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ADFC Kreis Heinsberg oder wie küssen wir Dornröschen wach

25.02.16
Kategorie: Heinsberg

Einige Leser aus dem Kreis Heinsberg werden sich wundern, warum sie die Rad am Niederrhein per Post zugestellt bekommen. Was soll das, woher haben die meine Adresse oder warum bekomme ich die erst jetzt?!

Es sind die ADFC Mitglieder aus dem Kreis Heinsberg, welche zukünftig dreimal im Jahr diesen kostenlosen Service in Anspruch nehmen können. Für alle anderen Interessierten liegt die Zeitschrift in diversen Fahrradgeschäften im Kreisgebiet aus.

Leider gibt es derzeit keinen Aktivenkreis des ADFC im Kreis Heinsberg. Als Ansprechpartner wird auf der Internetseite an den Landesverband verwiesen - aber was kann man aus Düsseldorf bewirken oder ausrichten? Es ist ja als Einwohner schon fast unmöglich einen Überblick über das Kreisgebiet zu erlangen.  Mit seiner Ausdehnung von 42,8 Kilometern in west-östlicher Richtung und 32,6 Kilometern in nord-südlicher Richtung gehört der Kreis Heinsberg zu den mittelgroßen Flächenkreisen in Nordrhein-Westfalen mit einer Fläche von knapp 630 KM².

Als Fahrradfahrer hat man durch die geographische Lage natürlich auch einen riesigen Vorteil: Sind doch 78 KM der 171 KM langen Kreisgrenze gleichzeitig die deutsch-niederländische Grenze. Z.B. ist das Knotenpunktnetz, das in anderen Regionen gerade hart erkämpft wird, seit mehr als 10 Jahren bereits etabliert- Der Heinsberger Tourist Service e.V. pflegt das 500 KM umfassende "Radwegenetz". Von den 90 vorhandenen Knotenpunkten im Kreis Heinsberg sind 25 mit Knotenpunktnetzen aus Nachbarregionen vernetzt. An jedem Knotenpunkt befindet sich eine Tafel, die es jedem leicht macht, sich zu orientieren.
Soweit so gut - für die Freizeitradler. Das ist auch prima, aber reicht uns das?

Warum nutzen im Kreis Heinsberg so wenige das Fahrrad, obwohl hier ein so gut ausgeschildertes Radwegenetz vorliegt? Wie sieht es morgens um 8 Uhr vor den Schulen aus? Können Schulkinder ihren Schulweg selbständig zurücklegen oder ist das Verkehrschaos auf Grund eines erhöhten "Elterntaxiaufkommens" zu unübersichtlich für I-Dötzchen? Sind die "Radwege" aus dem beschriebenen Knotenpunktnetz tatsächlich Radwege oder eher Wege, die man mit dem Fahrrad relativ gut fahren kann? Wird man als Fahrradfahrer überhaupt wahr- bzw. ernstgenommen oder überlässt man dem Autoverkehr lieber die Vorfahrt, weil der Blick auf Fahrradfahrer in den Städten und Gemeinden noch nicht wirklich geschult ist?


Wir - das sind Christiane Kubatta und ich Cornelia Boxberg - möchten gerne im Kreis Heinsberg die Fahrradfahrer wieder enger zusammenbringen. So kann man in Städten wie Mönchengladbach, Köln und Wuppertal beobachten, was organisierte Fahrradfahrer bewirken können. Christiane ist eine erfahrene Fahrradtourenleiterin. Sie wird regelmäßig Fahrradtouren anbieten. Ich werde mich anfangs darauf konzentrieren, Stammtische zu moderieren und ggf. anfallende Verwaltungstätigkeiten zu übernehmen.

Wer Lust hat über Fahrradthemen zu klönen, gemeinsame Fahrradtouren zu unternehmen, Fahrradaktionen zu organisieren, ist herzlich eingeladen an unserem Fahrradstammtisch oder an unserer Mitgliederversammlung teilzunehmen.

Wir freuen uns auf Euch und das was im Kreis Heinsberg entstehen wird!


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