„Mit dem Rad zur Arbeit“: Noch mehr Teilnehmer

30.11.09
Kategorie: Mit dem Rad zur Arbeit, Presse
Die Gewinner der Aktion

Die Gewinner der Aktion. Davor (mit Fahrrädern, v.l.n.r.): Thomas Semmelmann (Vorsitzender ADFC NRW), Michael Makiolla (Landrat Kreis Unna und Schirmherr der Aktion), Thomas Drees (Regionaldirektor AOK Unna, Hamm). Foto: Göpfert, Kreis Unna

18.308 Teilnehmer landesweit – Plus von 3 % – Lob für Unna –

Stärkste Teilnahme in Münster, Bonn und Minden-Lübbecke

Unna, 30. November 2009 – Mit einer leicht um 3 % gestiegenen Teilnehmerzahl ist die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ 2009 von AOK und Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zu Ende gegangen. In Nordrhein-Westfalen haben 18.308 Arbeitnehmer während der Sommertage das Auto stehen lassen und sind an mindestens 20 Arbeitstagen mit dem Rad zur Arbeitsstelle geradelt. Das gaben AOK und ADFC NRW am Montag auf der Abschlussveranstaltung in Unna bekannt.

Landesweit beteiligten sich 2.556 Unternehmen an der Aktion, darunter auch Großunternehmen wie Deutsche Telekom, Deutsche Post, KfW Bankengruppe, die Finanzaufsicht Bafin, das Bundesumwelt- und das Bundesverteidigungsministerium mit ihren Bonner Dienstsitzen, ThyssenKrupp und Provinzial. Aber auch einzelne kleinere Unternehmen und Niederlassungen wie der Toom-Baumarkt Minden, Barrebräu in Lübbecke, Edeka Mettmann, die Sparkassen in Moers und die Beschäftigten der Modemarke Brax in Herford haben ebenso teilgenommen wie zahlreiche Stadtverwaltungen im Rheinland, Westfalen und Ruhrgebiet und unzählige Kleinbetriebe. „Die mehr als 18.000 Teilnehmer und 2.500 Unternehmen haben ein Zeichen gesetzt und in der Praxis gezeigt, dass viel mehr Beschäftigte statt mit dem Auto mit dem Rad zum Arbeitsplatz fahren können“, so ADFC-Landesvorsitzender Thomas Semmelmann in Unna. „Viele Unternehmen haben durch die Aktion festgestellt, dass sich Gesundheitszustand und Betriebsklima der Belegschaft deutlich verbessern und die Motivation der Mitarbeiter steigt“, so Semmelmann.

In Westfalen-Lippe beteiligten sich 11.421 Beschäftigte an der Aktion, im Rheinland waren es 6.887. Die höchsten Teilnehmerzahlen erreichten die Regionen Münster/Coesfeld (1.884 Radfahrer), Bonn (1.867) und Minden-Lübbecke-Herford (1.807). „Alle drei Regionen eint, dass sie sich stark in der Radverkehrsförderung engagieren, ein gutes Klima für den Radverkehr geschaffen haben und Radverkehr auch in den Betrieben aktiv gefördert wird“, so Semmelmann.

AOK-Regionaldirektor Thomas Drees hob die enorme Bedeutung des täglichen Radfahrens für die Gesundheit hervor. „Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, integriert regelmäßige Bewegung in seinen Alltag. Schon 30 Minuten Bewegung am Tag reichen aus, um positive Effekte für Körper und Seele zu bewirken“, so Drees. „Radfahren baut Stresshormone ab und bringt Entspannung in den Alltag. Zudem verringert das tägliche Radfahren zum Betrieb die Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes im Erwachsenenalter, Osteoporose und Depressionen.“ Radfahren, selbst auf kurzen Strecken zur Arbeit, verringert das Arteriosklerose-Risiko, kräftigt die Muskulatur, verbessert die Durchblutung und den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel.

Die landesweite Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ von AOK und ADFC wurde zum fünften Mal in Nordrhein-Westfalen ausgerichtet. Im vergangenen Jahr war die Teilnehmerzahl um 23 Prozent auf den damaligen Rekordwert von 17.749 gestiegen. „Wir sind froh, dass wir diesen Wert halten und sogar noch einmal leicht steigern konnten“, so Semmelmann. „Wir  hoffen allerdings, dass noch deutlich mehr Unternehmen die Chancen entdecken, die in einem hohen Anteil von Radfahrern im Betrieb liegen.“

Lob an den Kreis Unna und die radelnden Bürgermeister
Auf der Abschlussveranstaltung im Gesundheits- und Umweltamt Unna hoben ADFC und AOK die Leistung des Kreises Unna hervor, der angesichts seiner relativ geringen Einwohnerzahl von 416.000 eine hohe Beteiligung erreichte. „Knapp 500 Teilnehmer in 60 Unternehmen sind ein sehr gutes Ergebnis“, lobte ADFC-Landeschef Semmelmann. „Solche Ergebnisse sind nur möglich, wenn viele hinter der Aktion stehen.“ So ist Landrat Michael Makiolla Schirmherr der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ im Kreis Unna und hat entscheidend mitgewirkt, dass die Kampagne bekannt wird. Zudem haben drei Bürgermeister – Werner Kolter aus Unna, Rainer Eßkuchen aus Bönen sowie Roland Schäfer aus Bergkamen – selbst teilgenommen und sind mit dem Rad ins Rathaus gefahren. „Sie sind tolle Vorbilder für ihre Städte“, betonte Semmelmann.

Die meisten Kilometer: 2.040 km in nur drei Monaten
Welche Wege mit dem Rad möglich sind, dafür standen Ralf Köckler vom Landesinstitut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW (LAFP) in Selm und Rüdiger Dreier von der Jugendhilfe Werne. Die beiden waren diejenigen, die von Juni bis August im Kreisgebiet die meisten Kilometer gefahren sind. Köckler, der in Hamm wohnt, ist 34-mal per Rad von Hamm nach Selm und zurück gefahren, machte 60 Kilometer am Tag und 2.040 Kilometer insgesamt. „Und es wären noch mehr gewesen, hätte ich im Sommer nicht noch eine Kur gemacht“, so Köckler. Für seinen Einsatz erhielt Köckler einen Ortlieb Office Bag, den sein Kollege und langjährige Koordinator der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ im LAFP, Guenter Utsch, entgegen nahm, da Ralf Köckler derzeit im Urlaub ist.

Der Zweitplatzierte Rüdiger Dreier hat sogar noch einen weiteren Weg zur Arbeit. Dreier fährt 76 Kilometer zwischen seinem Wohnort und der Jugendhilfe Werne. 26-mal nahm er das Rad und kam auf 1.976 Kilometer. Belohnt wurde Dreier mit einer Ortlieb Lenkertasche.

Große Freude zudem unter den 15 Teilnehmern aus dem Kreis Unna, die die Glücksfee aus allen 479 Mitradlern gezogen hatte. Claudia Arns aus Unna, beschäftigt bei der Dreve Prodimed GmbH, erhielt als Hauptpreisträgerin ein neues Fahrrad, gesponsert von Zweirad Höni aus Unna. Weitere attraktive Fahrradpreise wie Helme, Beleuchtungssets, Reifen und Fahrrad-Computer erhielten: Dieter Güldenhaupt (Kreisverwaltung Unna), Regine Hoffmann (Sparkasse Bergkamen-Bönen), Matthias Kappelhoff (LAFP Selm), Alexander Krawczyk (UKBS), Andreas Weiß (Stadt Unna), Martin Widemann (Tagesklinik Schwerte), Tobias Bauerhaus (P.F.T. Pietsch GmbH), Anita Umbescheidt und Silke Bommer (Stadt Bergkamen), Sandra Freihold (Geschwister-Scholl-Gesamtschule), Christoph Kräutleim (Aurubis AG Lünen), Peter Kugelmann (Stadt Lünen), Sonja Planer (Gemeinde Bönen), Rita Siegrist (PVS Westfalen-Süd, Unna).

Sonderpreis: „Die konsequentesten Spritsparer“
Ausgezeichnet wurden auch die 15 Radler der Firma Montanhydraulik aus Holzwickede. Alle 15 Radler waren ohne Schwund von Beginn bis Ende der Aktion dabei und waren dabei die einzigen Teilnehmer in Holzwickede. Ihr Lohn: ein Glaspokal für die „konsequentesten Spritsparer“.
Hinweis für Redaktionen: Wir können Ihnen von der Abschlussveranstaltung gerne Fotomaterial anbieten. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an Axel Mörer-Funk.

Pressekontakt:

Axel Mörer-Funk, ADFC NRW
0228 / 696 545, mobil 0170.40 37 880
e-mail: presse(..at..)adfc-bonn.de

Die Pressemitteilung als pdf zum Download

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