Radthemen in den Medien

Diese Radtour ist die Bewegung wert

29.04.15
Kategorie: Rad in den Medien, Kreisverbände, Herford, Löhne

Die Tourenleiter Annegrat Behncke und Hans-Georg Wandke



Der Lenker von Hans-Georg Wandke ist bestens ausgerüstet. Karte, Tacho und GPS-Gerät weisen den richtigen Weg.



Die Tourenleiter der Ortsgruppe Löhne des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Hans-Georg Wandke und Annegret Behncke, führen die Mitglieder ihres Vereins unter anderem durch das Sudbachtal und andere erholsame Orte im Kreis Herford.



Der Ausblick von der Lohe entschädigt die fleißigen Radfahrer nach einigen Anstiegen für die Anstrengungen. Bei gutem Wetter erstreckt sich der Blick kilometerweit über die umliegenden Städte.



Rast mit dem Westfalenblatt


Die schönsten Routen im Wittekindskreis: Teil 2 führt durch Sudbach- und Siekertal in Löhne und Bad Oeynhausen - Ein Bericht des Westfalenblattes vom 28.07.2012

Samstag, 28. Juli 2012
- 21:09 Uhr
Von Luis Reiss und Jannik Nolting (Fotos)


Löhne / Bad Oeynhausen (WB). Bewegung und landschaftliche Idylle lassen sich einfach in Einklang bringen. Alles nur wenige Meter von der eigenen Haustür entfernt. Das hat mich meine Radtour mit dem ADFC Löhne eindrucksvoll gelehrt. Mit einem skeptischen Blick auf meinen in die Jahre gekommenen Drahtesel begrüßen mich Annegret Behncke und Hans-Georg Wandke von der Ortsgruppe Löhne des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).

Die beiden sind Tourenleiter, kennen die Radwege in Löhne und Umgebung wohl besser als ihre eigene Westentasche. Zumindest verfahren werde ich mich auf den kommenden 23 Kilometern nicht. Übrigens eine Strecke, die einem ausdauernden Radfahrer wie Hans-Georg Wandke höchstens als leichtes Aufwärmprogramm dient. Für weniger ambitionierte Radfahrer oder Familien mit Kindern ist sie dafür genau das Richtige.


Das Wichtigste, verraten sie mir im Vorfeld, sei ausreichend Flüssigkeit. »Ohne genügend Wasser sollte man sich keine längere Radtour zumuten«, meint Annegret Behncke. Auch ein Ersatzschlauch, zumindest aber Flickzeug sei empfehlenswert. »Außer man fährt auf unkaputtbaren Reifen mit zusätzlicher Gelschicht«, fügt Annegret Behncke mit ein wenig Stolz auf ihre eigenen Exemplare hinzu. »Genug Luft auf den Reifen ist ein Muss«, meint Hans-Georg Wandke.


Dann geht es los: Wir starten unsere abwechslungsreiche Tour am Freibad in Löhne. Während es im Schatten an der Werre entlang Richtung Gohfeld geht, versuche ich noch, eine bequeme Sitzposition zu finden. Nach einem ersten kurzen Anstieg gilt es, die Oeynhausener Straße zu überqueren. »Verkehrssicherheit«, sagt Hans-Georg Wandke während wir an der roten Ampel warten, »ist das A und O beim Radfahren«. Mit Helm, leuchtend farbiger Kleidung und Tagfahrlicht geht er mit gutem Beispiel voran. Durch das Industriegebiet Mahnen fahren wir an der Polizeiwache vorbei in Richtung Kleikamp. Am kleinen Gohfelder Hügel kommen wir das erste Mal richtig ins Schwitzen. Wie vorteilhaft an dieser Stelle wohl ein leichtes Rennrad wäre, frage ich mich. Viel Zeit zum Grübeln bleibt allerdings nicht. Auf der anderen Seite des Kleikamps wartet bereits das Sudbachtal auf uns. Mit seinen grünen Wäldern und dem idyllischen Sudbach ist es eine erste Belohnung für den kurzen Anstieg zuvor.


Nach meinem Geschmack lassen wir das Sudbachtal viel zu schnell hinter uns. Über die Koblenzer Straße führt uns die Radtour weiter Richtung Bad Oeynhausen. Der lange aber gleichmäßige Aufstieg auf die Lohe zahlt sich spätestens »am Gipfel« aus.


Über Mais- und Kornfelder erstreckt sich der Blick kilometerweit über das gesamte Umland. »Wenn ich abends nach der Arbeit auf der Suche nach Entspannung bin, gibt es kaum schönere Ausblicke«, schwärmt Hans-Georg Wandke. Beim Aufstieg zur Lohe darf ein Abstecher zur Rürupsmühle nicht fehlen (siehe Teil eins der Serie). Über die Bültestraße beginnen wir die Abfahrt in Richtung Bad Oeynhausens Innenstadt. Dabei führt Annegret Behncke uns bewusst über einen kleinen Umweg durch das Siekertal. Die kleine Mühle und der Museumshof in Bad Oeynhausen
bieten sich zur kurzen Besichtigung an.


Das Leiden meines Hinterrades kann Hans-Georg Wandke sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mitansehen. Bestens ausgerüstet – natürlich auch mit einer Lupftpumpe – macht er sich daran, die schlappen Reifen meines Fahrrades noch vor Ort wieder aufzupumpen. Auch für meine Bremsen hat der Experte beim genauen Hinsehen nur ein Kopfschütteln übrig. »Funktionstüchtig sieht anders aus«, ermahnt er mich. Ich habe aber Glück: Weiterfahren darf ich trotzdem.


Vorbei an Bali-Therme, Jordansprudel und Kurpark fahren wir in die Innenstadt. An der Geschäftsstelle der LÖHNER ZEITUNG an der Klosterstraße 24 legen wir einen kurzen Zwischenstopp ein, bevor es entlang der Werre durch den Sielpark und vorbei an der Baustelle zur Nordumgehung der Autobahn30 im Bereich Löhne zurück zum Freibad geht.


»Die Tour habe ich nach dem Feierabend auf eigene Faust erkundet«, erzählt Annegret Behncke während der Verschnaufpause. Der Pfadfinder-Gedanke, sagt sie, sei ihr persönlicher Reiz beim Fahrradfahren. Eine detaillierte Karte hat sie natürlich immer dabei. Aber: Nur wer selbst ungewöhnliche Wege ausprobiert, findet schöne Touren wie diese.

Streckenbeschreibung

Die Strecke ist etwa 23 Kilometer lang und verfügt über ein Profil mit merklichen Steigungen. Deshalb ist sie besonders für geübte Radfahrer geeignet.Los geht es am Löhner Freibad. Von dort aus über die Heinrich-Blomeyer-Brücke an der Werre entlang und rechts über die Autobahnbrücke. Aus dem Weidengrund wird dann die Oeynhausener Straße überquert. Dann passieren die Radfahrer die Polizeiwache an der Industriestraße, bevor sie rechts in die Straße Am Brink einbiegen. Von dort aus geht es, nachdem sie rechts abgebogen sind, in die Flagenstraße, wobei die Helmsbergstraße überquert wird. Die Radfahrer fahren dann geradeaus weiter in den Kleikamp, bevor sie der Weg nach links in den Großen Kleikamp führt. Diesen verlassen sie nach links in die Straße Alter Landweg. Von dort aus geht es nach rechts weiter in den Starenweg, den die Fahrradfahrer nach links in den Alten Postweg verlassen.

Schon nach kurzer Zeit müssen die Radler nach rechts in das Sudbachtal abbiegen, von dort aus geht es links in den Jostweg. Hier biegen die Radler nach rechts in den Büksweg ab, bevor sie links in die Hägerstraße fahren. Die Strecke führt weiter nach links in die Koblenzer Straße und dann nach rechts in die Knickstraße. Anschließend müssen die Radfahrer links in die Loher Straße einbiegen und bis zum Steakhaus fahren. Dort angekommen heißt es links abbiegen in die Bültestraße. Diese führt die Sportler in den Bäckerweg, in den sie nach rechts einbiegen müssen, um nach links ins Siekertal zu gelangen.

Von dort führt ein kleiner Schotterweg ins Wäldchen. Folgen die Radfahrer diesem Weg, passieren sie sowohl die Hofwassermühle als auch das Heimatmuseum Museumshof, an dem sie vorbeifahren, um an den Tennisplätzen des OTC Bad Oeynhausen anzukommen. Hier ist Zeit für eine gemütliche Pause.

Weiter geht es anschließend über die Schützenbrücke zur Bali-Therme und in den Ostkorso. Am Bad Oeynhausener Rathaus vorbei kommen die Radfahrer in die Klosterstraße, von der sie links abbiegen, um in die Herforder Straße gelangen. Von dort aus geht die Radtour dann im Sielpark weiter, von wo aus die Route wieder zurück zum Ausgangspunkt am Löhner Freibad führt


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