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Die Mindest-Empfehlung:
Ein guter Halogen-Scheinwerfer
Vorn am Rad sollte inzwischen ein Halogenscheinwerfer der Mindest-Standard sein, dessen Halogen-Glühlampe ihr Licht über einen Ellipsoid- oder Freiformflächen-Reflektor auf die Fahrbahn wirft. Diese Technik sorgt für eine deutlich bessere Fahrbahnausleuchtung, als althergebrachte einfache Scheinwerfer ("Lichtpunkt und Streifenmuster").
Integriertes LED(=Leuchtdioden)-Standlicht (zusätzlich zur Halogen-Glühlampe) bietet einen deutlichen Sicherheitszuwachs bei Stopps. Praktisch ist es, wenn der vorgeschriebene weiße Retro-Reflektor ("Rückstrahler") in das Scheinwerfergehäuse integriert ist.
Halogenscheinwerfer mit zusätzlichem LED-Standlicht und integriertem Retro-Reflektor. Foto: Thorsten Böhm
LED-Scheinwerfer: Langlebiger ...
Seit Herbst 2004 werden erstmals LED(=Leuchtdioden)-Scheinwerfer für den Dynamobetrieb mit StVZO-Zulassung nach der nun gültigen 10-Lux-Norm angeboten. Die Leistung der ersten Modelle erreichte noch nicht bei allen Fahrgeschwindigkeiten die der besten Halogenscheinwerfer. Der Vorteil der Leuchtdioden liegt aber in ihrer erheblich höheren Lebensdauer und daher größeren Zuverlässigkeit gegenüber Halogen-Birnen oder gar konventionellen Glühbirnen. Leuchtdioden halten 10.000 bis 100.000 Stunden und damit praktisch das ganze Fahrradleben
... inzwischen auch leistungsstärker ...
Seit Herbst 2007 ist ein LED-Fahrrad-Scheinwerfer auf dem Markt, der mit indirekter Lichtführung Beleuchtungsstärken von bis zu 40 Lux erzielt und dabei für eine Ausleuchtung von bisher nicht gekannter Großflächigkeit und Gleichmäßigkeit sorgt. Der helle und breite Lichtkegel erleichtert das Erkennen von Hindernissen auf dem Boden ganz erheblich. Außerdem nehmen auch andere Verkehrsteilnehmer diesen Lichtkegel wahr, den das Fahrrad "vor sich herschiebt": Ein weiteres Sicherheitsplus!
Dies ist der erste LED-Scheinwerfer, dessen Lichtleistung bei allen Fahrgeschwindigkeiten die der besten Halogenscheinwerfer übertrifft. Auch er ist mit der unbedingt empfehlenswerten Standlicht-Funktion erhältlich.
links: LED-Scheinwerfer mit indirekter Lichtführung. Foto: Busch & Müller KG
... und nochmals verbessert
Diese Technik wurde weiter entwickelt und seit Oktober 2008 sind LED-Scheinwerfer lieferbar, deren Lichtkegel noch heller ist und weiter reicht oder alternativ zusätzlich zu den beschriebenen Vorteilen der indirekten Lichtführung eine verbesserte Nahfeldausleuchtung bietet. Das Nahfeld ist der Bereich von etwa ein bis vier Meter vor dem Fahrrad. Dieser bleibt bei allen anderen Scheinwerfern, die ihren hellsten Punkt (bei der in der StVZO vorgeschriebenen Einstellung) in 10 Metern Entfernung auf den Boden projizieren, bisher mehr oder weniger dunkel.
rechts: LED-Scheinwerfer mit indirekter Lichtführung und noch höherer Beleuchtungsstärke, alternativ auch mit verbesserter Nahfeldausleuchtung. Foto: Busch & Müller KG
LED-Scheinwerfer mit indirekter Lichtführung - Das Angebot wächst!
Inzwischen gibt es auf dem deutschen Markt mindestens vier Anbieter solcher LED-Scheinwerfer, die mit der effektiven indirekten Lichtführung arbeiten (Stand Herbst 2009).
Finger weg von den alten Funzeln!
Scheinwerfer mit konventionellen Glühlampen ("ohne Halogen") sollten wegen ihrer geringen Leistungsfähigkeit und ihrer Unzuverlässigkeit nicht mehr verwendet werden. Sie erfüllen ohnehin nicht die aktuellen Anforderungen der StVZO z. B. an die Beleuchtungsstärke und dürften daher als Neuware nicht mehr in den Handel gebracht werden.
Licht an - Licht aus: Bequem per Hand oder automatisch!
Damit der Scheinwerfer nicht ständig leuchtet, wenn er zusammen mit einem getriebelosen Nabendynamo betrieben wird, braucht er einen Schalter, der den Stromkreis öffnet und schließt. Es empfielt sich, einen Scheinwerfer zu wählen, der bereits über einen Schalter an seinem Gehäuse verfügt, damit man nicht einen separaten Schalter in die Stromleitung installieren muss. Manche Scheinwerfer haben zusätzlich einen „Dämmerungsschalter“: Eine lichtempfindliche Fotozelle am Scheinwerfer bewirkt ein selbsttätiges Ein- und Ausschalten, wenn es dunkel und wieder hell wird. Der zusätzlich vorhandene Schalter für das manuelle Ein- und Ausschalten sollte trotzdem nicht ignoriert werden, weil es zum Beispiel tagsüber bei Dunst und Nebel noch nicht dunkel genug für ein automatisches Einschalten ist, aber sich das Fahren mit Licht trotzdem anbietet.
Acht populäre Irrtümer über Licht am Fahrrad
Rechtlicher Hintergrund - § 67 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO)




