Pressemitteilung

Gewinner des Radschnellweg-Wettbewerbs gekürt

19.11.13
Kategorie: Presse

„Radschnellwegstandard in den Niederlanden – hier ein Beispiel aus Zwolle“ Foto: Ulrich Kalle / ADFC NRW


ADFC gratuliert Gewinnern und fordert Ausweitung des Programms

[Düsseldorf] Verkehrsminister Michael Groschek hat in Düsseldorf die Gewinner des „Planungswettbewerb Radschnellwege“ ausgezeichnet. Das Land finanziert den Siegern die Planung ihrer Radschnellwegprojekte. Über die Förderung freuen dürfen sich fünf Projektträger:

  • Die Städteregion Aachen überzeugte mit einem internationalen Projekt, das von Aachen bis in die Niederlande nach Kerkrade und Heerlen reicht. (gefördert werden die Planungen auf deutschem Gebiet)
  • Düsseldorf und der Rhein-Kreis-Neuss planen eine Route, die den Düsseldorfer Süden mit dem Umland verbindet.
  • In Ostwestfalen sollen die Städte Herford, Löhne, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica und Minden miteinander verbunden werden.
  • Köln führt eine Route über die westlichen Gewerbegebiete hinaus bis zur Nachbarstadt Frechen.
  • Das Westmünsterland soll mit einer Route von Isselburg bis Velen erschlossen werden.

Radschnellwege sind leistungsfähige und komfortable regionale Verbindungen über längere Strecken. Durch einen großzügigen und bevorrechtigten Ausbau legen Radfahrer hier größere Entfernungen sicher und schnell zurück. Die Niederlande praktizieren dies bereits; hier entlasten „Fietssnelwegen“ staugeplagte Straßen.

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club NRW (ADFC NRW) sind Radschnellwege eine wichtiges Element einer modernen Mobilität. Deswegen hat er die Landesregierung ermuntert, Radschnellwege nach holländischem Vorbild einzuführen. „Die Niederländer zeigen uns, dass das Fahrrad auf modernen Radschnellwegen bis 15 km sinnvoll eingesetzt werden kann“, erklärte der Vorsitzende des ADFC NRW, Thomas Semmelmann. Langfristig sind Radschnellwege eine tragende Säule einer modernen und umweltverträglichen Nahmobilität.

„Mit dem Planungswettbewerb ist das Land den Vorschlägen des ADFC gefolgt und hat das richtige Startsignal gegeben“, lobt Semmelmann. Allerdings könne dies nur der Anfang sein. Mittelfristig fordert der ADFC NRW eine Ausweitung der Förderung von Radschnellwegen sowie ihre verlässliche Finanzierung. Das lohne sich auf Dauer auch finanziell, ist sich der ADFC sicher, denn bei keiner anderen Verkehrsart könne man mehr Verkehr je eingesetztem Euro abwickeln.

Weitere Informationen zum Thema Radschnellwege:

http://www.agfs-nrw.de/cipp/agfs/lib/pub/abstract/standard,lang,1/oid,5675/ticket,guest

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ADFC NRW e.V.
Dr. Thomas Rommelspacher
Pressesprecher
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Mail: t.rommelspacher(..at..)adfc-nrw.de
Internet: www.adfc-nrw.de


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