ADFC Bonn protestiert gegen unsinnige Entfernung von Fahrradständern

10.12.10
Kategorie: Presse
Abriss des Fahrradständers vor der ADFC Bonn Geschäftsstelle

Entfernung eines Fahrradständers vor der Geschäftsstelle des ADFC Bonn/Rhein-Sieg. Am "unzureichend ausgelasteten" Ständer hängt noch ein Fahrrad.


Abriss vor der Geschäftsstelle des ADFC Bonn - ADFC fordert sein Geld zurück

Bonn: Die Stadt Bonn hat drei von sechs Fahrradständern in der Breite Straße 71 vor der ADFC-Geschäftsstelle abgerissen. Der ADFC Bonn hatte den Bau der Fahrradanlage mit 1.000 Euro unterstützt und protestiert scharf dagegen, dass drei Ständer wegen angeblich mangelnder Auslastung demontiert und in der Dorotheenstraße wieder aufgestellt werden sollen. Der 2. ADFC-Vorsitzende Rüdiger Wolff protestiert scharf gegen den Abriss, den er als „reine Geldverschwendung und Schikane“ bezeichnet. Da die Ständer nicht wie üblich verschraubt, sondern in den Boden einzementiert wurden, ist der Demontageaufwand erheblich. Wie der ADFC aus der Verwaltung erfuhr, kostet die Demontage, Wiederherstellung des Untergrundes und die Aufstellung in der Dorotheenstraße mehr als der Ankauf von drei neuen Bügeln. Der ADFC kündigte an, seinen Zuschuss von 1.000 Euro wieder zurückzufordern.

Die Anfang 2010 installierten Ständer werden auf Antrag des Bezirksbürgermeisters Helmut Kollig (SPD) und Beschluss der Bezirksvertretung gegen die Stimmen der Grünen in die Dorotheenstraße verlegt. Als Grund nannte der Bezirksbürgermeister eine unzureichende Ausnutzung der Fahrradständer. „Tatsache ist jedoch, dass die Anlage regelmäßig sehr gut ausgelastet ist und mitunter nicht ausreicht“, so Wolff. „Da die Ständer in den Boden einzementiert werden mussten, entstehen durch die Demontage erhebliche Kosten und die Ständer können voraussichtlich nicht weiter verwendet werden“, so Wolff. „Der Kauf von drei neuen Ständern für die Dorotheenstraße wäre viel einfacher und vor allem preisgünstiger, als die Ständer in der Breite Straße herauszustemmen.“

„Offenbar war den Politikern überhaupt nicht bewusst, welchen Kosten treibenden Unsinn sie da beschließen“, so Wolff. Der ADFC empfindet die Wegnahme der Ständer umso mehr als Schikane, als  da sie durch die Anwohner der Breite Straße und Besucher der ADFC Geschäftsstelle sehr gut ausgelastet sind. „Es steht einer fahrradfreundlichen Stadt ganz schlecht zu Gesicht, benötigten und gut genutzten Parkraum für Fahrräder nicht etwa auszubauen, sondern nur zu verlagern“, so Wolff.

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