Fünf - Flüsse - Tour vom 31. Juli – 06.August 2007

Mit dem Zug fahren wir von Düsseldorf über Köln und Nürnberg nach Regensburg. Hier ist Start unserer einwöchigen Radtour.

Zunächst schauen wir uns in der Regensburger Altstadt um. Diese hat einen venezianischen Tatsch, außerdem sehenswerte Kirchen und den Dom. Das Wahrzeichen  ist die steinerne Brücke. Von der Mitte der Mitte der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Donau und auf Regensburg. Ein Imbiss am Salzstadel, neben der steinernen Brücke, mit Sauerkraut und Bratwürstl gehört zur Altsstadt.

Am nächsten Morgen radeln wir wenige Kilometer auf dem Donauradweg bis zur Naabmündung. Nun folgen wir der Naab, eine Flusslandschaft zum träumen, eingerahmt von Hügeln und kleinen Bergen. Gegen Mittag erreichen wir Kallmünz, einen sehenswerten Ort.. Im Cafe „Zum Mauerer“ machen wir Pause. Während wir essen, lauschen wir dem Rauschen und Plätschern des Wassers über die Stromschnellen. Wir verlassen die Naab und radeln an der Vils entlang. Jetzt klicken die Gangschaltungen öfter, doch die Landschaft hat sich kaum verändert. Wir staunen über schönen Blumenschmuck an Balkonen und in Gärten, in blitzsauberen Orten ohne Grafity. Nach ca. 73 km erreichen wir unser Tagesziel Amberg. Sehenswert in Amberg ist das Rathaus mit dem Marktplatz davor,  dazu die Kirchen und Teile der Stadtmauer.

Am dritten Tag verlassen wir hinter Amberg die Vils. Unsere Etappe geht über Salzbach-Rosenberg bis Hersbruck-Kühnhofen. Jetzt wissen wir ganz genau, warum die Orte Am Berg  und Sulzbach – Rosen Berg heißen!!! Wir spüren, die Gangschaltungen sind nur noch so gut wie unsere Kondition. Trotzdem ist uns nicht entgangen, dass zwischen beiden Orten sich Gewerbe, Industrie und Landschaft abwechseln. Der Mittelpunkt von Sulzbach-Rosenberg ist gut aufgerüstetes Mittelalter, was uns beeindruckt hat. So, nach einer Pause geht es weiter. Obwohl eine Bahntrasse in der Nähe ist, radeln wir immer wieder auf und nieder und Puls 130 ist längst überschritten. Wir registrieren dennoch die schöne Landschaft – schnaufff. In einigen Orten, durch die wir radeln, sind uns Häuser mit besonders spitzen Giebeln aufgefallen. Endlich – Hersbruck ist erreicht. Wir schieben die Räder durchs Stadttor und lassen uns im nächsten Cafe in die Gartenstühle fallen. Erst nach der Kaffeepause besichtigen wir den Ort. Der Ortskern ist mittelalterlich, was uns gefällt. Danach geht es in den Ortsteil Kühnhofen, unserem heutigen Quartier, das Beste auf der Fünf-Flüsse-Tour. Noch zu erwähnen, 56 km Berg- und Talfahrt sind geschafft.

Am 3. August radeln wir von Hersbruck nach Nürnberg. Zunächst begleitet der Radweg eine Bahnstrecke. Diesmal ohne Steigung und trotzdem haben wir einen weiten Blick ins Land. Bei Ottensos überqueren wir die Pegnitz und vor Lauf treffen wir das Flüsschen wieder. Auch in Lauf lohnt sich ein Aufenthalt, wegen seines schönen altern Ortskerns und der schmalen Gassen. Danach schwingen wir uns auf die Räder und radeln gen Nürnberg. Zunächst entlang der B14 mit separatem Radweg. Kurz vor Nürnberg zweigt der Radweg wieder ins Grüne ab und führt an die Pegnitz, mit Seen, die vom Fluss gespeist werden. Der Weg zur Nürnberger Altstadt geht weiter durchs Grüne mit Flussbegleitung bis kurz vor die Altstadt. Um in unser Hotel zu gelangen, müssen wir häufiger in den Stadtplan schauen und zusätzlich Leute ansprechen. Bevor wir zum Stadtbummel aufbrechen, wollen wir Räder und unser Gepäck unterbringen. Die Nürnberger Altstadt ist irgendwie großzügig mit alten Bauten und neuen alten Bauwerken, die nach dem Krieg wieder hergestellt wurden. Das ist den Nürnbergern gelungen. Die Nürnberger Burg liegt oberhalb der Altstadt. Bei gutem Wetter hat man einen wunderschönen Blick auf Nürnberg. Ja, an einem Nachmittag können wir nur einen kleinen Teil erkunden. 36 km sind wir heute geradelt.

Nächste Radtour, von Nürnberg nach Freystadt.

Mit Hilfe der Radkarte finden wir den ausgeschilderten Weg aus der Großstadt. Zuerst geht es durch einen Wald und danach gelangen wir an den Ludwig-Donau-Main-Kanal, einen still gelegten Kanal. Am Ufer machen sich Feuchtpflanzen breit, sogar weiße und rote Seerosen kann man bewundern. Weil die Strecke flach, das Wasser träge und die Gegend ruhig ist, könnte man vor sich hinträumen. Wie gesagt, könnte. Es gibt nämlich an diesem Kanal viele Schleusen, die den Höhenunterschied ausgleichen. Auf dem Uferweg müssen wir das selber machen. Das heißt, kleine, gemeine Böschungen reißen uns aus dem Traum. Endlich, neben Schleuse 35 gibt es einen Biergarten. Den haben wir uns verdient. Nach dieser Pause radeln wir weiter am Kanal, bis zur Kreisstadt Neumarkt. Auch in dieser Stadt wird Wert auf die Bepflanzung gelegt und der Marktplatz lädt zum Verweilen ein, zumal zwei Musiker auch noch dazu beitragen. Ihr Hut wird von uns aufgefüllt, sie haben es sich verdient. Danach verlassen wir Neumarkt und den Ludwig-Kanal. Jetzt radeln wir ohne Wasser-Begleitung in ein leicht hügeliges Gelände und haben einen weiten Blick ins Land. Kurz vor Freystadt ist eine pummelige Kirche zu sehen. Es ist die Wallfahrtskirche Maria Hilf. Für mich ist diese Kirche die verkleinerte Ausgabe der Dresdner Frauenkirche. Durch das Stadttor gelangen wir ins Städtchen und direkt neben dem Tor ist unser Quartier für heute, welches ich lobend erwähnen möchte. Nach einem Gang durch Freystadt sind wir begeistert. Hier verschmelzen modern und alt, was am besten bei Einbruch der Dunkelheit zur Geltung kommt. Die 68 km, die wir heute geradelt sind, haben sich gelohnt.

Vorletzte Radtour, von Freystadt nach Kehlheim.

Kurz hinter Feystadt, radeln wir dem ausgeschildertem Radweg nach, der aber nicht mit unserer Karte übereinstimmt. So gelangen wir an den Main-Donau-Kanal. Da es an diesem Tag sonnig und warm ist, tut Wasserbegleitung gut. Die kleinen Orte Berching und Beilengries, die wir besichtigen, sind wahrlich mittelalterliche Kleinode. Besonders die Kirche von Beilengries , mit ihren Mosaiktürmen, fällt auf. Weiter führt uns der Radweg   durch Dietfurt, auch mit altem Ortskern. Danach ist eine lange Steigung zu bewältigen. Nach einer Talfahrt gelangen wir an die Altmühl, bzw. den Main-Donau-Kanal. Fluss und Kanal haben nun gemeinsam ihr Bett. Ab hier beginnt das liebliche Altmühltal, traumschöne Flusslandschaft, eingerahmt von kleinen Bergen mit Felsen. An Riedenburg müssen wir vorbei fahren, da wir noch etliche Kilometer vor uns haben. Trotzdem legen wir in Essing einen Stopp ein. Wir staunen, weil man glauben könnte Essing liegt in den Dolomiten, so vielseitig ist die Landschaft an der Fünf-Flüsse-Route. Endlich nach 78 km erreichen wir Kehlheim, zu spät um den Donau-Durchbruch mit Kloster Weltenburg und die Befreiungshalle zu sehen. Dazu sollte man einen ganzen Tag in Kehlheim verweilen.

Letzte Etappe, von Kehlheim nach Regensburg.

Bevor wir uns auf die Räder schwingen, spazieren wir donauaufwärts und genießen die Landschaft. Danach radeln wir Richtung Regensburg fast ausschließlich am Donauufer entlang bis Bad Abbach, auch ein netter Ort. Danach geht es zum Teil etwas abseits vom Donauufer weiter. Kurz vor Regensburg können wir wieder am Flussufer weiter radeln, hier wird die Donau fast schon ein Strom. Nach 43 km ist Reghensburg erreicht. Die Zeit bis zur Rückfahrt nutzen wir noch für einen Gang durch die Altstadt und haben noch eine wunderschöne Barockkirche entdeckt.

Dieses sind meine ganz persönlichen Eindrücke von der Fünf-Flüsse-Tour und das bei idealem Radelwetter

Erwähnen möchte ich noch meinen Partner Manfred Frommen, der diese Radtour gut vorbereitet und uns umsichtig geführt hat.

So konnten vier weitere Mitradler und wir zwei diese schöne Tour erntspannt genießen.

Manfred Frommen, Helga Grohmann

© 2019 ADFC ADFC im neanderlandOrtsgruppe Erkrath