Sandheider Kinder - jetzt mit Schulwegeplan

Der zweite Erkrather Schulwegeplan steht den Schülerinnen und Schülern der GGS - Sandheide seit November 2010 zur Verfügung.
Die Klasse 4c der GGS - Sandheide und ihre Lehrerin untersuchten mit viel Einsatz und Unterstützung der Polizei ihre Schul- und Freizeitwege.

Viele Kinder hatten sich in der Fragebogenaktion über zu hohe Geschwindigkeit der Autos beschwert. Mit einem Lasermessgerät der Polizei wurde dies an der Schildsheider Straße überprüft. Kinder können bis zum Alter von ca. 10 Jahren die Geschwindigkeit von Autos nicht sicher einschätzen. Tempo 50 wurde hier eingehalten, macht aber ein sicheres Überqueren der Straße für Grundschulkindern  schwierig.

Parkende Autos behinderten an vielen Stellen zusätzlich die Sicht.
Nicht nur die Körpergröße, sondern auch das Sichtfeld (um ca. ein Drittel) ist bei Grundschülern  kleiner als bei Erwachsenen.
Herr Giegeling von der Kreispolizeibehörde Mettmann trainierte mit den Kindern wie sie sicher die Straße überqueren können.



Die Lotsenstandorte sind nur bis 13:30 Uhr besetzt, so dass die Kinder nach der Betreuung und auf ihren Freizeitwegen diese Gefahrenstellen ohne zusätzliche Sicherung bewältigen müssen.
Oberhalb der Heilig-Geist-Kirche an der Schildsheider Straße ist die Fahrbahn sehr breit. Die Autos fahren schnell um die Kurve. Der Spielplatz auf dem Schulhof lockt.
Eine Temporeduzierung wäre hilfreich.

Straßenbreiten wurden vermessen und der kürzeste Überweg mit Wartelinie und Kinderfußstapfen auf dem Bürgersteig gekennzeichnet.

Der Hochdahler Markt und das Bürgerhaus sind beliebte Freizeitziele. Die Kinder gaben an, dass Ihnen die Überquerung der Karschhauserstraße durch zu viel Verkehr und unangepassste Fahrweise Schwierigkeiten bereitet.
Die Sedentaler Straße an der Einmündung zum Stadtweiher verläuft vierspurig und es gilt Tempo 50. Eine Querung ist Kindern trotz Verkehrsinsel nicht zu empfehlen. Zum Bürgerhaus gelangen sie sicher nur auf Umwegen.

Auch soziale Ängste machen den Kindern auf ihren Wegen zu schaffen. Sie berichteten von freilaufenden Hunden am Stadtweiher und pöbelnden Betrunkenen vor der Fußgängerbrücke zum Bürgerhaus.

Die erkundeten Problemstellen sind im Schulwegeplan gekennzeichnet worden. Dazu gibt es jeweils Hinweise zu sicherem Verhalten. Eltern erhalten so eine sinnvolle Handreichung zur Übung des Schulweges mit ihren Kindern.

Die Kinder machten sich Gedanken darüber wie diese kritischen Punkte "entschärft" werden könnten.
Ihre Lösungsideen wurden in einem Brief an den Bürgermeister formuliert.

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