Geschütze Radstreifen - jetzt!

Mit Lebensbäumen und Verkehrshütchen verwandelte der ADFC Köln einen Schutzstreifen in eine Protected Bike Lane. Foto: ADFC Köln/Florian Bluhm

Starker Autoverkehr und hohe Kfz-Geschwindigkeiten halten viele Menschen vom Radfahren im Straßenverkehr ab. Sie fühlen sich ungeschützt und deshalb kommt das Fahrrad für sie als Verkehrsmittel nicht in Frage. Vor diesem Hintergrund soll das amerikanische Konzept der "Protected Bike Lanes", bei dem Teile von Autostreifen für den Radverkehr freigegeben und durch Poller, Blumenkübel oder Bordsteine physisch vom Autoverkehr abgetrennt werden, als neue Möglichkeit der Radverkehrsführung in den Katalog der Infrastrukturlösungen eingehen.

Das Vorbild
Die Umsetzung der „Protected Bike Lanes“ führte zum Beispiel in Chicago zu einem starken Anstieg des Radverkehrs. In diesem Zusammenhang wurde auf dem Kongress der AGFS 2017 in Essen eine Fachkooperation zwischen dem NRW-Verkehrsministerium, der Stadt Chicago und dem ADFC geschlossen. Ziel ist ein fachlicher Austausch. Wir fordern, diesen Austausch intensiv zu nutzen und „geschützte Radstreifen“ auch in NRW Realität werden zu lassen.

Geringer Aufwand
Breite Radfahrstreifen, die deutlich über die Mindestmaße der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) hinausgehen, sind attraktiv und sicher. Durch Pollerreihen oder ähnliche Verkehrseinrichtungen getrennt, vermitteln und erhöhen sie das Sicherheitsempfinden und damit die Attraktivität des Radverkehrs. Die Umsetzung von geschützten Radsteifen ist mit verhältnismäßig geringem baulichem und finanziellem Aufwand möglich.

Leitlinien des ADFC für sichere, zukunftsfähige Radverkehrsinfrastruktur

Mehr zu Protected Bike Lanes im ADFC-Blog

Mehr zur Kooperationsvereinbarung zwischen NRW und Chicago

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