Nahe - Rhein Tour 05. - 10.Juli 2005

Fahrt nach Türkismühle

1. Tag, Dienstag, 05. 07. 2005

Es heißt früh aufzustehen, denn der Zug geht schon um 7.52 Uhr ab Hauptbahnhof Düsseldorf, zunächst nach Koblenz und weiter nach Ingelheim.

Hier zeigt sich mal wieder die fahrradfreundliche Bundesbahn. Der RE nimmt uns nicht mit, obwohl keine Fahrräder im Zug sind, nur Gepäck( Seesack und Reisetasche). Mit dem "Bummelzug", eine halbe Stunde später, kommen wir mit - sind aber dann mit einer Stunde Verspätung in Türkismühle.

Die Unterkunft auf dem Reiterhof Mühlberghof entschädigt uns für Alles.

Trotz Verspätung radeln wir noch am Bostalsee vorbei zur Nahequelle bei Selbach. Hier wurde die Quelle der Nahe schön umbaut. Sie speist ein noch kleines Rinnsal, dass später zur Nahe wird.

nach Fischbach

2. Tag, Mittwoch 06. 07. 2005

Es regnet und wir brechen gut eingepackt nach dem Frühstück auf. Die Fahrt geht abwärts nach Nohfelden.

Vor Neubrücke geht es dann ziemlich steil bergan in den Rosenwald. Anfangs radeln wir neben der Eisenbahn und der Bundesstraße durch den Wald. Aufgeweichte Waldwege und dann noch eine Steigung auf 410 m, das schlaucht.

Weiter geht es über Birkenfeld, Elchweiler, Niederhambach, Niederbrombach, Kronweiler, Frauenberg nach Idar-Oberstein.
Zwischen Kronweiler und Idar-Oberstein sind schon wieder unsere Beinmuskeln gefordert. Es geht wieder mal bergauf.

Idar-Oberstein mit seinem Schloß und der Felsenkirche ist sehenswert.
Leider ist in diesem Bereich die Nahe unterirdisch geführt. - Schade!!
Nach der Mittagspause geht eben es weiter über Nahbollenbach, Weierbach nach Fischbach.
Unsere Übernachtungspension liegt am "Schindberg" - der höchste Punkt von Fischbach - jetzt ist die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Wir sind total fertig. Das will sich keiner ein zweites Mal antun. 

nach Bad Kreuznach

3. Tag, Donnerstag 07.07.2005

Das Wetter ist trübe, aber trocken. Es geht bergab - welch eine Wohltat.

Ein schöner Radweg führt uns zwischen Bundesstraße und Nahe nach Kirn mit der Kyrburg oberhalb.

Weiter geht es durch das Nahetal. Wir machen Rast in einer Draisinenstation und kommen an einem Freizeitgelände mit Barfußpfad in Bad Sobernheim vorbei.

Zwischen Staudernheim und Niederhausen müssen wir noch einmal kräftig schieben. Weinberge haben eben eine gewisse Höhe.

Wir werden entschädigt durch die wunderschöne Aussicht auf Schloßböckelheim. Hier war früher mal die Grenze zu Bayern.

Nun geht es wieder abwärts, an der Kanustrecke im Leistungszentrum für Kanusport und  dem Felsmassiv Rotenfels vorbei nach Bad Münster am Stein-Ebernburg mit Blick auf die Ebernburg.

Durch das Salinental sind die beiden Kurorte Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach verbunden. Wir erreichen Bad Kreuznach und unsere Unterkunft.

Am Nachmittag ist noch Zeit für einen schönen Spaziergang durch die Weinberge mit herrlichem Blick auf Bad Kreuznach mit der historischen Altstadt und den Brückenhäusern über der Nahe.

nach Boppart am Rhein

4. Tag, Freitag 08.07.2005

Zunächst geht es weiter entlang der Nahe bis zur Mündung nach Bingen.

Kurz vor Bingen überraschen uns Sonnenblumenfelder - das ist ein Halt wert.

Störche nisten auf einem Überlandleitungsmast. Leider ist das für mein Kameraauge zu weit weg.

Aus dem Rinnsal bei Selbach ist bis Bingen ein kleiner Fluss geworden.

Das Wetter ist herrlich.

Nach einer kurzen Rast in Bingen und einem Blick auf den Mäuseturm am Rhein geht es weiter.
Bacherach ist uns eine Kurzbesichtigung wert.
Weiter geht es an der Loreley vorbei (wo ist den die schöne Dame mit dem blonden Haar...?), zum Kaffeetrinken nach St. Goar.
Nun geht es an den schönen Rheinschlössern (Ruine Ehrenfels, Burg Reichenstein, Burg Sonneck, Ruine Fürstenberg, Burg Stahleck, Ruine Nollig) vorbei nach Boppart unserem Etappenziel. Unsere Hotel liegt mitten in der Altstadt. Da ist noch reichlich Zeit zum Bummeln.

nach Linz

5. Tag, Samstag 09.07.2005

Hier kommen wir nicht pünktlich (9 Uhr) in die Pedalen. Ein Mitradler hat einen Schlag im Hinterrad und lässt reparieren. Das dauert…….! Mit 1 ½ Stunden Verspätung und einem neuen Hinterrad geht es dann los.

heute haben wir nur eine kurze Radstrecke bis Koblenz vorgesehen. Das Wetter ist herrlich und wir können ganz gemütlich an der Marksburg, Schloss Stolzenfels und Ehrenbreitstein vorbei zum Deutschen Eck fahren.

Hier haben wir uns ein Schiff gechartert bis nach Linz.

Ne, wirklich, ein ganzes Schiff nur für uns, bis Linz. Acht Fahrräder plus Fahrer plus Besatzung auf einem großen Fahrgastschiff.

Helga sei Dank, ein richtiger Anruf zur richtigen Zeit macht es möglich. Wir fühlen uns wie Onassis.

Wunderbar.

Linz lädt zum Bummeln ein. Wir haben spanisches Wetter und beschließen den Abend in einem spanischen Garten.

nach Köln

 

6. Tag, Sonntag 10. 07. 2005

Pünktlich geht es weiter zu Fähre nach Kripp. Von dort aus radeln wir linksrheinisch an Remagen vorbei (kurzer Halt bei der Brücke von Remagen) und Rolandseck mit dem Rolandsbogen nach Bonn-Mehlem.

Hier haben wir einen schönen Blick auf das Siebengebirge und den Drachenfels.

Nach einer Ruhepause geht es weiter über Bonn-Bad Godesberg, Bonn nach Köln zur S-Bahn nach Benrath.

Diese Strecke ist am Sonntag, bei so schönem Wetter, nicht empfehlenswert. Hier ist der Teufel los - Himmel und Menschen sind unterwegs. Wir kommen mit unserem Gepäck kaum durch.

Deshalb müssen wir in Köln - Rodenkirchen noch mal schnell unsere Füße im Rhein kühlen und sind dann froh, als wir unsere Räder in der S-Bahn verstaut haben.

Ein Plattfuß zwingt in Benrath noch zum Reifenwechsel und dann klingt die Reise in Peter´s Biergarten am Unterbacher See aus.

 

Gerda Richling

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