Radthemen in den Medien

Die Familienradtour

29.04.15
Kategorie: Rad in den Medien, Kreisverbände, Herford, Löhne

Thomas (v. l.), Colin und Claudia Kreke fahren gerne und oft gemeinsam mit dem Rad und waren auch bei der Familienradtour des ADFC Löhne mit Feuereifer dabei. Nach dem Besuch der Reitanlage machte sich der Radfahrer-Trupp auf den Weg zum Spielplatz und zur Eisdiele Rialto. (Foto: Anna-Lena Gößling)


Die Ortsgruppe Löhne des ADFC hat einen Ausflug mit dem Rad speziell für Familien mit Kindern gestaltet - Ein Bericht der Neuen Westfälischen vom 27.07.2012

LÖHNE

Die Familienradtour

ADFC hat einen Ausflug mit dem Rad speziell für Familien mit Kindern gestaltet

VON ANNA-LENA GÖSSLING

 

Löhne. Die sechsjährige Maike hat ihren Fahrradhelm unter den Arm geklemmt. "Den musst du aber wieder aufsetzen", erklärt Kerstin Kretzberg. "Auch beim Reiten herrscht für Kinder Helmpflicht." Schnell platziert Maike den Helm auf ihrem Kopf. Sie will keine Zeit verlieren. Schließlich ist nun sie an der Reihe, um eine Runde auf Pony Janka zu reiten. Der Besuch der Reitanlage an der Werre war besonders für die jüngeren Teilnehmer der Familien-Radtour des ADFC Löhne am Mittwochabend eine große Überraschung.


Annegret Behnke beobachtet zufrieden, wie die jüngsten Teilnehmer mit ihren Fahrradhelmen auf den Kopf auf Pony Janka über den Reitplatz reiten: "Als Angela Firus uns anbot, an der Reitanlage an der Werre einen Zwischenstopp einzulegen, war ich hellauf begeistert", freut sich die stellvertretende Ortsgruppensprecherin des ADFC Löhne. Und bei dem Blick in die strahlenden Kindergesichter waren alle anfänglichen Zweifel verflogen. Eine Radtour speziell für Familien hatte der ADFC Löhne schon vor geraumer Zeit einmal angeboten. Damals war die Resonanz enttäuschend.

Das war am Mittwochabend anders. Etwa 30 Radler rollen auf dem Freibadparkplatz ein, davon fünf Kinder zwischen sechs und neun Jahren. Jeder von ihnen trägt einen strahlenden Kinderfahrradhelm auf dem Kopf. Luca sitzt schon abfahrbereit auf seinem Fahrrad: "Das ist schon mein drittes Rad", erklärt der Siebenjährige stolz: "Fahrradfahren kann ich schon, seitdem ich vier bin!"

Doch sofort losgehen kann es trotzdem nicht. Beim Radfahren in der Gruppe ist nämlich einiges zu beachten. Annegret Behnke erklärt die wichtigsten Handzeichen wie rechts, links und Stopp: "Und manchmal müssen wir uns auch gegenseitig zurufen. Zum Beispiel, wenn irgendwo Glas liegt, Gegenverkehr kommt oder ein Pömpel im Weg steht." Die Kinder schmunzeln. Und nach anfänglicher Zurückhaltung scheint es ihnen sichtlich Spaß zu machen, sich gegenseitig auf "Pömpel!" oder "Gegenverkehr!" hinzuweisen.

Bei Radtouren mit Kindern ist aber noch einiges mehr zu beachten. "Die Strecken sollten nicht zu lang sein. Zwischen zehn und 15 Kilometer kann man Kindern zwischen sechs und zehn Jahren aber zumuten. Nur auf Steigungen sollte man lieber verzichten", so Behnke. Außerdem sei es immer wichtig, dass die Radtour für die Kinder interessant ist. Michael Ostlinning, Vater des siebenjährigen Luca, nickt zustimmend: "Wir versuchen immer, uns ein interessantes Ziel zu überlegen und eine spannende Strecke auszusuchen, damit auch Luca Spaß am Radfahren hat. Immer nur dem Hinterrad der Eltern nachzufahren, ist schließlich nicht wirklich aufregend." Und das Prinzip der Ostlinnings hat Erfolg. Luca kann vom Fahrradfahren gar nicht genug bekommen: "Beim Fahrradfahren sieht man immer so viel und man kann sich richtig auspowern!"

Auch bei der Familienradtour gab es neben dem Stopp an der Reitanlage noch zwei weitere motivierende Ziele: einen Spielplatz und die Eisdiele Rialto. Nach etwa zwölf Kilometern dort angekommen, hatte sich die Radler ein Eis verdient. Und da es allen so viel Spaß gemacht hat, steht für die Mitglieder des Löhner ADFC fest, dass die Familienradtour wiederholt werden muss. Auch der Termin steht schon fest: der 15. August.


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