Straßenverkehrsunfälle können im Ergebnis vom Sachschaden über leichte und schwere Verletzungen bis hin zum Tod von Beteiligten führen. Unfallursachen sind außer dem fehlenden Gespür für Gefahrensituationen sowohl Unachtsamkeit und Ablenkung als auch mangelnde Regelkenntnis oder die bewusste Missachtung von Verkehrsregeln.
Hier muss angesetzt werden, um zur Vermeidung von Unfällen das Übel bei der Wurzel zu packen. Um einen „7. Sinn“ für brisante Begegnungen zu entwickeln und diesen entgegen zu wirken, dienen die folgenden Hinweise. Sie können für eine eventuell erforderliche Verhaltensänderung hilfreich sein.

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Sehen und gesehen werden

so lautete ein Artikel in der RP vom  12.12.2015, Untertitel: 13 Verkehrstote im Jahr - Polizei handelt

Dazu schreibt unser Ortsgruppensprecher Georg Blanchot: "Jeder getötete Verkehrsteilnehmer ist einer zuviel. Unfallursachenanalyse, Information und Verhaltensänderung sind dringend erforderlich. Eine wesentliche Ursache ist oft eine unangepasste Fahrweise der Kfz-Lenker bzw. die Beschäftigung mit dem smartphone oder anderen ablenkenden Dingen. Gerade in Zeiten von tief stehender Sonne und frühzeitiger Dunkelheit fordert der Straßenverkehr höchste Aufmerksamkeit von jedem Verkehrsteilnehmer. Erschreckenderweise haben inzwischen bei allen Verkehrsteilnehmergruppen Verkehrsmoral und Regelbeachtung erheblich nachgelassen. Von bestimmten Autofahrern wird das Ampelrotlicht oder der Fußgängervorrang am Zebrastreifen einfach ignoriert. Dabei macht es im Ergebnis einen ggfs. tödlichen Unterschied, ob z.B. ein Fahrrad oder ein tonnenschweres Kfz. auf das Unfallopfer trifft. Deshalb fordert die StVO auch eine angepasste Fahrweise, insbesondere gegenüber den „schwächeren Verkehrsteilnehmern“. „Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist"(§ 3 Abs. 2a StVO).

Den geschädigten Fußgängern und Radfahrern sollte nicht unterschwellig eine Mitschuld wegen schlechter Sichtbarkeit unterstellt werden. Eine einseitige Aufrüstung der potentiellen Unfallopfer durch neue Bekleidungsregelungen kann nicht die vorrangige Lösung sein, zeigen doch die zunehmenden Abbiegeunfälle an Ampelkreuzungen, dass das Kfz die alleinige Unfallursache setzte. Hier hatten die zu Fuß gehenden Opfer Grünlicht an gut ausgeleuchteten Überwegen.“

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