Koalitionsvertrag: ADFC NRW erwartet stärkeres Bekenntnis zum RS1

26.06.17
Kategorie: Aktuelles, Verkehr, Presse

Screenshot Koalitionsvertrag


CDU und FDP unterzeichnen heute den Koalitionsvertrag für Nordrhein-Westfalen 2017-2022. Darin enthalten ist auch eine Passage zum Radverkehr. Demnach will die schwarz-gelbe Koalition die Radverkehrsinfrastruktur weiter stärken. Radwege ausbauen, besser vernetzen und sanieren. Erwähnung finden auch die Radschnellwege und Radwege an Landesstraßen sowie Bürgerradwege.

Zur Unterzeichnung des Koalitionsvertrages von CDU und FDP in NRW erklärt Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des ADFC NRW: „Wir freuen uns über die Ankündigung von CDU und FDP, die Radverkehrsinfrastruktur in NRW weiter zu stärken, erwarten aber ein stärkeres Bekenntnis zum Radschnellweg Ruhr RS1 mit der Zusage, den RS1 bis 2020 fertig stellen zu wollen. Das Fahrrad braucht gute und sichere Wegenetze und mehr Platz, damit die Menschen vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. Denn weniger Autos, insbesondere in den Metropolen, heißt weniger Feinstaub und Stickoxide, weniger Stress und mehr Gesundheit und Lebensqualität. Zu einer guten Infrastruktur für Radfahrer gehören aber nicht nur gute Radwege. Wir brauchen auch mehr Mobilitätsstationen, die den Umstieg von unterschiedlichen Verkehrsmitteln erleichtern, Tempo 30 in Innenstädten, damit Radfahrer sich sicher fühlen können, und eine Kaufprämie für Lastenräder, damit auch logistische Fahrten mit dem Auto durch das Fahrrad ersetzt werden können. Langfristig wollen wir, dass NRW ein Fahrradland wird, das seinen Namen verdient.“

Der Fahrradverband in NRW will zeitnah das Gespräch mit den Vertretern der neuen Landesregierung sowie mit den Verkehrspolitikern der Fraktionen suchen. Semmelmann: „Wir sind gerne bereit unsere Erfahrungen und unser Wissen zum Thema Radverkehr in NRW mit den Verantwortlichen zu teilen und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.“

Hintergrund:

„Fahrradland NRW. Jetzt!“ ist der Slogan, mit dem der ADFC NRW seine zentralen Forderungen an die neue Landesregierung überschrieben hat. Die sechs Forderungen sind:

1.         Radschnellwege – jetzt!

2.         Geschützte Radstreifen – jetzt!

3.         Tempo 30 in Innenstädten – jetzt!

4.         Kaufprämie für (E-)Lastenräder – jetzt!

5.         Fahrradfreundliche Schulen – jetzt!

6.         Mehr Mobilitätsstationen – jetzt!

Weitere Informationen zu den einzelnen Forderungen gibt es unter www.fahrradland-nrw.de


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