Frühjahrsempfang des ADFC NRW: Mobilitätswende und "Mehr Platz fürs Rad"

19.03.19

Gemeinsames Anschneiden der ADFC-Geburtstagstorte: ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, Thomas Semmelmann ADFC NRW-Landesvorsitzender, Inge Blask, MdL, und Arndt Klocke, MdL. Fotos: Christina Wolff/ ADFC NRW



ADFC NRW-Landesvorsitzender Thomas Semmelmann freute sich NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser begrüßen zu können.



Der ADFC NRW-Landesvorstand und ADFC-Bundesvorsitzender Ulrich Syberg gaben einen ersten Einblick in die neue Kampagne: Mehr Platz fürs Rad.



Für Aufbruch Fahrrad: Thomas Semmelmann, ADFC NRW, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Ute Symanski, RADKOMM e.V.



Der Frühjahrsempfang des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW führte auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Repräsentanten aus dem Mobilitäts- und Umweltbereich, politischer Verwaltung und Landtag NRW sowie Medien und Verbänden zu einem intensiven Austausch zusammen.



Christoph Meinerz, Leiter der Stabsstelle Heimat, im Gespräch mit dem ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg.


Die Mobilitätswende, Aufbruch Fahrrad und "Mehr Platz fürs Rad" waren die zentralen Stichworte in den Ansprachen zum Frühjahrsempfang des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs NRW, zu dem am 14. März 2019 rund 60 Gäste in die Geschäftsstelle des Landesverbandes nach Düsseldorf gekommen waren.

„Uns eint das Ziel, das wir erreichen wollen: Bessere Bedingungen für Radfahrende und dass das Fahrrad eine systemrelevante Rolle spielt!“ Mit diesen Worten begrüßte ADFC NRW-Landesvorsitzender Thomas Semmelmann die NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.

NRW-Umweltministerin fordert echte und faire Verkehrswende Nordrhein-Westfalens
Umweltministerin Ursula Heinen-Esser gratulierte dem ADFC NRW zu seinem Jubiläum und bedankte sich dafür, dass der Landesverband seit 35 Jahren Ansprechpartner für alle interessierten Radfahrerinnen und Radfahrer ist. „Sie sprechen mit Ihren Kampagnen und Angeboten an Radtouren die breiten Massen an und bewegen Junge und Alte zum Mitmachen und Losradeln. Sie bringen somit unterschiedliche Ansätze und Akteure zusammen und fördern den Radverkehr als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

In ihrer Rede ging die Ministerin auch auf die vielen Radunfälle und getöteten Radfahrerinnen und Radfahrer in 2018 ein. Sie hält mehr Radwege im Land für dringend erforderlich, "erst dann werden wir den Verkehrsmix in NRW schaffen". Das Fahrrad könne angesichts drohender Fahrverbote und Klagen in 14 NRW-Städten auch eine wichtige Rolle bei der Luftreinhaltung spielen - im Mix mit anderen Maßnahmen wie zum Beispiel mehr Car Sharing und Umweltspuren für Taxis, Fahrräder und Elektrofahrzeuge. Sie unterstrich, dass sich die Bedeutung des Autos in den Ballungsgebieten in den kommenden Jahren deutlich ändern und damit die Bedeutung des Fahrrads weiter steigen werde. „Es braucht eine echte und faire Verkehrswende, dafür müssen viele dicke Bretter gebohrt werden“, sagte die Ministerin und appellierte an den ADFC NRW als Partner und Impulsgeber diesen Prozess auch weiterhin zu begleiten.

Radfahrerverband mit starker Basis
In seiner Eröffnungsrede wendete sich der ADFC NRW-Landesvorsitzende Thomas Semmelmann auch gezielt an die Vertreterinnen und Vertreter der NRW-Kreisverbände, die zahlreich zum 35-jährigen Jubiläum ihres Landesverbandes erschienen waren: "Die Stärke zieht der Radfahrerverband aus seiner starken Basis. Der ADFC NRW hat sich zu einer ernstgenommenen Interessenvertretung entwickelt, dessen Expertise gefragt ist und weiter wächst." In 39 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen engagieren sich an die 2.000 Mitglieder ehrenamtlich für den Radverkehr wie auch die Nutzung des Rades in der Freizeit.

Endspurt Aufbruch Fahrrad
Vor den Gästen aus Politik, Verwaltung, Verbandswesen, Verkehr, Umweltschutz und Tourismus stellte Semmelmann außerdem die Bedeutung, der noch bis Juni 2019 laufenden Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" heraus, die der Landesverband gemeinsam mit dem Kölner Verein Radkomm e.V. initiiert hat. Durch die Volksinitiative sei in den vergangenen acht Monaten ein starkes Aktionsbündnis in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 200 Partnern entstanden. Mit Applaus quittierten die anwesenden ADFC-Aktiven sowie die Verbandsvertreter die große Resonanz auf die Volksinitiative und die vielen, bisher gesammelten Unterschriften. Mit Spannung blicke man nun auf das Aufbruch-Fahrrad-Finale am ersten Juniwochenende.

Einblick in die neue Kampagne: Mehr Platz fürs Rad

Der Vorsitzende des ADFC-Bundesverbandes, Ulrich Syberg, hatte neben einem Grußwort auch erste Materialien der neuen ADFC-Kampagne "Mehr Platz fürs Rad" dabei. Nachdem er dem größten Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs zum 35-jährigen Bestehen gratuliert hatte, trat Syberg in Aktion und rollte gestreifte Absperrbänder aus, um symbolisch mehr Platz fürs Rad zu schaffen. "Wir suchen viele Unterstützer für die neue Kampagne", lautete sein Appell im Anschluss an die Gäste des Frühjahrsempfangs, die seine Aktion mit großem Interesse verfolgten. 

Fahrrad-Kooperation mit NRW-Heimatministerium

Bevor der Abend in den geselligen Teil überging, stellte Christoph Meinerz, Leiter der Stabsstelle Heimat des Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen die neue Fahrrad-Kooperation mit dem ADFC NRW Landesverband bei der Heimat-Tour im diesjährigen Sommer vor. "Wir freuen uns, dass wir den ADFC NRW als Partner gewinnen konnten, für ein Projekt, das Menschen verbindet.", sagte Meinerz. „Nachdem NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach im vergangenen Jahr zu Fuß unterwegs war, wird sie diesen Sommer ihre Heimat-Tour(en) mit dem Fahrrad durch NRW unternehmen.“ Begleitet und geführt wird sie dabei auf sechs Routen quer durch NRW von ortskundigen ADFC-Scouts.    


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Der ADFC NRW e.V. ist mit über 42.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In 39 Kreisverbänden und rund 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrerinnen und -radfahrern mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.


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