturelle Maßnahmen zu investieren, um den Gebrauch des Fahrrades einfacher, problemloser und damit attraktiver zu gestalten. Wenn solche Voraussetzungen geschaffen werden, werden sicherlich auch noch mehr Menschen das Fahrrad benutzen.

FW

Sobald ein deutlicher Ausbau und Instandsetzung des Radwegenetzes mit entsprechender Beschilderung erfolgt ist, wird die Attraktivität zu dessen Nutzung ebenfalls deutlich ansteigen und bedarf kaum neuer Werbung. Es können natürlich zur Initialzündung Kaufprämien, wie beim motorisierten Individualverkehr, angeboten werden. Hierzu gehören natürlich auch Lastenfahrräder oder elektromotorunterstützte Fahrräder. Die beste Werbung wird aber sein, wenn sich Arbeitgeber, Geschäftsleute, Handel und Tourismus auf den Personenkreis mit Fahrrädern einstellen. Hierzu gehören entsprechende Abstellflächen, Reparaturservice (auch mobiler), Sanitärräume (z.B. mit Wasch- und Duschgelegenheiten), Leihsysteme, Trockenräume für nasse Kleidung und z.B. auch Liefersysteme im Handel bei großen oder sperrigen Gütern. Die beste Werbung für uns ist ein attraktives Angebot. Dies muss geplant werden, wie wir dies bei der Beantwortung zur Frage 1 beschrieben haben.

Bürgermeister CDU: Kai Louis

Die CDU beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Thema „Radwegenetz“. Regelmäßig führen wir Besichtigungen der Radwege etc. durch. Auf unseren Informationskanälen berichten wir auch über unsere Aktivitäten in diesem Bereich. Gerne würden wir künftig zudem auf der Homepage der Stadt Heinsberg entsprechende Hinweise auf das Radwegenetz, seinen Ausbau und aktuelle Baumaßnahmen veröffentlichen.

Bürgermeister SPD: Jochen Lintzen

Das Radfahren fördert die Gesundheit und schont unsere Umwelt. Somit ist festzuhalten, dass das Fahrrad viel mehr als nur ein Freizeitsportgerät ist. In vielen Firmen werden Businessbike´s angeboten. Hier übernimmt der  Arbeitgeber einen Teil der Anschaffungskosten. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auch ein Thema für städtische Mitarbeiter/innen sein könnte und in Heinsberg Vorbildcharakter hätte. Am Rande möchte ich darauf hinweisen, dass die SPD Fraktion bereits am 16.06.2016 einen Antrag zur Errichtung einer Fahrradwache in der Heinsberger City gestellt hat. Leider wurde der Antrag durch die CDU Mehrheitsfraktion abgelehnt.

 

5. Ein steigendes Problem ist das Eltern-Taxi-Aufkommens vor Schulen bzw. Kindergärten. Wie stehen Sie zu diesem Thema und wie werden Sie damit umgehen?

CDU

Seitens der CDU unterstützen wir alle Maßnahmen, die dieses Gefährdungspotential reduzieren (z.B. Halteverbote und Verweise auf entferntere Haltepunkte). Wir hoffen, dass perspektivisch mehr Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wenn die Wegequalität besser wird und die Unterbringung der Räder an allen Schulen optimiert wird. Wichtig ist zudem, dass wir als Erwachsene den Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt auch als gutes Beispiel vorangehen und auch häufiger das Rad als Verkehrsmittel nutzen. So kommen beispielsweise viele Mandats- und Funktionsträger der CDU zu Sitzungen mit dem Rad und nutzen dies auch sonst oft. Nennenswert ist auch das vom Netzwerk Mobilität NRW initiierte Projekt „Gehspaß statt Elterntaxi“ das vom CDU Ortsverband Dremmen in Verbindung mit dem Ordnungsamt der Stadt Heinsberg aufgegriffen und mit großem Erfolg bereits im letzten Jahr mit der Marienschule umgesetzt wurde.

Grüne

Zunächst eine Gegenfrage: Was hat dies primär mit dem Thema ""Radverkehr"" zu tun? Ich sehe den Hol- und Bringservice vor Schulen durchaus skeptisch, allerdings kann man den Eltern keine Vorschriften machen, dies zu unterlassen. Wo immer möglich sollte der Schülertransport mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. im Rahmen des Schülerspezialverkehrs erfolgen. In diesem Zusammenhang wäre auch das Fahrrad oftmals eine Alternative für Schüler*innen, Ihren Schulweg damit zu bewältigen. Bei den jüngeren Schüler*innen kann dies allerdings auch problematisch sein, je nach Verkehrssituation und Wetter. Die Benutzung eines Fahrrades für den Schulweg setzt aber auch voraus, dass die Eltern dies Ihren Kindern zutrauen. Bei weiterführenden Schulen sind die weiteren Entfernungen oftmals problematisch, sodass das Fahrrad als Alternative wegen Fahrzeit und ggf. Wetterlage nicht so schnell in Betracht kommt. Bei Kitas ist dies ein anders Problem, da man die Kinder nicht einfach in den nächsten Bus setzen kann. Darüber hinaus muss auch der Situation Rechnung getragen werden, dass durch zentral errichtete Kitas in Einzelfällen auch weitere Strecken zu bewältigen sind, was mit dem Fahrrad insbesondere bei regnerischem Wetter ggf. auch problematisch sein kann. In diesem Zusammenhang möchte ich noch erwähnen, dass durch die Polizei (Verkehrsdienst/Verkehrsberater) an den Grundschulen schon seit Jahren unter dem Schlagwort ""Verkehrssicherheitsarbeit/Grundschule"" der sichere Schulweg u. a. mit dem Fahrrad durchgeführt wird. In den 3. und 4. Schulklassen gehört die Fahrradausbildung mit abschließender Prüfung zum Unterricht. dieser wird durch einen Verkehrssicherheitsberater in Unterstützung mit den Eltern und Lehrern durchgeführt. Natürlich sollte, wo immer möglich, der Hol- und Bringservice stark reduziert - und über die Alternative Fahrrad nachgedacht werden.

FW

Dies stellt ein gravierendes Problem, auch was die Unfallgefahr durch wild kurzparkende Autos betrifft, dar. Hier muss mittels sicherer Rad- und Fußwege und durch Verbote jeglichen Parkens vor Schulen und Kindergärten das Problem gelöst werden. Mögliche Parkplätze bei Kindergärten um Eltern das Bringen Ihrer Kinder per Auto zu ermöglichen sollen mit entsprechender Entfernung zum Kindergarten erfolgen. Fahrradabstellanlagen sind in ausreichender Zahl zu erstellen. Auch für Sonderfahrräder, wie Lastenfahrräder oder Dreiräder. Der Weg vom legalen PKW-Parkplatz bis zum Kindergarten oder einer Schule für Eltern ist in einer Entfernung zu erstellen, dass das Bringen mit Fahrrädern attraktiver ist. Sichere Parkmöglichkeiten sind nie direkt vor Schulen oder Kindergärten. Die Überwachung ist permanent durch das Ordnungsamt durchzuführen. Der Gesetzgeber (Land oder Bund) soll das Parken oder Halten in den Verbotszonen drastisch verteuern. Das Halten im Halteverbot vor Kindergärten und Schulen stellt eine Gefahr für uns alle dar. Es geht um die Sicherheit aller Kinder. Interessierte können sich beim Fraktionsvorsitzenden Walter Leo Schreinemacher unter 0172 7520094 oder per Mail unter schreinemacher@fw-kreis-heinsberg.de melden.

Bürgermeister CDU: Kai Louis

Seitens der CDU unterstützen wir alle Maßnahmen, die dieses Gefährdungspotential reduzieren (z.B. Halteverbote und Verweise auf entferntere Haltepunkte). Wir hoffen, dass perspektivisch mehr Schülerinnen und Schüler mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wenn die Wegequalität besser wird und die Unterbringung der Räder an allen Schulen optimiert wird. Wichtig ist zudem, dass wir als Erwachsene den Kindern und Jugendlichen in unserer Stadt auch als gutes Beispiel vorangehen und auch häufiger das Rad als Verkehrsmittel nutzen. So kommen beispielsweise viele Mandats- und Funktionsträger der CDU zu Sitzungen mit dem Rad und nutzen dies auch sonst oft. Nennenswert ist auch das vom Netzwerk Mobilität NRW initiierte Projekt „Gehspaß statt Elterntaxi“ das vom CDU Ortsverband Dremmen in Verbindung mit dem Ordnungsamt der Stadt Heinsberg aufgegriffen und mit großem Erfolg bereits im letzten Jahr mit der Marienschule umgesetzt wurde.

Bürgermeister SPD: Jochen Lintzen

Auch hier kann es keinen Königsweg geben, Viele Eltern bringen auf dem Weg zur Arbeit die Kinder mit dem Auto zur Schule oder Kindergarten. Hinzu kommt, dass es dank der Mehrheitsfraktion nicht mehr in jedem Ort eine Schule gibt oder den passenden Kindergartenplatz. Gerade beim Kindergarten ist es oft so, dass man auf einen Platz außerhalb des eigenen Wohnortes angewiesen ist. Dort ist gar nicht zu vermeiden, dass Eltern das Kind mit dem Auto bringen und abholen. Ähnliches gilt zum Teil für die Grundschulen. Hier ist an das Verständnis und die Einsicht der Eltern zu appellieren nicht für „kurze Wege“ das Auto zu benutzen.

 

 

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