Radthemen in den Medien

Zwischen Fichtensee und Reiterhof

29.04.15
Kategorie: Rad in den Medien, Kreisverbände, Herford, Löhne

Annegret Behnke hat Löhne erst auf dem Fahrrad so richtig kennen gelernt. | FOTO: CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER


NW-Serie: Ein Sommertag ...auf dem Rad, unterwegs mit dem ADFC - Ein Bericht der Neuen Westfälischen vom 21..07.2012

LÖHNE
Zwischen Fichtensee und Reiterhof
NW SERIE: EIN SOMMERTAG... auf dem Rad, unterwegs mit dem ADFC
VON CAROLIN NIEDER-ENTGELMEIER

Löhne. Annegret Behncke setzt sich ihren Fahrradhelm auf, zieht sich die Warnweste über und wirft einen Blick auf den Stadtplan. Ich stehe währenddessen neben meinem Fahrrad, denn bis auf eine Flasche Wasser habe ich nichts dabei. Trotzdem nimmt mich die Tourenleiterin der Ortsgruppe
Löhne mit und testet mit mir die erste Familientour des ADFC.

"Wir möchten besonders Familien zeigen, dass Fahrradfahren in der Gemeinschaft sehr viel Spaß macht", sagt Behncke vor der Fahrt. Treffpunkt und Start ist wie bei jeder ADFC-Tour das Freibad. Wir fahren am Gymnasium und dem Fichtensee vorbei. Einige Angler nutzen den regenfreien Morgen und lassen sich vom Trubel am benachbarten Marktkauf nicht stören.

"Ich lebe seit 22 Jahren in Löhne, doch richtig kennengelernt habe ich die Stadt erst auf meinem Rad", erzählt die leidenschaftliche Radfahrerin (52). Das glaube ich ihr sofort, denn schon wenige Meter nach dem Fichtensee fahren wir auf für mich unbekannten Wegen, dabei arbeite ich seit sechs Jahren in Löhne und wohne nur im wenige Kilometer entfernten Kirchlengern. "Viele wissen ihre Heimat nicht zu schätzen, dabei leben wir in einer tollen Gegend."

Nachdem wir das Klärwerk und die unangenehmen Gerüche, die uns der starke Wind in die Nase pustet, hinter uns lassen, stimme ich ihr zu. Vorbei an der neuen Dirtbike-Anlage wird es immer grüner - und ruhiger. Richtig idyllisch ist es, als wir den Radweg entlang der Werre erreichen. Der Fluss schlängelt sich durch ein Meer aus bunten Sommerblumen. "Am Wochenende wird es entlang der Werre richtig voll, weil die Strecke ohne Steigungen sehr angenehm zu fahren ist." Auf diese schönen Löhner Seiten müsse man als Nichtradler verzichten, ergänzt Behncke. Sie möchte Menschen für das Fahrradfahren begeistern: "Weil man auf dem Rad nicht nur Geld spart, sondern fit bleibt und Spaß hat."

An der Heinrich-Schneider-Brücke biegen wir links ab und erreichen nach wenigen Minuten den Reiterhof an der Börstelstraße. Die ersten sechs Kilometer haben wir hinter uns. "Hier werden wir bei unserer Familientour den ersten Stop einlegen und eine Stallführung machen." Die Pferde kommen neugierig in unsere Richtung und lassen sich streicheln. "Kindern wird es hier auf jeden Fall gefallen."

Weiter geht es über die Werster Straße nach Mennighüffen. "Die zweite Pause legen wir am Spielplatz an der Hofbreede ein", sagt Behncke. Durch ein Wohngebiet in Mennighüffen erreichen wir das Eiscafé "Rialto" an der Lübbecker Straße. "Das ist der letzte Stop. Wir gönnen uns ein Eis und fahren über die Ulenburg zurück zum Freibad."

Nach zwölf Kilometern endet unsere Tour. Die Strecke ist auch für Menschen wie mich, die nicht so regelmäßig wie Annegret Behncke auf dem Fahrrad sitzen, leicht zu bewältigen. "Wir suchen für
Familien gezielt ruhige Strecken aus, mit wenig Steigung, damit auch Kinder locker mitkommen." Zudem verzichte der Verein auf Hauptstraßen und sorge für attraktive Pausen.

Die erste Familientour beginnt am Mittwoch um 18.15 Uhr auf dem Parkplatz am Freibad. "Wir haben die Ferientour zwar auf Familien zugeschnitten, aber es ist jeder willkommen", sagt Behncke. Mitglied im ADFC muss man für die Teilnahme nicht sein.


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