NRW-Delegierte fahren nach Berlin

14.11.19
Kategorie: Aktuelles, Tourismus, Verkehr, Kreisverbände

Delegierte auf der ADFC-Bundeshauptversammlung 2018. Foto: ADFC/Sebastian Reimold


Das höchste ADFC-Gremium tagt am 16. und 17. November 2019 in Berlin. Die Delegierten feiern 40 Jahre ADFC, die erfolgreiche Kampagne #MehrPlatzFürsRad und den politischen Rückenwind fürs Rad. Sie stellen auch die Weichen für die weitere ADFC-Arbeit.

Mit 28 Delegierten stellt NRW als größter Landesverband (mehr als 45.000 Mitglieder) die stärkste Delegation bei der ADFC-Bundeshauptversammlung. Im Vorfeld waren die Delegierten zu einem Vorbereitungstreffen in der Landgesgeschäftsstelle zusammengekommen, um inhaltliche Themen und Anträge abzustimmen.

Am kommenden Wochenende stehen viele Themen auf den Programm. Die Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet entscheiden über Anträge zur Arbeit und Ausrichtung des ADFC im nächsten und in den folgenden Jahren und bestimmen die politischen und verbandsinternen Zielsetzungen. Aber sie feiern auch die Erfolge der bisherigen Arbeit: Der ADFC setzt sich seit nunmehr 40 Jahren für Verbesserungen im Radverkehr ein. Es war ein langer Weg, das Fahrrad in der politischen Diskussion zu verankern. Hier ist der ADFC aktuell einen großen Schritt weitergekommen. Das Fahrrad spielt in dem ansonsten unzureichenden Klimapaket eine wichtige Rolle. Hierfür hat der ADFC kräftig gearbeitet. Auch dass die finanziellen Mittel für den Radverkehr aufgestockt wurden, ist ein politischer Erfolg des ADFC.

Wie Städte und Kommunen diesen Rückenwind nutzen können und welche Infrastruktur zukunftsweisend sein kann, wird der ADFC mit internationalen Gästen auf seinem Symposium #MehrPlatzFürsRad im Vorfeld der Bundeshauptversammlung in Berlin diskutieren. Am 15. November 2019 eröffnet Bundesverkehrsminister Scheuer die Veranstaltung. Diese wendet sich an das breite Fachpublikum und will klären, welchen zentralen Stellenwert mehr Platz fürs Rad in den Städten und bei den Menschen hat. Dafür werden u. a. auch internationale Best-Practice-Beispiele aus London, Paris und Barcelona vorgestellt, die für die Mobilität in Zukunft eine große Rolle spielen können. Solche Beispiele sammelt der ADFC aktuell im vom Umweltbundesamt geförderten Projekt „InnoRAD“, das u. a. ihre Anwendung im deutschen (Rechts-)Rahmen darstellt.

Der politische Rückenwind für das Fahrrad ist aktuell sehr deutlich zu spüren. Der ADFC hat es erreicht, dass der Bund die finanziellen Mittel für den Radverkehr kräftig aufgestockt hat und in den nächsten vier Jahren 900 Millionen Euro zusätzlich dafür bereitstehen. Auch bei den Maßnahmen im ansonsten längst nicht ausreichenden Klimapaket kommt der Radverkehr – mit dem geplanten umfangreichen Netzausbaus u.a. durch Fahrradstraßen, „Umwidmung von Fahrspuren in geschützte Radwege“, verkehrssicheren Umbau von Knotenpunkten und die Schaffung von Fahrradparkhäusern richtig gut weg –  in diesem Umfang wäre das ohne den ADFC nicht passiert.



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