Markierungen für Sehenswertes

Wochenendtouren sind etwas Feines, kein großer Aufwand und sie unterbrechen die Wochenroutine so schön.

Letztes Jahr stieß ich auf die Nordkanal Route, sammelte darüber Informationen und ließ den Plan reifen. Bei der Routenplanung und Vortour wurde dann klar, dass der Nordkanal sehr häufig an Bundesstraßen entlang führt. Solche Strecken wollen Radfahrer ja meiden. Letztendlich kam eine Kombination aus Nordkanal, Niers und Maas Radweg heraus.

Im Schlosspark Neersen

So hat man dann einen abwechslungsreichen Weg zwischen Feldern, durch Wälder und entlang der verschiedenen Flüsse und Seen. Ok, diese Strecke konnte ich also, mit gutem Gewissen, als ADFC Tour anbieten. Um es gleich zu sagen. Ich habe mich ziemlich genau an den gleichen Stellen verfahren wie bei der Vortour.
Aber zurück zum Thema.
Am 03.Juni 2006 starteten wir als 10er Trüppchen vom Kaarster See. Unser erster Tag sollte uns bis Herongen bringen

Die Erlebnisbrücke

as erste Ziel war der Schlosspark Neersen, der Park ist mit seinen alten Bäumen und verschiedenen informativen Spielgeräten eine Pause wert. Das Schloss selber bereitete sich gerade auf die Festspiele vor. Nach einem kleinen Imbiss ging es wieder zurück auf den Nordkanalweg.
Die Niers bietet mit der Erlebnisbrücke eine nette Einrichtung, um vom Nordkanalweg auf den Niers Radweg zu wechseln. Auf breiten Radwegen geht es Richtung Motte Ude bei Grefrath. Kurz vorher nutzten wir einen schönen Rastplatz an einem Niersarm.
  Grefrath selber, mit seinem ruhigen Altstadt, bot sich für ein Mittagspäuschen an.

Nun war die Krickenbecker Seenplatte im Visier. Die Seen sind ehemalige Torfabbaugebiete und inzwischen ein gut gehütetes Naturschutzgebiet. Es lohnte sich den eigentlichen Radweg zu verlassen und einfach mal um die Seen am Krickenbecker Schloss vorbei zum Infozentrum zu fahren.
Bei der Suche nach dem Weg zurück auf unsere Route habe ich mich dann doch ziemlich vertüddelt. Da aber die Gegend schön und die Radwege sehr gut sind, war das nicht wirklich schlimm. Es steigerte eher die Aufmerksamkeit meiner Mitradler für dieses schöne Fleckchen und die Hinweisschilder :-)) .  Da ich mich hier schon bei der Vortour vertan hatte, werde ich es wohl auch in Zukunft so halten. Gelernt ist gelernt.

Ja und dann ging es zum letzten Ziel des Tages, zu unserer Unterkunft in Herongen. Da wir hier gegen 18:00 Uhr eintrafen, hatten wir gemütlich Zeit, um uns frisch zu machen und den Tag mit einem guten Essen zu beenden.

Und dann ist auch schon der 04. Juni.

Langsam wach werden, langsam frühstücken und dann erst mal wieder langsam einfahren.

Obwohl wir schon Juni hatten war es für mich doch der Anfang der Saison und das ließ mich meine Kondition und Sattelfestigkeit auch spüren.

Egal, über den Nordkanalweg geht es direkt nach Venlo. Dort wurden Glockengeläut wir empfangen, wie auch sonst.

Für ein zweites Frühstück war es noch etwas zu früh. Also ging die Fahrt einfach weiter.  Ab Venlo verließen wir die Nordkanal Route endgültig und folgten der Maas. Links ein breiter Uferstreifen als Schutzgebiet, rechts viele Glashäuser für Gemüse und wir in voller Fahrt. Das kann man schon gut aushalten.

Blick auf Kessel

In Kessel angekommen, nahmen wir die Fähre über die Maas, um 13:00 Uhr landeten wir in Reuver. Das nächste Ziel hieß Weißer Stein, die Grenze zwischen Reuver und Bracht.
Von hier bis Kaldenkirchen, unserem letzten Ziel und Abfahrtsbahnhof nach Düsseldorf, lagen maximal 20 km.

Das Naturschutzgebiet ein früheres Munitionsdepot

Wir aber hatten noch genug Kraft in den Beinen, jede Menge Zeit und den unbändigen Willen außergewöhnliche Taten zu vollbringen.  Außerdem schien endlich so richtig die Sonne raus.

Durch das Naturschutzgebiet Brachter Wald, einem ehemaligen Munitionsdepot, radelten wir auf breiten Wegen Richtung Brüggen.

Ja und hier merkten wir dann auch endlich dass Pfingsten war. Die Altstadt von Brüggen, ein einziges Burgfest. Es gab so viele Verkaufstände und Menschen, dass von der Stadt nichts zu sehen war. Aber man konnte ja ein wenig bummeln und später im Jahr wieder kommen.

Der Weisse Stein

Wieder zurück durch den Brachter Wald ging es dann Richtung Kaldenkirchen. Von hier nahmen wir dann den Zug zurück nach Düsseldorf.

Nun, da ich die zwei Tage Revue passieren lasse, kann ich sagen: "Es war wirklich nett."

Diese Tour ist etwas für den Saisonanfang. Wir sind jeweils ca. 60 km in ruhigem Tempo gefahren und hatten jede Menge Zeit, um die Landschaft zu genießen. Die Wege waren in einem gutem Zustand und sehr gut ausgeschildert.br> Aber, was mir immer besonders wichtig ist: wir waren eine gute Gruppe. Obwohl wir uns im Zug nach Kaarst das erste Mal getroffen hatten, kam jeder mit jedem klar. Als Tourenleiterin hat mir diese Atmosphäre natürlich besonders gut gefallen. Hat sie mir doch bei meiner ersten Mehrtagestour geholfen, mich ganz darauf zu konzentrieren, wo ich mich verfahren kann.

Das nächste Mal üben wir das bei Gewitter und Reifenpanne.

Wer kommt mit?

 

Allgemeine Links zur Tour

Fotos: Astrid Lenz / Bettina Kemper

Text: Bettina Kemper

 

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