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Über Berg und Tal: Rundreise auf dem PA 3 über Benhausen, Neuenbeken und Dahl
von Roland Maoro
Der Radweg PA 3 schlägt einen weiten Bogen durch den bergigen Osten Paderborns. Ausflugslokale sucht man an der Route Benhausen - Neuenbeken - Dahl vergeblich. Fündig werden dagegen Sportlernaturen, die die Herausforderung markanter Steigungen suchen. Die Tour eignet sich also nicht unbedingt für den gemütlichen Familienausflug am Sonntagnachmittag, entschädigt aber mit landschaftlich wunderschönen Wegen und einem Panoramablick auf den Windpark an der B 64 - wer's mag.
Gestartet wird auf dem Parkplatz vor der Paderhalle. An der Jugendherberge vorbei geht es auf dem Innenstadtring Richtung Driburger Straße. Kurz vorher fährt man den Fußweg vor dem Reismann Gymnasium links ab zur Benhauser Straße. Auf dem Radweg entlang der Benhauser geht es circa drei Kilometer, über den Georg-Marshall-Ring, dann links zum Friedhof Auf dem Dören. Im dortigen "Dörenhof" findet man die erste und gleichzeitig auch letzte Einkehrmöglichkeit der Route.
Gestärkt von dieser Rast nimmt man nun die erste, leichte Steigung in Angriff, quer durch die Felder hinauf nach Benhausen. Kurz vor Benhausen kann man bei der Kapelle St. Liborius der Schönstatt-Bewegung eine Verschnaufpause einlegen. Quer durch den Ort hindurch stößt man auf die Eggestraße, die direkt hinauf nach Neuenbeken führt.
Viel zu sehen gibt es von dem malerischen Örtchen allerdings nicht, der Radweg zweigt vorher rechts ab Richtung B 64/Dahl. Die Route führt duch den bewaldeten Gottegrund hinauf zur B 64. Hier hat man den bereits erwähnten Panoramablick auf viele imposante Windräder. Die andere Seite der B 64 erreicht man übrigens ungefährdet von rasenden Autofahrern durch einen kleinen Tunnel.
Durch blühende Wiesen und Felder in das wunderschöne Dahl
Durch blühende Wiesen und Felder kommt man schließlich in das wunderschöne Dahl. Die Streckenführung des PA 3 umgeht hier geschickt die steile Abfahrt in den Ortskern, die man schließlich auch wieder hinaufradeln muss. Wer trotzdem einen kleinen Schlenker machen möchte, um einen Blick in Dahl-City zu werfen und sich bei den heimischen Versorgern (zwei Bäcker und ein Supermarkt) mit frischem Proviant einzudecken, dem sei hier eine Alternative empfohlen:
Bei der Einfahrt nach Dahl nicht nach rechts in die Dahler Heide abbiegen, sondern weiter geradeaus auf dem Langen Hahn bleiben. Das letzte Stück dieser Straße führt sehr steil bergab (vielleicht lieber absteigen?) und mündet direkt im Herzen Dahls. Links liegt der Dorfplatz mit Bänken unter schattigen Bäumen und einem kleinen Spielplatz. Geradeaus lugt Dahls ehrwürdige Kirche über die Dächer, zu der sich ein kleiner Abstecher wirklich lohnt.
Nach rechts führt der Weg zurück Richtung Paderborn. Aber bitte nicht den elenden Stadtberg hinaufquälen, sondern direkt vor Bruno Isings Sparmarkt in den kleinen Ellersteg abbiegen. Ein paar Meter weiter mündet der Ellersteg auf den Tiefen Weg, der schräg rechts empor führt. Auf halber Strecke zweigt links hinter den Häusern ein Feldweg ab. Dort kann man eine kleine Hühnerfarm besichtigen, eine Herde Schafe bestaunen, die wie Ziegen aussehen, bis der Weg schließlich am Dickenbusch wieder auf den PA 3 einschwenkt.
Der Radler genießt die weitere Tour durch das Ellerbachtal, kämpft sich den Iggenhauser Weg hinauf, um jenseits des Dahler Weges wieder in den Krummen Grund hinab zu sausen. Der endet am Liethstaudamm. Und durch Paderborns kleine Gäßchen geht es zurück zum Startpunkt der Tour.
Zum Schluss noch zwei kleine Tipps: Statt zum Krummen Grund kann man vom Iggenhauser Weg aus über den Knickweg auch den Haxtergrund ansteuern, um dort bei Weyhers berühmten Bratkartoffeln mit Sülze, Ei oder Brathering neue Kräfte zu tanken. Und: Ohne Karte und Wegbeschreibung (zum Beispiel der "Paderborner Radgeber", fünf Euro, der dieser Serie zu Grunde liegt) sollte man nicht starten, denn die teilweise spärliche Ausschilderung führt nicht immer sicher zum Ziel.



