No Future in Wermelskirchen

29.11.19
Kategorie: Aktionen, RheinBerg-Oberberg

© Sabine Krämer-Kox - 50 Klima-Demonstranten



© Sabine Krämer-Kox - Kita-Kinder For Klimaschutz



© Sabine Krämer-Kox - Omas For Future



© Sabine Krämer-Kox - Billard For Future



© Sabine Krämer-Kox - ADFC for FUTURE



© Sabine Krämer-Kox - Früh übt sich



© WDR Berichterstattung


 

Zumindest das Wetter machte mit beim Klima Streik in Wermelskirchen. Ansonsten konnten sich nur wenige Bürgerinnen und Bürger – anders als der Rest der Welt - für das Thema erwärmen. In ganz Deutschland gehen junge Menschen auf die Straße, um sich für den Klimaschutz stark zu machen, in Wermelskirchen dagegen sind lediglich Kfz auf den Straßen anzutreffen (meist im Halteverbot stehend).

 

OFF - Omas For Future
In Berlin demonstrierten am 29.11. über 60.000 Menschen für den Klimaschutz - und das trotz „Black Friday“. In Wermelskirchen kamen nur ca. 50 Klima-Streikende zusammen - die meisten davon Kita-Kinder und  Großeltern - sowie einige Radfahrer des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs Seite an Seite mit zwei  Verfechtern des Billardspiels, das gemäß hochgehaltenem Plakat klimafreundlich und CO2-neutral sei. Ebenfalls anwesend: eine lokale Zeitungsreporterin und ein WDR-Fernseh-Team.  Letzteres kommentierte abends die Demonstration in Wermelskirchen  als „vielleicht eine der kleinsten im Land“ (bei den genannten 60 Teilnehmern wurden wohl versehentlich noch ein paar Leute mitgezählt, die eigentlich auf den Bus warteten und höchstens mit der Wahl ihres Transportmittels etwas mit Klimaschutz im Sinn hatten).

 

Sag mir, wo die Schüler sind
Von den FFF-Aktivisten des Gymnasiums, die im September noch einstimmig skandiert hatten „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“, war weder etwas zu sehen noch zu hören. Es wird gemunkelt, die Schülerinnen und Schüler seien von Mitschülern gemobbt worden und glänzten deshalb durch Abwesenheit. Vielleicht waren sie aber auch nur shoppen. Auch im Lehrerkollegium solle schlechtes Klima in Bezug auf Schutz desselben geherrscht haben.

Wann wird man je versteh´n...

Ruhe bewahren ist erste Bürgerpflicht
Freudig angetrabt dagegen kam der Amtsschimmel. Schließlich hatten sich die Störer der öffentlichen Ordnung  ja direkt vor seinem Domizil versammelt. Die Klima-Streikenden wurden gefragt, ob die Versammlung denn auch angemeldet worden sei. Das war in der Hitze des Gefechts im Vorfeld wohl übersehen worden.  Damit die Ruhe der vor den Geschäften parkenden Kraftfahrzeuge also nicht gestört werde, durften die Demonstranten - anders als im September - nicht durch die Telegrafenstraße ziehen, sondern  wurden ihrerseits zwischen Rathaus und Commerzbank auf dem Bürgersteig „geparkt“.  Vor laufender Kamera wäre es wohl zu peinlich gewesen, die „illegale Versammlung“ aufzulösen.

 

Nachdem alle Aufnahmen im Kasten, Interviews geführt und die munter spielenden Kita-Klimakinder  eingefangen waren, gingen die Demonstranten wieder ihrer Wege; jede/r einzeln -  versteht sich.

 

 


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