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Review Stadtradeln in Erkelenz

13.11.17
Kategorie: Heinsberg

Beim Debüt erreichte Erkelenz bereits Platz 112 der 620 teilnehmenden Kommunen in der Kategorie "meiste Kilometer je Teilnehmer"

In der Zeit vom 18. Juni – 08. Juli 2017 bat der Klimaschutzmanager der Stadt Erkelenz, Oliver Franz alle Bürger, die in Erkelenz wohnen, dort zur Schule/Arbeit gehen oder einem Verein angehören, möglichst das Fahrrad dem Auto vorzuziehen. „Mit dem Stadtradeln versuchen wir ein Zeichen für eine nachhaltige Form der Mobilität zu setzen. Fahrradfahren ist nachhaltig in Sachen Umwelt- und Klimaschutz, fördert die Gesundheit und wenn man es im Team betreibt auch die Gemeinschaft.“

Sehr gerne unterstützten wir diese Aktion und organisierten zwei Eröffnungsradtouren im Rahmen des Lambertusmarktes. Die jüngsten Stadtradler fuhren mit ihren Familien zum Spielplatz in Neu-Immerath. Sie konnten erleben, dass es über die verkehrsarmen Wirtschaftswege möglich ist, gemeinsam mit allen Freunden und deren Eltern den Weg zurückzulegen und dabei viel Spaß zu haben. Herr Bürgermeister Jansen begleitete die Tour mit ca. 70 Radlern einmal durch einen Teil des Erkelenzer Umlandes. Dabei fuhren wir u .a. zum Rittergut Wildenrath, wo uns durch die Mönchengladbacher Freunde symbolisch die Stadtradelnfahne übergeben wurde.

(Foto: Meenga, v.r. Peter Jansen, Bürgermeister der Stadt Erkelenz, Conny Boxberg, ADFC Heinsberg e.V. und Dirk Rheydt, ADFC Mönchengladbach e.V.)

Während der nächsten 3 Wochen fanden sich 243 Radfahrer in 22 Teams wieder. Insgesamt wurden 67.494 km für ein gutes Klima in Erkelenz erradelt. Auch wenn nicht jeder einzelne Kilometer tatsächlich eine Autofahrt ersetzt hat, wurden doch einige Menschen inspiriert, die eigene Mobilität zu überdenken. Tatsächlich wurden E-Bikes häufiger für den Dienstweg eingesetzt und Einkäufe mit dem Rad erledigt. Wir sind davon überzeugt, dass ein Teil dieser Entwicklungen sich auch nach den drei Aktionswochen weiter fortsetzen wird.

Zu Recht stolz ist die Stadt Erkelenz auf die Teilnahme zweier Kindergärten – besonders herausgestellt sei der städt. Kindergarten „Adolf-Kolping-Hof“. Die begeisterte Radlerin Christiane Kubatta leitet diesen Kindergarten und macht mit den „Schulkindern“ monatliche Radtouren, damit sie zum Schulbeginn sicher im Sattel sitzen. So war es eine logische Konsequenz, dass dort fleißig in die Pedale getreten wurde. Die 18 Teilnehmer (ErzieherInnen, Kinder und Eltern) legten insgesamt 4.352 km in den drei Wochen zurück. Dort wird ein guter Grundstein für eine nachhaltige Mobilität gelegt. Wir sind gespannt, welche Schulen im kommenden Jahr darauf aufbauen und mitmachen werden.

Innerhalb der Stadtverwaltung konnten sich 24 Mitarbeiter motivieren, an der Aktion teilzunehmen. Sie erradelten 3.108 Kilometer. Der technische Beigeordnete Ansgar Lurweg beschrieb während der Eröffnungsradtour, welche Freude das Tandem seiner Frau und ihm bereitet. Ausbaufähig ist unseres Erachtens allerdings die Beteiligung der Entscheider im Stadtrat. Die Radler vermissen an manchen Stellen ein gewisses Verständnis – hier wäre eine Möglichkeit, die Brille der radfahrenden Bürger aufzuziehen und die Verkehrssituationen aus diesem Blickwinkel zu erleben.

Belohnt wurde auch jeder 6. Teilnehmer, wenn er etwas Glück hatte: Im Rahmen einer Abschlussverantstaltung verloste Oliver Franz unter allen Teilnehmern über 40 Gutscheine von ortsansässigen Fahrradhändlern.

 


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