Aktuelles

Gute Vorsätze für 2018

02.04.18
Kategorie: Heinsberg

Was erwarten wir von den Kommunen im aktuellen Jahr?

 

Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse des Fahrradklimatests veröffentlicht. Nun wollen wir einmal zusammenfassen, wie die Kommunen mit diesen Ergebnissen umgehen:

Erkelenz:

Die Mitgliedschaft in der AGFS läuft im kommenden Jahr aus. Wir freuen uns, dass Erkelenz die Vorteile dieser Gemeinschaft erkannt hat und einen Folgeantrag zur Mitgliedschaft stellen wird. Erfreulich ist, dass die Stadt bei einigen Entscheidungen zu Nachbesserungen bereit ist – Beispiel Bushaltestelle auf dem Radweg an der Nordpromenade. Auch freut es uns, dass bei Baustellen an Hauptradrouten immer öfter an eine akzeptable Umleitungsbeschilderung gedacht wird.

   


Warum erhält die Stadt von den Fahrradfahrern aber dennoch gerade mal ein schlechtes Befriedigend bis gutes Ausreichend? Am Marktplatz werden dringend gute Möglichkeiten benötigt, um Fahrräder geordnet anzuschließen. Wir sind gespannt, wann die Stadt bereit ist, durch die Umwidmung von zwei Kfz-Parkplätzen für 10 – 20 Fahrräder Platz zu schaffen. Auch werden an vielen Stellen die Fahrradfahrer auf zu schmale Radwege gezwungen, die diese noch mit dem Fußverkehr teilen müssen. Dies gefährdet sowohl die Fahrradfahrer als auch die Fußgänger und sorgt hauptsächlich für freie Fahrt für den Kfz-Verkehr. Schade ist ebenfalls, dass entgegen jedem Standard Fahrradfahrern bei Kreisverkehren die reguläre Vorfahrt vorenthalten wird.

   

Bürgermeister Jansen hat in der Neujahrsansprache treffend festgestellt, dass bis 2032 die Babyboomer-Generationen in Rente gehen werden. Wir finden, es ist an der Zeit sowohl den Schülern als auch der älteren Generation direkte, sichere und komfortable Wege in die Innenstadt zu ermöglichen.

Geilenkirchen:

Am 26.10.16 hat der Rat der Stadt Geilenkirchen beschlossen:

„Der Rat der Stadt Geilenkirchen sieht die Möglichkeit einer ganzheitlichen Förderung des Radverkehrs in Geilenkirchen und beauftragt die Verwaltung, eine umfangreiche Bestandsaufnahme der städtischen Radwege durchzuführen.

Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten und Voraussetzungen für ein Strategiekonzept als Handlungsgrundlage zur Förderung des Radverkehrs zu recherchieren.

Dazu wird die Verwaltung Kontakt mit dem ADFC Kreis Heinsberg e.V. aufnehmen mit dem Ziel einer fachlichen, qualifizierten, kostenfreien Beratung.“

Wir berichteten in der Frühjahrsausgabe 2017 über unsere Vorstellungen von dieser Zusammenarbeit. Mittlerweile liegen uns die Ergebnisse der Stadtverwaltung vor. Wir vom ADFC nahmen die Pläne der Stadtverwaltung zur Kenntnis, äußerten aber auch bei zahlreichen Detailplanungen, dass wir andere Lösungen vorziehen. Alle unsere Einwände wurden bei diesem Treffen zurückgewiesen. Es fehlen Konzepte zur Radwegepflege und zur Öffentlichkeitsarbeit. Weiterhin wurden Benutzungspflichten nicht aufgehoben, obwohl die erforderlichen Mindestbreiten fehlen, und Freigaben von Einbahnstraßen mit fragwürdigen Argumenten verhindert.

Zunächst möchten wir betonen, dass es uns nicht darum geht, die Radfahrer auf die Straße zu bringen. Auch wir sähen gerne, wenn die Radfahrer ausreichend breite und gute Radwege mit klarer Führung benutzen könnten.

Wegberg:

In Wegberg gibt es seit 2002 ein Fahrradwegekonzept, welches an mehreren Stellen noch auf seine Umsetzung wartet. In den Folgejahren wurde die Thematik immer wieder angesprochen, aber fand nicht wirklich den Durchschlag auf die Straße. Dies spiegelte sich in den Kommentaren der Teilnehmer und dem Gesamtergebnis des Fahrradklimatestes deutlich ab. Hoffnungsvoll blicken wir auf die Entwicklungen, dass in der Politik und in der Verwaltung der Handlungsbedarf erkannt worden ist. Es bildet sich eine Arbeitsgruppe, die eruieren wird, wie in der angespannten Haushaltslage mit der Thematik idealerweise umgegangen werden kann. Erfreulich ist die Einsicht, dass eine Schulwegsicherung für unsere jüngsten Mitbürger eine hohe Priorität erhalten muss. Der ADFC Kreis Heinsberg e.V. hat auch davon abgeraten, ein losgelöstes Radwegekonzept zu erstellen: Wir sind der Meinung, dass sämtliche Verkehrsteilnehmer nebeneinander geplant werden müssen, wenn keine permanenten Interessenskonflikte dem Erfolg im Wege stehen sollen. Es wäre schade, wenn Gelder für den Radverkehr statt zur Pflege bzw. zum Ausbau des Radwegenetzes in das Lippenbekenntnis einer Konzepterstellung fließen würden.

Loben möchten wir die Stadtverwaltung jedoch für folgendes Versprechen: Wenn Bürger über die „Wegberg“ App Schäden, fehlende Markierungen etc. mit einem Foto melden, wird die Verwaltung dies an die entsprechenden Stellen weiterleiten. Das ist unabhängig davon, ob es der eigene Bauhof oder der Landesbetrieb Straßen.NRW ist. So stellen wir uns eine bürgerfreundliche Verwaltung vor. Teilen Sie uns mit, wie Ihre Erfahrungen mit dieser App sind, wir sind sehr gespannt!

 

Ergebnisse des Fahrradklimatest sind unter www.fahrradklima-test.de nachzulesen.


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