Park statt parken – Menschen erobern öffentlichen Raum

13.09.17
Kategorie: Aktuelles, Presse, Aktionen, Kreisverbände

Fotos: Simon Chrobak - www.fahrradstadt.ms und ADFC Köln




Am 15. September ist der Internationale PARK(ing) Day. An diesem Tag verwandeln Künstler, Designer, Aktivisten und ganz normale Bürger einen Parkplatz in einen temporären öffentlichen Park. Ursprünglich stammt die Idee aus San Francisco. Seit seinem Entstehen in 2005 findet der Internationale PARK(ing) Day immer am dritten Freitag im September statt.

Auch in NRW gibt es am diesjährigen International PARK(ing) Day zahlreiche Aktionen, die vom örtlichen ADFC und anderen Organisationen durchgeführt werden. Zum Beispiel in Aachen, Münster, Mülheim, Unna, Bochum, Bergisch Gladbach, Bielefeld und Lünen. So werden unter anderem Klappstühle und Tische aufgestellt, Kaffee ausgeschenkt und die Anwohner, Passanten und Touristen zu einer kleinen Pause im Grünen eingeladen.

Einen Tag später, am Samstag, 16. September 2017, verwandelt der ADFC in Köln zusammen mit anderen großen Fahrradinitiativen unter dem Motto #RingFrei Parkplätze auf einer Strecke von einem Kilometer auf den Kölner Ringen in eine sogenannte Protected Bike Lane, einem geschützten Radfahrstreifen. Dadurch erhält einer der bedeutendsten Boulevards Europas wieder mehr Flair und neue Lebensqualität.

„Ziel all dieser Aktionen ist es, darauf aufmerksam zu machen, dass das parkende Auto urbane Lebensräume blockiert und verschwendet. Wer die Verkehrswende und mehr Lebensqualität in den Städten will, erreicht dies nur durch eine Neuverteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Radfahrer, Fußgänger und des öffentlichen Nahverkehrs“, so Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des ADFC NRW.

Jeder Zweite in Deutschland wünscht Neuaufteilung des Stadtraums

Dieser Gedanke stößt auf viel Zuspruch in der Bevölkerung: Jeder Zweite in Deutschland wünscht sich die Neuaufteilung des Stadtraums. Das hat eine aktuelle repräsentative Umfrage des ADFC ergeben. In NRW sind es sogar 57 Prozent der Befragten. Der ADFC fordert Vorrang für Radfahrer, Fußgänger und den öffentlichen Nahverkehr vor dem Auto. Diese und andere Forderungen hat der Fahrrad-Club unter www.radlandjetzt.de zusammengefasst.

Aktionen in NRW

Informationen zu den geplanten Aktionen in NRW finden Sie hier:

Aachen

Münster

Mülheim

Unna

Bochum und hier: http://www.urbanradeling.de/

Bergisch Gladbach

Bielefeld

Bonn

Lünen: Aktion auf der Graf-Adolf-Straße am Freitag, den 15.9.2017 von 10 bis 14 Uhr auf dem Parkplatz zwischen Rathaus und Sparkasse.

Fotos von den Aktionen in NRW finden Sie auf unserer Facebook-Seite

Weitere Informationen zum Parking Day: http://parkingday.org/

Über die Umfrage des ADFC Bundesverbandes

Die repräsentative Umfrage „Platz für Begegnungen“ wurde vom Marktforschungsinstitut GfK im Auftrag des ADFC im August 2017 im Rahmen einer Mehrthemenuntersuchung durchgeführt. Befragt wurden 1.090 Bundesbürger ab 14 Jahren in persönlichen Interviews. Hier gibt es die kompletten Studienergebnisse.

Pressekontakt:
ADFC NRW e.V.
Tina Bröcker, Pressesprecherin
Tel.: 0211-6870813
Fax: 0211-6870820

Mail: t.broecker(..at..)adfc-nrw.de oder presse(..at..)adfc-nrw.de
Internet: www.adfc-nrw.de

Der ADFC NRW e.V. ist mit über 39.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In knapp 40 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer und -fahrerinnen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.


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