Tempo 30 in Innenstädten - jetzt!

Quelle: ADFC

Eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist die Einführung einer innerörtlichen Regelgeschwindigkeit von 30 km/h. Vom Sicherheitsgewinn durch Tempo 30 profitiert vor allem der nicht motorisierte Verkehr. Sowohl die Anzahl als auch die Schwere der Unfälle nehmen mit sinkenden Geschwindigkeiten ab.

Eine kooperative Verkehrskultur kann sich bei Tempo 30 deutlich besser herausbilden als bei höheren Geschwindigkeiten. Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme der verschiedenen und unterschiedlich schnellen Verkehrsteilnehmer werden gefördert.

Die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Rad- und Kfz-Verkehr ist bei Tempo 30 deutlich geringer. Das beeinflusst das subjektive Sicherheitsempfinden der Radfahrenden positiv und nimmt vielen Menschen die Angst, das Fahrrad im Alltag zu benutzen. Radfahrer und Fußgänger reagieren sensibel auf die Qualität ihres Umfeldes. Niedrige Geschwindigkeiten wirken sich positiv auf die Aufenthaltsqualität im Straßenraum aus. Sie sind daher wichtige Elemente der Förderung von Fuß- und Radverkehr. Durch mehr Menschen, die Rad fahren und zu Fuß gehen, steigt die urbane Lebensqualität. Vor allem vor sozialen Einrichtungen, wie Kindergärten und Schulen muss Tempo 30 grundsätzlich angeordnet werden.

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