Die Forellentour

Im Jahr 2018 hat der ADFC Ratingen eine neue Tourart eingeführt:
die Forellentour!

Der Zweck der Tour war nicht das Fahrrad. Aber das Fahrrad war das Mittel. Und der Zweck heiligt eben manchmal die Mittel.

Der Zweck: die Forellenzucht am Doppenbergweg.
Das Mittel: eine eigentlich zu kurze Strecke für eine Halbtagestour.
Man umgeht das Problem, wenn sie erst einmal fast komplett um Ratingen herumführt (soll ja eine Tour sein).

Sinn war eben nicht - jedenfalls nicht vorrangig! - die Fahrradtour.
Die Forellen, frisch geräuchert direkt aus dem Räucherofen lockten.

Die Tour wurde so gut angenommen, dass kurzentschlossen gefordert wurde, sie zu einer Dauereinrichtung zu machen.


Die Premiere: die Forellentour 2018 - 40 zufriedene Teilnehmer

Um 11 Uhr starteten wir am Samstag, den 30. Juni bei herrlichem Wetter und guter Laune vor der VHS im Stadtzentrum. In 2 Gruppen aufgeteilt führte uns unsere Strecke durch waldreiche Wege nach Lintorf und am Angerbach entlang weiter nach D-Lichtenbroich.

 

Am Flughafen vorbei erreichten wir dann den Grünen See auf der Südseite. Sonnenschein und Wald, so ließ sich die Temperatur gut ertragen.

Erhard Töpfer hatte die Fahrradtour geplant – erst Richtung Westen und dann einmal um den Süden von Ratingen herum als leicht sportlichen Einstieg in den genüsslichen Teil unserer Forellentour, der uns schon bald erwarten sollte.

Über den Voisweg erreichten wir die Mettmanner Str., nach etwa einem Kilometer und einer kleinen Steigung bogen wir in den Doppenbergweg ein. Unser Ziel fanden wir unter herrlichen Bäumen mit wohligem Schatten und bei leichtem Fisch-Buchenrauch.

Hier begrüßte uns Herr Brüster und bot uns als Einstieg eine Führung an. Wir erfuhren viel über die Fischzucht und die Versorgung seines Teiches. Mit 2 Jahren erhält er die Bio-Jungfische aus dem Sauerland – übrigens nur weibliche Tiere – das löste unterschiedliche Kommentare aus!

„Unsere Forellen im Rauch heute sind etwa 2 bis 3 Jahre im Teich herangewachsen, also schon einige Zeit hier heimisch gewesen – und das ganz ohne männliche Begleitung!“

Inzwischen waren die Forellen im Räucherschrank fertig zum Verzehr.

Aber wie trennt man eine Forelle fachmännisch von Haut und Gräten?

Herr Brüster zeigt uns das Handwerk, verbunden mit wertvollen Tipps auch für eine spätere Lagerung zu Hause.

Zu einem besonderen Ereignis wurde dann die Übergabe einer „Back-Forelle“ an Sabine. Erhard hatte sie für Sabine zu Hause vorbereitet, in einer handgefertigten Backofenform. Da staunte sogar der Forellenmeister! So bekamen alle ihren Fisch ab!

Als Dank und Anerkennung für einen sehr interessanten Ausflug in das Hobby der Forellenzucht und die Lust, sie dann ofenwarm in gemütlicher Runde zu verspeisen, hatten wir alle unsere Namen in das Jubiläumsbuch „200 Jahre Fahrrad“ mit Dankesworten eingetragen. Der fahrradbegeisterte Herr Brüster war sichtlich erfreut und hat sofort gerne die Verteilung unserer Flyer übernommen.

Erst nach 16 Uhr verließen die letzten zufriedenen Gäste den gemütlichen Platz direkt am Teich und die Fische erhielten dann über den Sprudler wieder ihre Sauerstoffanreicherung.

Die Organisatoren Erhard Töpfer und Jürgen ten Freyhaus sahen bei der Heimfahrt nur in zufriedene Gesichter.

Forellentour? Im nächsten Jahr mit Sicherheit wieder!

Jürgen ten Freyhaus

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