Radentscheide in NRW

03.03.20
Kategorie: Aktuelles, Kreisverbände, Verkehr, Aufbruch Fahrrad






Es tut sich viel beim Thema Radverkehr: in vielen Städten engagieren sich Radaktivisten in Radentscheiden für eine fahrradfreundliche Infrastruktur.

Die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ hat viel Bewegung in die Mobilitätspolitik Nordrhein-Westfalens gebracht. Auch auf kommunaler Ebene ist viel in Bewegung. In mehreren Städten haben sich Radentscheid-Initiativen gebildet, die den Stadtrat in Form eines Bürgerbegehrens auffordern, konkrete Maßnahmen für eine fahrradfreundliche Stadt umzusetzen. Damit der Stadtrat verpflichtet wird, sich mit dem Begehren zu beschäftigen, muss ein Quorum in Abhängigkeit von der Einwohnerzahl der Stadt erreicht werden. Die folgende Übersicht zeigt die Initiativen in NRW und wird fortlaufend aktualisiert.

Aachen: Der Radentscheid Aachen ist der Pionier in NRW und hat bereits am 1. Oktober 2019 die 37.436 Unterschriften (notwendig waren 7.800) an den Oberbürgermeister übergeben. Der Stadtrat stimmte mit 72 von 76 Stimmen für die Umsetzung der Forderungen des Radentscheids. Mehr Infos sind verfügbar unter: radentscheid-aachen.de 

Bielefeld: Auch der Radentscheid in Bielefeld ist bereits konkret. Am 10. Juli 2019 hat die Unterschriftensammlung begonnen. Monika Haverkamp, Teil der Organisatoren des Radentscheids, erklärt: „Wir wollen dem Radverkehr mehr Raum geben, damit deutlich mehr BielefelderInnen die praktischen Vorteile des Radfahrens in der Stadt nutzen können.“. Die genauen Ziele und weitere Informationen sind dargestellt auf: radentscheid-bielefeld.de

Bonn: „Bonn steigt auf! Wir wollen eine lebenswerte, kinderfreundliche und klimagerechte Stadt, in der sich alle sicher bewegen können.“ ist das Motto des Radentscheids in der Stadt. Der Beginn der Unterschriftensammlung steht mit dem 21. März 2020 kurz bevor. Mindestens 10.000 Bonnerinnen und Bonner müssen dann für ein erfolgreiches Bürgerbegehren unterschreiben. Wer mitmachen möchte, findet die notwendigen Informationen auf der Webseite: radentscheid-bonn.de

Detmold: Die Ausweisung von Fahrradstraßen, der Umbau von Kreuzungen, die Schaffung von Fahrradstellplätzen sowie die positive Kommunikation des Radverkehrs sind Forderungen des Radentscheids in Detmold. Das Bündnis steht noch relativ am Anfang und wird voraussichtlich im Mai 2020 mit dem Sammeln von Unterschriften beginnen. Wer das Projekt begleiten oder sich informieren möchte, kann dies tun unter: radentscheid-detmold.de

Essen: Die Ruhrgebietsstadt hat am 28.02.2020 das Bürgerbegehren zur Kostenschätzung an die Stadt übergeben. Die Organisatoren sind daher noch in der Vorbereitung der Sammlung von mindestens 15.000 Unterschriften. Interessierte können an den monatlichen RadEntscheid-Gesamttreffen teilnehmen und erhalten weitere Informationen unter: radentscheid-essen.de

Marl: Am 24. Januar 2020 hat der Radler-Stammtisch Marl zur Auftaktveranstaltung des Radentscheids eingeladen und wurde mit etwa 150 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern aus Marl positiv überrascht. An diesem Abend wurde auch die Kostenschätzung an die Baudezernentin übergeben. Wenn die Kostenschätzung der Stadt fertig ist, wird die Unterschriftensammlung starten.  Einen Überblick gibt die Internetpräsenz unter: radentscheid-marl.de

Neben diesen Vorreitern werden unter anderem auch in Mönchengladbach und Duisburg erste Schritte Richtung Radentscheid gemacht. Zudem bilden sich immer mehr lokale Bündnisse, wie beispielsweise „Radwende Bochum“, die für die Förderung des Radverkehrs werben. Der ADFC begrüßt diese Entwicklung und unterstützt die Radentscheide in den Kommunen.

 

 


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