Fahrradhändler wieder geöffnet – aber welches Kinderrad soll´s sein?

21.04.20

Foto: ADFC NRW


Frische Luft tut gut und durch die weiterhin geschlossenen Kitas und Grundschulen bietet sich die Corona-Zeit an, um das Fahrradfahren zu üben oder eine erste kleine Fahrradtour zu unternehmen. Wer gerade ein Kinderfahrrad kaufen möchte, sollte ein paar Dinge beachten.

Vom Laufrad bis zum echten Verkehrsmittel: Die Auswahl an Kinderrädern ist groß – und das erste eigene Rad fürs selbstständig fahrende Kind sollte nicht das „Erstbeste“ sein. Eine gute Verarbeitung und hochwertige Komponenten sorgen für sicheren Fahrspaß. Es lohnt sich, hier etwas tiefer in die Tasche zu greifen: Kinder, die schon von Anfang an positive Erfahrungen mit einem nicht nur „coolen“, sondern auch zuverlässigen Fahrrad machen, werden es auch später gerne als gesundes und umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzen.

Ein robustes, wartungsarmes und vorschriftsmäßig ausgestattetes Rad muss dem Kind allerdings auch passen. Der Spaß am Bewegen verfliegt schnell, wenn das gewünschte Fahrrad zu klein oder zu groß ist. Das Kind kann nicht effizient treten, sitzt unbequem und unsicher im Sattel. Kaufen Sie deshalb kein Rad, in das Ihr Kind erst „hineinwachsen“ muss. Das Kinderrad hingegen sollte sich durchaus an Ihr Kind anpassen können – etwa durch eine verstellbare Sattelstütze.

Kinderräder von klein bis fast groß
Laufräder sind Kinderräder ohne Antrieb und Pedale und ideal für Kinder ab etwa zwei Jahren. Sie sitzen auf dem Sattel, finden Halt am Lenker und bewegen sich fort, indem sie sich mit den Füßen vom Boden abstoßen. Damit können sie sich schon an das Fahrverhalten von Fahrrädern gewöhnen und sind schneller in der Lage, beim Treten das Gleichgewicht zu halten.

Kinderspielräder sind schon richtige Fahrräder mit Kurbeln, Kette und Pedalen. Damit können Kinder sich auf Spielplätzen, Schulhöfen oder sonstigen Flächen bewegen, auf denen kein Verkehr herrscht, denn dafür sind sie nicht ausgestattet. Wichtig ist eine kindgerechte Ausstattung, zum Beispiel ein Prallschutz an den Griffen, damit sich die Kinder nicht an den Lenkerenden verletzen können.

Stützräder dagegen werden kaum noch verwendet, und das aus gutem Grund: Kinder lernen nicht, das Gleichgewicht zu halten, zudem können die ausladenden Räder an Bordsteinen oder ähnlichem hängen bleiben und so zum Sturz führen. Ab sechs Jahren dürfen Kinder auch am Straßenverkehr teilnehmen und benötigen dafür ein Kinderfahrrad, das den Vorschriften entspricht. Dazu gehören zum Beispiel Reflektoren, zwei Bremsen und Schutzbleche.

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