Sicherheit durch Sichtbarkeit - Polizei bittet um Vorsicht!

10.12.19
Kategorie: Mettmann, Erkrath, Haan, Hilden, Langenfeld, Mettmann (OG, Ratingen, Velbert, Aktuelles

Sicherheit durch Sichtbarkeit


Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat in den vergangenen Tagen und Wochen einen spürbaren Anstieg von Unfällen im Straßenverkehr registriert, bei denen insbesondere zu den dunklen Tageszeiten Fußgänger und Radfahrer Opfer von abbiegenden Fahrzeugen wurden.

Die Polizei informiert und rät: "Sicherheit durch Sichtbarkeit!"

Download der vollständigen Pressemeldung.

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Telefax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann(..at..)polizei.nrw.de

Zu dieser Polizeimeldung eine Stellungnahme von Georg Blanchot, ADFC OG Hilden:

"Warnwesten oder ähnliche Bekleidungen garantieren für Fußgänger und Radfahrer leider keine Verkehrssicherheit, vor allem dann nicht, wenn Autofahrer abgelenkt sind oder Rotlicht- und Vorrangregeln missachten.

Um Unfälle zu vermeiden, muss bei den Ursachen angesetzt werden. Es genügt nicht, sich auf die Auswirkungen zu beschränken und an Symptomen herum zu doktern. Unfallursache Nr. 1 ist noch immer „nicht angepasste Geschwindigkeit“.
Deshalb fordert die StVO auch eine angepasste Fahrweise, insbesondere gegenüber den „schwächeren Verkehrsteilnehmern“. „Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist"(§ 3 Abs. 2a StVO).“

Nicht nur in Zeiten von tief stehender Sonne und frühzeitiger Dunkelheit fordert der Straßenverkehr höchste Aufmerksamkeit von jedem Verkehrsteilnehmer. Erschreckenderweise haben bei allen Verkehrsteilnehmergruppen Verkehrsmoral und Regelbeachtung erheblich nachgelassen. Autofahrer sollten sich dabei bewusst sein, welche gefährlichen Auswirkungen eine Kollision ihres tonnenschweren Fahrzeugs mit einem Fußgänger oder Radfahrer haben kann. Bei den Verkehrsunfällen der letzten Tage wurden Fußgänger und Radler von abbiegenden Autofahrern erfasst, während sie bei grüner Ampel bevorrechtigt den beleuchteten Überweg nutzten. Warnwesten oder Reflektorbänder hätten hier nicht geholfen. Schulterblicke und umsichtige Fahrweise der Autolenker wären angebracht gewesen.
Neben Geschwindigkeitskontrollen sowie vor allem einer innerstädtischen Entschleunigung ist Achtsamkeit aller Verkehrsteilnehmer auf sich und andere gefragt.

Zur Sensibilisierung für Gefahrensituationen hat der ADFC im Kreis Mettmann bereits 2016 für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer entsprechende Verkehrssicherheitsinformationen veröffentlicht.

Sie können für eine eventuell erforderliche Verhaltensänderung hilfreich sein.“

Nähere Hintergrundinformationen in diesem ADFC-Blog:
wirksame Maßnahmen zur Veremidung von Unfällen


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