Pressemitteilung

Jubel und Konfettiregen für Aufbruch Fahrrad-Erfolg

03.06.19
Kategorie: Presse, Rad in den Medien, Aktionen, Aufbruch Fahrrad

Fotos: ADFC NRW




Mehr als 200 000 Menschen haben in Nordrhein-Westfalen die Volksinitiative für die Stärkung des Radverkehrs unterstützt.

Mit großem Jubel und Konfettiregen wurde am ersten Juni-Wochenende die NRW-weite Volksinitiative Aufbruch Fahrrad abgeschlossen. Ein Jahr lang hatten tausende Menschen in ganz NRW Unterschriften für den Ausbau der Fahrradmobilität gesammelt. 66.000 Stimmen waren erforderlich – mehr als dreimal so viele Menschen haben unterschrieben: Aufbruch Fahrrad hat 206.687 Stimmen erreicht.

“206.687 Unterschriften sind ein politisches Signal, an dem die Landesregierung nicht vorbeikommt. Mit dem fulminanten Rückenwind und der Unterstützung unterschiedlichster Akteure sehen wir gute Chancen, dass sich endlich etwas für den Radverkehr tut.“, sagt Thomas Semmelmann, Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW und Mitinitiator der Volksinitiative Aufbruch Fahrrad.

“Es ist überwältigend, auf welche Resonanz wir treffen. So viele Menschen in NRW wünschen sich eine andere Verkehrspolitik. Dieser Erfolg zeigt, dass die Menschen im Land der Politik weit voraus sind. Nur das Fahrrad wird unsere Städte retten.“ sagte Dr. Ute Symanski, Initiatorin der Volksinitiative auf dem Kölner Fahrradkongress am 1. Juni 2019, bei dem die Unterschriftenzahlen gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club NRW verkündet wurden. „Ich hoffe, die Politik versteht diesen Weckruf.“

Die Volksinitiative wurde vom Kölner Verein RADKOMM und dem ADFC NRW initiiert und von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis unterstützt, das beispiellos in Deutschland ist. Rund 215 Verbände und Vereine bilden das Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad. Darunter sind die großen Umweltschutz- und Mobilitätsverbände ebenso wie Nachbarschaftsinitiativen oder Sportvereine.

Dass die Städte in NRW die Verkehrswende verpassen, wollen die Menschen, die zu tausenden für die Volksinitiative unterschrieben und gesammelt haben, nicht länger hinnehmen. NRW hat alle Voraussetzungen für den Umstieg auf eine moderne Fahrradmobilität. In vielen Städten ist die Hälfte aller Wege kürzer als fünf Kilometer. NRW ist in Deutschland Spitzenreiter – beim Autostau. Radschnellwege wie die Nordbahntrasse in Wuppertal oder der RS 1 zeigen als Pionier-Regionen, was möglich ist. Aufbruch Fahrrad fordert den Aufbruch in ein modernes, bewegliches NRW.

Ziel ist, dass neun Maßnahmen zur Förderung der Fahrradmobilität umgesetzt und in einem Fahrradgesetz für NRW verankert werden:

1.    Mehr Verkehrssicherheit auf Straßen und Radwegen
2.    NRW wirbt für mehr Radverkehr
3.    1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendelverkehr
4.    300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr
5.    Fahrradstraßen und Radinfrastruktur in den Kommunen
6.    Mehr Fahrrad-Expertise in den Ministerien und Behörden
7.    Kostenlose Mitnahme im Nahverkehr
8.    Fahrradparken und E-Bike Stationen
9.    Förderung von LastenrädernAusführliche

Informationen unter www.aufbruch-fahrrad.de

Außerdem fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club auch in NRW mit der Aktion #MehrPlatzFürsRad bundesweit bessere Bedingungen für Fahrradfahrende unter www.mehrplatzfürsrad.de 


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